"Asterix und der Kupferkessel" ist eine spannende Mischung aus einer klassichen Asterixgeschichte und einem Kriminalroman. Besonders die verschiedenen Arten Geld zu verdienen, denen Asterix und Obelix nachgehen, um den Kessel wieder aufzufüllen, dessen Inhalt ihnen abhanden gekommen ist, entbehren nicht der Komik. Dem Liebhaber der Details erschließen sich in diesem Band weite Jagdgründe, und es macht Spaß, sich die Zeichnungen genauer anzusehen, ganz besonders die vom Markt von Condate. Die dort eingebauten Witze kommen allerdings in der französischen Originalfassung weit besser heraus. So ist bei uns ein Legionär der nach "Blutwurst" fragt nur für manche Zeitgenossen komisch. Aber die meisten Franzosen kringeln sich vor lachen, wenn ein Legionär nach "boudin" fragt, da dies eine Wurstsorte und Gegenstand eines Soldatenliedes ist, die in Frankreich sofort mit der Fremdenlegion assoziiert werden. Allgemeinverständlich hingegen sind die Witze um Schauspieler, die leere Staatskasse und vor allem um den bürokratisch-sprechenden römischen Steuereintreiber, dem Asterix und Obelix auf den letzten Seiten noch begegnen und dem Krimi erst seinen kriminellen Charakter geben. Alles in allem muß man diesem Band Höchstnoten geben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)