Grautvornix, der durch das Stadtleben in Lutetia total verweichlicht ist, wird von seinem Vater Ozeanix in das uns allen wohlbekannte gallische Dorf geschickt, um abgehärtet zu werden. Majestix, Ozeanix Bruder, überreicht Asterix und Obelix die Verantwortung für den Jungen. Doch sie scheitern kläglich: Der Junge ist einfach nicht der geborene Krieger und auch das Wecken in Form von Obelix' konsequenter, altbewährter "Segelflug durchs Fenster"-Technik überzeugt Grautvornix nicht sonderlich. Dennoch: "Morgenstund' hat Gold im Mund!" Der Tag kann beginnen: Wildschweine jagen, Piraten überfallen und Hinkelsteine tragen. Jeder weitere Tag bringt neue Hinkelsteine, Wildscheine und Piratenüberfälle. Doch es hilft nichts: Kein Erfolg ist zu sehen - im Gegenteil: selbst das Römerkloppen macht ihm keinen Spaß! Er fleht seinen Onkel an: "Bitte lass mich nicht mit diesen Verrückten allein!" Doch Majestix ignoriert ihn: Asterix und Obelix sollen eine andere Beschäftigung für ihn finden.
Doch zur selben Zeit sind die wütenden und furchtlosen Wikinger auf dem Weg nach Gallien, was die Gallier natürlich nicht ahnen. Sie sind auf der Suche nach dem "Meister der Angst", denn der Seher Cryptograf hat von Odin gesagt bekommen, dass Angst Flügel verleihe, die einem die Fähigkeit zu fliegen geben. Um den Meister der Angst zu finden, werfen sie die Schicksalsmünzen auf eine Karte. Da wo die Münzen liegen bleiben, ist der Meister der Angst zu finden. Und wie zu erwarten landet die Münze genau an der Küste des furchtlosen gallischen Dorfes. Na ja, es wäre ganz furchtlos, wäre da nicht Grautvornix, der Neffe von Majestix...
Das Buch ist ganz anders aufgebaut als ein üblicher Asterix-Comic: auf einer Seite steht etwas geschrieben und auf der anderen Seite findet man die Bilder dazu. So wirkt es eher wie ein typisches Kinderbuch, sodass das "Asterix-Feeling" nicht so richtig aufkommt. Urkomisch ist das Buch dennoch - wenn auch nicht wegen der lustigen Bilder, sondern wegen pfiffiger Sprüche wie "Wikingern Angst einjagen...man könnte ebenso gut versuchen mit einer Feder einen Elefanten zu kitzeln" oder wegen Obelix' Weckmethode "Segelflug durchs Fenster".
Die Geschichte des Buches ist super. Es ist sogar überfällig, dass Asterix nach den Briten, Römern, Spaniern, Amerikanern und Korsikanern auch mal die Wikinger kennen lernt. Das Buch stellt einmal nicht den Konflikt und Asterix und Obelix in den Mittelpunkt, sondern was Grautvornix auf seiner Reise passiert.
Die Special Features "Hinter den Kulissen" sind nett anzusehen aber weiter auch nichts. Man erfährt etwas über die Entstehung des Films, mit lustigen Phrasen wie "Beim Teutates" oder "Dieser Trickfilm hat Zaubertrank in sich". Ansonsten sieht man nur Vorzeichnungen der Modelle, die in dem Buch verwendet wurden. Im Großen und Ganzen macht es viel Spaß, das Buch zu lesen, es kommt jedoch nicht an die alten Comics heran.