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Astrid Lindgren: Im Land der Märchen und Abenteuer [Gebundene Ausgabe]

Vivi Edström , Astrid Surmatz
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

Februar 1997
"Wenn es etwas gibt, das ich mit meinen Büchern will, dann ist es, Erwachsene und Kinder einander näherzubringen." Astrid Lindgren. Das einzige, was ich hier auf Erden zustande gebracht habe, sind eine Menge Einfälle", so kommentiert Astrid Lindgren in ihrem Buch "Das entschwundene Land" das Mysterium der Inspiration, nüchtern und bescheiden zugleich.Wer nun ist diese Frau, die relativ spät, mit siebenunddreißig Jahren, ihr erstes Buch veröffentlichte, um dann in atemberaubend kurzer Zeit zu einem Fixstern der Kinderliteratur zu werden? "Zweifelsohne ist sie ein Wildfang, verwandt mit ihrer eigenen 'Ronja Räubertochter' ", heißt es in der Einleitung zu diesem Buch. "Wie Ronja ist sie wagemütig, sie balanciert am Rand des Textabgrunds, bloß um dann mit einem Scherz mit den Achseln zu zucken. Im nächsten Augenblick finden wir sie am Lagerfeuer, dem magischen und phantasieanregenden..." Was ist das Geheimnis an Astrid Lindgrens Werk, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen gefangennimmt? Vivi Edström, schwedische Literaturwissenschaftlerin, ist dieser Frage nachgegangen, indem sie die Hauptwerke Astrid Lindgrens erstmalig im Zusammenhang betrachtet. Dabei spannt sie einen Bogen, der von "Pippi Langstrumpf" bis zu "Ronja Räubertochter" reicht.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Oetinger Verlag; Auflage: 3., Aufl. (Februar 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789134023
  • ISBN-13: 978-3789134029
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,9 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 190.198 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

3.3 von 5 Sternen
3.3 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein sehr hilfreicher Überblick über Astrid Lindgren's Werke. Hier wird die Weiterentwicklung der Autorin ebenso deutlich wie ihr Zurückgreifen auf von ihr bekannte und verwendete Motive. Übersichtlich gegliedert und liebevoll illustriert eine echte Arbeitshilfe um sich näher in die Literatur Astrid Lindgrens einzuarbeiten. Nebenbei macht die liebevolle Detaillbeschreibung auch noch Lust auf's Nachlesen von längst ver- gangenen Werken aus der Kindheit.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Beatrice Berger TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich tue mir schwer mit diesem Buch, vor allem tue ich mir schwer mit der deutschen Redaktion.

Vivi Edström analysiert Astrid Lindgrens Werk. Sie ist Literaturwissenschaftlerin, und entsprechend geht sie vor: Motive, wiederkehrende Topoi, Personen, die in einem Buch erschaffen und in einem anderen vergleichbar wiederaufgenommen werden; Quellen und Bezüge, die restliche Kinderbuchliteratur des entsprechenden Zeitraumes, alles wird einbezogen: sie zeigt (oder deutet an, manchmal nur), wie Astrid Lindgren mit den Motiven spielt, mit den gleichzeitig erschienenen Büchern spielt und sie stellenweise konterkariert. Das als Thema ist spannend, das ist sogar wahnsinnig spannend.

Die Umsetzung ist weniger gelungen, was, wie gesagt, teilweise auch auf die deutsche Redaktion zurückzuführen ist:

- persönliche und völlig subjektive Probleme habe ich mit der persönlichen (oder wissenschaftlichen?) Einschätzung der Autorin, "Mio mein Mio" sei die Krone des schriftstellerischen Schaffens von Astrid Lindgren. Auch wenn ich das Buch mag, so bevorzuge ich persönlich nicht das Märchenhafte im lindgrenschen Universum. Meine persönlichen Favoriten bleiben nach wie vor die Bücher über eine Idylle, die niemals so richtig eine war ("Rasmus und der Landstreicher", aber in ganz starkem Maße auch "Michael in Lönneberga") oder die bittersüßen Schilderungen der zerbrechenden Idylle ("Madita und Pims" mit seinen zunehmend sozialkritischen Blicken hinter die Fassade eines sorgenfreien Kinderlebens, "Ronja Räubertochter" mit dem übermächtigen persönlichen Konflikt zwischen Ronja und Matthis, aber auch "Kalle Blomquist", vor allem der dritte Teil, der wehmutsvolol die glücklichen, unschuldigen Spiele der Kindheit allzubald vergessen lässt.) Daher habe ich meine Schwierigkeiten mit der Schwerpunktsetzung des Buches, während andere Werke meines Erachtens zu kurz abgehandelt sind.

- Die Buchinhalte sind bisweilen schlampig bis mehr als schlampig wiedergegeben. Aufgefallen ist mir dies vor allem bei den "Kindern von Bullerbü", wo die Beziehung der sechs Kinder zueinander nicht zutreffend wiedergegeben ist (Britta als das älteste der Mädchen hat mehr eigene Charakterisierung als ihr Vivi Edström zubilligt, Lasse und Bosse sind absolut verschieden individualisiert.)

- Die Zielgruppe des Buches ist nicht eindeutig genug. Manchmal werden dem Leser die einfachsten Dinge lang und breit erklärt, dann kommen wieder halbe Absätze, die ohne Kenntnis der literaturwissenschaftlichen Topoi weder zu verstehen noch einzuordnen sind.

- Wenn die Autorin ein Werk in einen zeitlichen Zusammenhang einordnet, vgl. S. 34, nützt es mir gar nichts, wenn Bezug genommen wird zu einer Reihe von Titeln, die sämtlich niemals ins Deutsche übersetzt erschienen sind. Die Geschichte der schwedischen Kinderbuchliteratur im 20. Jahrhundert ist ein weites Feld, aber der durchschnittliche Leser kennt weder Else Beskow noch einen anderen der vielfach erwähnten Autoren. Wenn der Verlag ein für deutsche Normal-Leser verständliches Buch veröffentlichen will, muß hier entweder gekürzt (nie gut!) werden oder ein lesbares (!) Glossar angefügt werden. Sogar die Übersetzung hat hier Schwierigkeiten: Hinter der zitierten "Meg aus Alcotts 'Unga Kvinnor'" (S. 37) steckt nichts Schwedisches, sondern die Uramerikanische Luisa May Alcott mit "Little Women" alias "Betty und ihre Schwestern". Dieses Beispiel macht es meines Erachtens am deutlichsten, daß man die Edition mit etwas sorgfältiger hätte angehen können.

Diese ganzen kleinen Nickligkeiten führen irgendwann dazu, daß man das Buch entnervt zur Seite legt (warum 300 Seiten Text lesen, von denen ich weiß, daß ich nur zur Hälfte folgen kann?) und das ist angesichts des Ansatzes der Autorin und der Mühe, die in diesem Buch steckt, mehr als schade.
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2.0 von 5 Sternen Für eine Einordnung nicht hilfreich 25. Februar 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe u.a. dieses Buch für die Vorbereitung zur schriftlichen Prüfung im Fach Deutsch für das erste Staatsexamen bearbeitet. Die zu behandelnden Werke kommen allesamt in diesem Buch vor und so hatte ich die Hoffnung, hier eine Übersicht über die Werke, Diskussionen und Hilfestellung bei Interpretationsproblemen zu finden.
Was mich besonders stört, ist die unklare Begriffsverwendung. Exemplarisch hierzu möchte ich die Ausführungen über den "Märchenroman" Mio, mein Mio aufführen:
Hier wird von Beginn an immer vom Märchen gesprochen: Mio, mein Mio ist z.B. scheinbar ein klassisches "Märchen". Das Buch ist bei ihr märchentypisch, die Motive des Märchens werden herausgearbeitet und das Buch dann auch als "Märchen" gedeutet. Doch was versteht sie unter Märchen? Das Volksmärchen, das Kunstmärchen, das moderne Märchen, das romantische Märchen,...? Da hier keine Definition gegeben wird, entstehen Textinhalte wie zuerst auf Seite 204:Mio ist ein Besucher im Land des Märchens,... in der Welt des Märchens sind die Gefühle stark und gewaltig,... Erzählung vermittelt den Urschock des Märchens,... dann aber eine Seite später: unterscheidet die Erzählung vom Märchen, denn ein Teil ist der Gattung der Idylle zuzuführen,... um dann in der Zusammenfassung zum Buch zu schließen: Doch die Ansichten darüber, um was für eine Art Märchen es sich handele gingen auseinander. Das Buch könnte ebenfalls eine Rittersage sein oder auch eine Parzivalssage. Natürlich auch ein klassisches Märchen oder sogar ein Wundermärchen. Die jeweiligen Gattungsmerkmale werden aber gar nicht erst erwähnt, und so darf der Leser frei und willkürlich die Zuordnungen vornehmen.
Dazu stören auch - wie in der Vorrezension angemerkt - die sehr speziellen Intertextualitätsverweise, die nicht erfolgte Übersetzung des Literaturverzeichnisses, die umständlichen inhaltlichen Ausführungen, die m.E. bei einer literaturwissenschaftlichen Untersuchung eher knapp gehalten werden sollten. Dazu weicht die Autorin von ihrer einmal gefassten Meinung nicht ab: Mio muss ein Märchen sein, also zeige ich nur Hinweise auf, die dazu passen. Dass das Buch aber auch als phantastische Literatur im Todorov'schen Sinne zu lesen wäre oder als Traumvision, als Metamärchen etc. wird gar nicht erst erwähnt.
Die geschilderten Probleme können im großen und ganzen auf das ganze Buch übernommen werden.
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