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Asterix, Bd.19: Der Seher
 
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Asterix, Bd.19: Der Seher [Taschenbuch]

Rene Goscinny , Albert Uderzo
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 48 Seiten
  • Verlag: Ehapa Comic Collection - Egmont Manga & Anime; Auflage: 7., Aufl. (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770400194
  • ISBN-13: 978-3770400195
  • Originaltitel: Asterix le Devin
  • Größe und/oder Gewicht: 29,3 x 22,3 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.213 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Autorenportrait

Albert Uderzo, 1927 geboren, wurde 1941 Hilfszeichner in einem Pariser Verlag. 1945 half er zum ersten Mal bei der Herstellung eines Trickfilms, ein Jahr später zeichnete er seine ersten Comic-strips, wurde Drehbuchverfasser und machte bald auch in sich abgeschlossene Zeichenserien. In dieser Zeit entstanden u.a. "Belloy, Ritter ohne Rüstung" (für die Zeitschrift OK) und "Verbrechen lohnt sich nicht" (für die Zeitung France-Soir). Uderzo wurde Mitarbeiter einer belgischen Agentur in Paris, wo er 1951 Jean-Michel Charlier und Rene Goscinny kennenlernte. Mit Charlier machte Uderzo "Belloy", "Tanguy" und "Laverdure" und mit Goscinny entstanden zunächst u.a. "Pitt Pistol" und "Der unglaubliche Korsar", dann folgten "Luc Junior" (für La Libre Belgique), "Benjamin und Benjamine" (für "Top Magazin") und "Umpah-Pah" (für "Tintin"). 1959 gründeten Uderzo und Goscinny ihre eigene Zeitschrift, die sich "Pilot" nannte. Als Krönung entstand dann "Asterix der Gallier". Rene Goscinny wurde 1926 in Paris geboren. Er wuchs in Buenos Aires auf und nach dem Abitur arbeitete er erst als Hilfsbuchhalter und später als Zeichner in einer Werbeagentur.
1945 wanderte Goscinny nach New York aus. 1946 musste er nach Frankreich um seinen Militärdienst abzuleisten. Zurück in den USA arbeitete er wieder als Zeichner, dann als künstlerischer Leiter bei einem Kinderbuchverleger. Während einer Frankreichreise ließ Goscinny sich von einer franco-belgischen Presseagentur einstellen, die ihn zweimal als Korrespondent nach New York schickte. Er gab das Zeichnen auf und fing an zu texten. Er entwarf sehr viele humoristische Artikel, Bücher und Drehbücher für Comics. U.a. schrieb er: "Der kleine Nick" (mit Sempe), "Lucky Luke" (für Morris), "Isnogud" (mit Tabary), "Umpah-Pah" und "Asterix" (mit Uderzo).
Goscinny war verheiratet und hat eine Tochter. Er starb am 5.November 1977.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Der Seher" aus der Asterixserie ist ein amüsanter aber nicht brillanter Comic. Goscinny und Uderzo beschränken sich wieder einmal darauf, dem Leben innerhalb der gallischen Dorfgemeinschaft ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Daß es dabei um Übernatürliches geht, wird schon aus dem Titel klar. Der ganze Band ist eine nichtendenwollende Persiflage auf den Aberglauben. Nicht nur die Gallier sind ihm verfallen, sondern die Römer im gleichen Maße. Kaum ist das kulturelle und religiöse Oberhaupt des wohlbekannten Gallierstammes bei der Jahresversammlung der Druiden im Karnutenwald, schon bricht das Chaos über das Dorf herein. Und wie immer eckt Asterix, der Vertreter des gesunden Menschenverstandes, in der Dorfgemeinschaft an. Was mir besonders an der Darstellung der Gier des Menschen nach dem Wissen über die Zukunft gefallen hat, war die gezeichnete Klammer mit ihren witzig-ironischen Kommentaren, die sowohl geschichtlich überlieferte Zukunftsvorhersagemethoden darstellt als auch ihre fragwürdige Wirksamkeit plastisch vor Augen führt. Eine dieser Methoden will auch der Seher mit Hilfe von Idefix umsetzen, doch scheitert er dabei an Obelix. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Kaum ist Miraculix beim jährlichen Druidentreffen im Karnutenwald, geht im kleinen gallischen Dorf alles drunter und drüber -- diesmal hat der dubiose Seher Lügfix schnell gemerkt, wie leichtgläubig die Gallier sind, richtet sich im nahen Wald häuslich ein und liest den Dorfbewohnern deren (natürlich rosarote) Zukunft aus allerlei Lebensmitteln und Einrichtungsgegenständen des gehobenen Bedarfs.
Einzig Asterix' Scharfsinn und Obelix' Weigerung, Lügfix aus den Eingeweiden von Idefix lesen zu lassen, stehen dem endgültigen dolce vita des Möchtegern-Propheten noch im Wege. Aber nachdem Lügfix die Gattin des Chefs, Gutemine, durch eine maßgeschneiderte "Prophezeiung" für sich eingenommen hat, spinnt die die nötigen Intrigen, um die beiden fürs erste im Dorf festzuhalten. So könnte es also eine Weile gemütlich weitergehen, wenn nicht die Römer den Seher gefangengenommen hätten, ohne dass man das im Dorf mitbekommen hat. Nachdem der Zenturio Gaius Ausgus herausbekommen hat, dass die Gallier dem Seher alles glauben (und nachdem der Seher ihm eine baldige Beförderung vorausgesagt hat), spannt er Lügfix für seine eigenen Zwecke ein: Lügfix weissagt den Galliern, das Dorf werde durch verpestete Luft unbewohnbar gemacht, zur Strafe für Asterix' Ungläubigkeit. Die Gallier fliehen aus dem Dorf, ein Bote wird zu Cäsar geschickt, um dem den endgültigen Sieg über die Unbesiegbaren zu melden (und damit Zenturio Ausgus die Beförderung sichern) -- da kehrt Miraculix vom Druidentreffen zurück und vereitelt das Komplott auf seine Weise: mit einem Gegen-Komplott.
Vor das Festmahl haben die Götter natürlich auch diesmal eine spektakuläre Strafaktion gegen die Römer gesetzt (und die bedauernswerten Piraten sind, wie immer, im falschen Moment am falschen Ort). Der besondere Clou des Überfalls auf das Lager Kleinbonum: Diesmal sind die Damen des Dorfes mit von der Partie, was die Strafaktion verschärft und, dank Uderzos in aberwitzigen Details schwelgenden Zeichnungen, dem Leser ganz besonders auserlesene Lachsalven beschert.

Mit "Der Seher" haben Goscinny und Uderzo wieder einen wunderbar gezeichneten Persiflagen-Cocktail angerührt: Da wären zunächst einmal die Gallier, die ganz versessen auf die schönen Aussichten sind, die ihnen Lügfix präsentiert, und ihm jede Menge "Lesestoff" in den Wald bringen -- Fische zum Beispiel, was zu einem meiner liebsten Dialoge führt: Yellowsubmarine geht mit einem Korb Fische in den Wald, damit "die armen Tiere [...] auch mal frische Luft schnappen." Und wo sie recht hat, hat sie recht: "Sie kommen ohnehin selten genug in den Wald, oder?" Aber Lügfix liest die Zukunft auch aus Wildschweinbraten, Hühnern, Wein, notfalls auch aus Sesterzen... auch aus Cervisia kann er die Zukunft deuten; am besten, wenn sie frisch gezapft ist. Schön sind in dem Zusammenhang auch einige running gags, so z.B. die "gallische Redensart" und Gutemines "Schnäuzelchen".
Aber die Römer, die Lügfix gefangen haben, sind nicht minder leichtgläubig. Sie sind sogar so leichtgläubig, dass Lügfix von einer Zwickmühle in die nächste schlittert, so z.B., als er dem Zenturio versichert, er sei gar kein Seher (auf Befehl Cäsars sollen alle Seher festgenommen werden) und nütze nur die Gutgläubigkeit der Leute aus -- dumm nur, dass er eben diesem Zenturio gerade versichert hat, er werde befördert. Und spätestens die streng logischen Folgerungen von Ausgus' begriffsstutzigem Adjutanten verlangen vom Seher wahre Kabinettstückchen der Höheren Logik am laufenden Band; der Ärmste weiß bald nimmer, wo ihm der Kopf steht. Diese logischen Querschläger und Variationen über Russells Paradox (eine volkstümliche Version dieses Paradoxons, zur Erläuterung: Ein Barbier soll alle Männer rasieren, die sich nicht selbst rasieren. Aber wer rasiert den Barbier?) sind zum Schreien komisch und dürften nicht nur philosophisch vorbelastete Leser entzücken.

Und dann gibt es, wie bei allen Asterix-Heften aus Goscinnys Feder, all diese zeichnerischen Sahnestückchen und die unzähligen Anspielungen auf alles, was der Hochkultur heilig ist.
Wer diesen Band noch nicht kennt, dem prophezeie ich einen Zwerchfell-Kollaps. Den anderen prophezeie ich, dass sie auch diesen Asterix-Band mehr als einmal lesen werden.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Spassprediger TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ei, ei, ei - die Götter liegen im Clinch, denn überm gallischen Dorf entlädt sich ein gehöriges Donnerwetter. Und da unsere Tapferen bekanntlich nichts fürchten, außer dass ihnen eines Tages der Himmel auf den Kopf fallen könnte, ist unseren Dörflern in diesen Minuten doch ziemlich mulmig zumute.

Da man gemeinsam stark ist, hat man sich in der Hütte von Häuptling Majestix zusammengekauert, um gemeinsam Blitz und Donner auszusitzen. Just als es wieder mal ordentlich rummst und blitzt, verdunkelt ein Schatten den Eingang zu des Häuptlings Hütte: Auf der Schwelle steht ein unheimlich wirkender Fremder, dem der Aufruhr der Elemente wenig ausgemacht zu haben scheint. Der stellt sich unseren Galliern als Lügfix vor und beendet so gut wie jeden Satz mit der Feststellung, er habe dies und das ja ohnehin vorher gewusst. Klar, dass der Mann jede Menge Vorwissen mitbringt, denn schließlich ist unser Lügfix - Trommelwirbel und Tusch, bitte - ein Seher.

Das Gros der Dörfler ist schwer beeindruckt, zumal der Gast seine Gabe schnell unter Beweis zu stellen scheint: Flugs wird aus den Innereien eines toten Fisches herausgelesen, dass auf Regen Sonnenschein folgt. Und siehe da: Der Mann hat recht, denn schon bald zieht das Gewitter weiter und der Himmel, wer hätt's gedacht, hellt sich auf. Bis auf Asterix und Miraculix sind unsere Helden nun endgültig überzeugt von Lügfix' Fähigkeit, in die Zukunft zu schauen. Es ist ja auch zu und zu schön, was der so alles voraussagt, denn Lügfix verspricht unseren Galliern nicht nur das Blaue vom Himmel herab, sondern erzählt jedem und jeder einzelnen von ihnen genau das, was die betreffene Person am liebsten hört.

Dorfgreis Methusalix wird der dritte Frühling prophezeit, Fischhändler Verleihnix sieht einer gloriosen Zukunft im Feinkosthandel entgegen, der ersten Frau des Dorfes wird ein Umzug ins mondäne Lutetia avisiert (und ihrem Mann Majestix die Berufung zum Senator - hört, hört!) Allein Asterix bewahrt einen kühlen Kopf, und weil er mit seinen Zweifeln nicht hinterm Berg hält, beschließt Lügfix ziemlich bald, seine Zelte auch wieder abzubrechen und ein hoffentlich in Summe noch leichtgläubigeres Publikum mit seiner Gegenwart zu beglücken.

Häuptlingsfrau Gutemine kann freilich nicht genug von den angenehmen Zukunftsaussichten bekommen, die der angebliche Seher verheißt, und so einigt man sich auf einen Kuhhandel: Der Seher bezieht heimlich Quartier irgendwo in den Wäldern rings ums Dorf, und Gutemine wird dafür sorgen, dass der Lesestoff-Nachschub rollt - denn unser Seher ist natürlich kein Schlemmer, sondern benötigt Speis und Trank nur, um daraus die Zukuft zu lesen (aus einer kühlen blonden Cervisia liest der Mann auch, "aber nur, wenn sie frisch gezapft ist".)
Und alles, so will es die Abmachung, muss natürlich unter dem Siegel der Verschwiegenheit geschehen, damit der Seher sein Dasein unbehelligt von einem Ungläubigen wie unserem pfiffigen Asterix fristen kann. Gutemine gelobt, nichts weiterzusagen, aber natürlich bleibt's beim Lippenbekenntnis, und schon bald unternehmen auffällig viele Bewohner des Dorfes Spaziergänge in den Wald, bei denen sie Wildschweine und andere Lebensmittel spazieren führen. Das weckt natürlich Asterixens Misstrauen, dem der wahre Grund für die plötzliche Waldeslust seiner Freunde nicht lange verborgen bleibt. Der Seher flieht vor Asterix, wird von einer römischen Patrouille aufgegriffen - und nun kommen die Geschehnisse erst so richtig in Fahrt ...

Auch "Der Seher" ist noch ein Ergebnis der fruchtvollen Zusammenarbeit von Texter René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo, der die Reihe seit dem Tode Goscinnys im Jahr 1977 alleinverantwortlich betreut. Den Bänden, die nach 1977 entstanden, fehlt in meinen Augen leider das gewisse Etwas - eben der erzählerische und texterische Witz eines Goscinny. "Der Seher" aber ist einer der Bände, in denen sich die zeichnerischen Talente Uderzos und Goscinnys Witz zu einem amüsanten Abenteuer vereinen, das Fans der Serie all das bietet, was man an einem Asterix-Abenteuer lieben kann, und mit dem Seher Lügfix ist Uderzo einmal mehr ein ausdrucksstarker Charakter gelungen, der die Serie um eine schillernde Gestalt bereichert.

Und so lautet meine Empfehlung: Kaufen - denn darauf zu warten, dass in Zukunft noch einmal ein ähnlich gelungener Band erscheint, ist vergebens (um das sagen zu können, muss man nicht einmal ein Seher sein).
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