Man sieht, daß sich der Ehapa-Verlag bei der lateinischen Edition der Asterix-Bände sehr viel Mühe gegeben hat, und das in jeder Hinsicht. Die Texte sind vom französischen Original ins Lateinische übersetzt worden, was sich an einigen in beiden Sprachen vorhandenen Konstruktionen eindeutig erkennen läßt. Selbst für Kenner der deutschen Sprache verbirgt sich also noch der eine oder andere neue Spruch oder Witz, der in der deutschen Ausgabe auf Grund sprachlicher Differenzen ausgebügelt worden ist. Das Vokabular der lateinischen Ausgabe ist im wesentlichen klassisch, natürlich angereichert um einige seltenere Vokabeln (auch seinerzeit gehört der "Hinkelstein" nicht zur Umgangssprache...), die jedoch historisch abgesichert sind. Enttäuschend für weniger versierte Latein-Kenner, vor allem übliche Lateinschüler, ist das sehr sparsam gehaltene Verzeichnis unbekannter Vokabeln, das doch streckenweise auf einem sehr großen Vokabelwissen aufbaut, weitaus mehr als der Grundwortschatz wird aber in jedem Fall gefordert. Auch sprachlich sollte man die "Asterix"-Bände nicht unterschätzen. Obwohl von vielen Schülern immer wieder gefordert, gibt es gute Gründe, warum "Asterix" in der Schule beinahe gar nicht eingesetzt wird, denn der grammatische Anspruch ist teilweise sehr hoch, z.B. finden sich sehr häufig Gerundivkonstruktionen, eines der Hauptprobleme der meisten Lateinschüler. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)