Aus der Amazon.de-Redaktion
Man spürt in fast jeder der aufwändig gestalteten Szenen, dass die zweite Asterix & Obelix-Produktion ein wahres Prestigeprojekt ist. Mit ihm will die europäische Filmindustrie unter Beweis stellen, dass sie wenigstens in Sachen Gigantomanie Hollywood in nichts nachsteht. Tatsächlich erinnern einen zumindest die extravaganten Kostüme, die Monica Bellucci hier als ägyptische Königin trägt, und die bombastischen Massenszenen, an denen bis zu 2.000 Statisten beteiligt waren, an amerikanische Monumentalfilme wie Joseph L. Mankiewicz' Cleopatra, auch wenn die beiden Filme sonst weiter nichts verbindet.
Als der experimentierfreudige, aber auch ziemlich ängstliche Architekt Numerobis (Jamel Dubbouze) von Kleopatra den Auftrag erhält, innerhalb von drei Monaten einen sagenhaften Palast für Caesar (Alain Chabat) zu bauen, sieht er nur einen Ausweg. Er braucht die Hilfe des Druiden Miraculix (Claude Rich) und dessen Zaubertrank. So kommen auch Asterix (Christian Clavier) und Obelix (Gérard Depardieu) nach Ägypten, wo sie erneut mit dem römischen Imperator und seinen Legionen aneinander geraten.
Die größte Schwäche von Asterix & Obelix gegen Caesar war, dass er in einzelne Szenen und Gags zerfiel, die sich nicht zum dramaturgischen Ganzen zusammenfügen wollten. Auch bei Asterix & Obelix: Mission Kleopatra, den der frühere Comiczeichner Alain Chabat selbst geschrieben hat, spürt man, dass die einzelnen Einfälle noch einen höheren Stellenwert haben als die Geschichte insgesamt, und doch funktioniert dieses Sequel deutlich besser als sein Vorgänger. Chabat ist es hier gelungen einen Bogen zu spannen, der die Nummern des Films -- wenn auch nur lose -- zusammenhält. So fallen selbst die weniger gelungenen Gags nicht weiter ins Gewicht, zumal ihnen einige wirklich grandiose Comicmomente gegenüberstehen.
Dem direkten Vergleich mit René Goscinnys und Albert Uderzos meisterhaftem Zeichentrickfilm Asterix und Kleopatra kann Asterix & Obelix: Mission Kleopatra allerdings kaum standhalten. Anders als die amerikanischen Superhelden-Comics, die an sich schon einen sehr filmischen Touch haben, lassen sich die Geschichten vom Widerstand der Gallier nur bedingt in einen Realfilm übertragen. Sie verlieren etwas von ihrem ganz eigenen Charakter. Daran kann auch die kongeniale Besetzung des Films letztlich nichts ändern. --Sascha Westphal
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch hat man nur einen Farbüberschuß nachzuregeln und schon beginnt ein selten ausgereiftes Bild- und Tonmastering zu begeistern. Griffiger und wuchtiger Sound und stechende Bildwerte. Etwas extraarm (einige Sprüche und der Trailer) gibt sich die Disc und leider fehlt der Original-Ton. Trotz einiger Zotigkeiten, ist "Mission Kleopatra" in seinem rasenden Temperament und seinem darstellerischen Charme absolut kurzweilig und weit unterhaltsamer als vermutet.MO
Bild: Bis auf die Farbsättigung eine sehr souveräne Abtastung. Nur das Color-Grading ist zu intensiv, ja fast stechend geraten. Nach problemloser häuslicher Korrektur des Farbkontrastes entfaltet sich allerdings eine prächtige Optik. Weder Himmel noch Wüstensand können dem äußerst plastischen Bild Artefakte anhängen (00.09.54). Die Tiefenschärfe ist enorm und bleibt bis ins Detail konturiert (00.29.49, Totale, Baustelle). Kamerabewegungen laufen unter nur minimalem Schärfeverlust ab (00.30.00, Fahrt auf Tafel) und Nachzieher kennt die Disc überhaupt nicht.
Ton: Nicht minder gute Arbeit leist das Tonmastering, das eine voll-atmosphärische Akustik abliefert. Eine bis ins Kleinste nachvollziehbare Direktionalität sorgt für eine lebensechte und vitale Kulisse. Die Stimmen, auch die des Erzählers (00.18.35), sind perfekt voluminiert und lebensnah obertonreich und die Musik wird mit aller Finesse und in strahlender Dynamik und Durchsichtigkeit ausgebreitet. DD 5.1 at its best. --movieman.de
VideoMarkt
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Blickpunkt: Film
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Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
In seiner Not erinnert sich der Baumeister an ein paar sagenumwobene Kumpane aus dem fernen Gallien. Asterix, Obelix und Miraculix lassen sich nicht lange bitten und eilen Numerobis zu Hilfe. Mit Hilfe ihres Zaubertranks glauben sie, im Handumdrehen einen Palast der Sonderklasse aus dem ägyptischen Wüstensand stampfen zu können. Doch die wackeren Baukünstler haben nicht mit säumigen Lieferanten, einem intriganten Verbündeten Caesars und einem Haufen wild gewordener römischer