Wie bereits erwähnt wurde, haben die Karten bzw. das System wenig mit Tarot an sich zu tun, die psychologische Astrologie hat hier eindeutigen Vorrang. Wenn man sich nicht an das vorgegebene Legesystem hält, kann man diese Karten möglicherweise auch im klassischen orakelnden Sinne benutzen. Mir persönlich gefällt aber gerade der etwas andere Zugang.
Wenn man dem Legesystem des Buches folgt, so kann eigentlich bei jeder Befragung nur ein positives Ergebnis herauskommen, insofern seien alle gewarnt, die mittels Karten den genauen Ausgang der Zukunft ermitteln wollen und sich diesbezüglich vielleicht ein wenig zu sehr beeinflussen lassen. Dieses System funktioniert anders. Man kommt über 4 Schritte von der eigentlichen Grundproblematik zu einem MÖGLICHEN Ausgang, der dann positiv erfolgen kann, wenn man die vorgeschlagenen Hinweise beherzigt. Und zwar geht es dabei nicht um irgendwelche magische Tricks, die man anwenden sollte, sondern einzig und allein um die Innenschau. Das entspricht sehr meiner persönlichen Philosophie: Ein Problem welcher Art auch immer löst man nicht in der äußeren Welt, sondern vordringlich in sich selbst, dann wird auch die Reaktion im Außen erfolgen.
Diesem Prinzip scheint auch das Buch zu folgen, und man sollte sich dessen bewusst sein, wenn man die Karten legt. Hier wird einem nicht ein Schicksal vorhergesagt, hier wird einem ein Spiegel vorgehalten und gleichzeitig Hinweise gegeben, wie man an sich selbst arbeiten kann, damit sich letztlich das prognostizierte positve Ergebnis einstellt. Genau das verspricht ja auch der Titel: "sich selbst finden".