Für die Leute, die eher aus der esoterischen Ecke kommen, kann dieses Buch sehr hilfreich sein. Der Autor schildert seinen persönlichen Zugang zu Astralprojektionen, seine ganz persönliche Methode, die neben allen anderen Methoden durchaus ihre Berechtigung hat. Die Methode ist klar strukturiert dargestellt und in ihrer ganz eigenen bildhaften Art sehr gut beschrieben. Der Umgang mit natürlichen Ängsten und Befürchtungen entspricht in voller Weise dem Grundtenor des Buches.
Da der Autor vor allem mit Visualisierungen arbeitet, bietet sich das Buch für alle an, die eine gut ausgebildete Vorstellungskraft haben. Das Buch hat mit anderen Büchern zu dem Thema gemein, dass man viel üben muss, verlangt jedoch in besonderer Weise, dass man sich auf die Vorstellungswelt des Autors einlässt.
Das Buch ist meiner Meinung nach wirklich lesenswert, allein um mal eine andere Perspektive auf das Thema zu erhalten. Viele Wege führen nach Rom, dieser sicherlich auch - wenn man sich darauf einlässt.
Dennoch kann ich nicht die volle Punktzahl geben, da Osborne Phillips das Phänomen der außerkörperlichen Erfahrungen etwas aufbauscht und zuviel hineingeheimnisst. Das Thema wird zu kompliziert angegangen, beleuchtet jedoch sehr gut die esoterischen Aspekte. Das Attribut "Praxisbuch" verdient es aus der Sicht eines Pragmatikers, für den ich mich halte, nicht. Man muss ständig den kleinen Kritiker im Hinterkopf zum Schweigen bringen. Wer es schafft, sich von Osborne Phillips "hypnotisieren" zu lassen, findet in dem Buch eine nahezu magische Methode für Astralprojektionen.