"Asterix bei den Olympischen Spielen" ist eine hervorragende Arbeit Uderzos und Goscinnys. Wieder einmal beweisen die beiden, daß sie es mit Leichtigkeit fertigbringen, ein unterhaltsames, intelligentes und zugleich auch bildendes Komik zu schaffen, das von Alt und Jung gleichermaßen geschätzt wird. Der Spaß beginnt bei der Verlagerung der Olympischen Spiele wie man sie aus unserer Zeit kennt zurück in die Zeit Cäsars. Höhentraining, Spezialdiät und Dopingverbot. Alles kommt vor. Der Leser erfährt weiterhin Wissenswertes über die Spiele, z.B. über die Rolle der Frauen. Besonders lustig sind die Szenen, in denen das Verhalten der gallischen Reisegesellschaft beschrieben wird. Die Tourismusbranche, sowie die auffälligsten Verhaltensweisen der Touristen werden glänzend karikiert. Methusalix kommt mit seinen diesbezüglichen Kommentaren in der Geschichte groß heraus. Uderzo hat sich bei der Gestaltung des Olympischen Geländes große Mühe gegeben und erreicht ein Niveau, das man sonst nur von archäologischen Rekonstruktionszeichnungen her kennt. Des weiteren ist seine Ausdruckskraft ungebrochen. Der Stimmungswechsel, der sich zwischen zwei Kästchen ereignet, wird meisterhaft zeichnerisch sichtbar gemacht. Meine Lieblingsstelle in diesem Band ist die Szene um den Vertreter der Insel Rhodos. Wer die Sieben Weltwunder kennt, kann sich ausmalen, woraufhin ich anspiele. Alles in allem ist dieser Band wohl einer der interessantesten und lustigsten, wenn nicht gar der beste. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)