Ich bin seit den Anfängen, und das seit immerhin fast 40 Jahren, Asterix Fan. Asterix hat mich eigentlich zu meinem Steckenpferd, der Geschichte, gebracht, weil ich mehr über die Hintergründe wissen wollte, und in meiner Kindheit die Phantasie beflügelt. Göttlich die Dialoge in den alten Heften. Geistreicher und intelligenter kann man das Interesse von Kindern an Satire und Geschichte wecken. Seit einigen Jahren bin ich aber nur noch enttäuscht. Es kommen keine richtigen Geschichten mehr. Alles was produziert wird, ist nur noch unzusammenhängender Kauderwelsch, der mit der eigentlichen Figur und der Seele der Asterix-Idee nichts mehr zu tun hat. Die letzten Hefte und Veröffentlichungen sind nur noch irgendwelche Episoden rund um die Figuren. Der neue Band ist nun die wer-weiß-vievielte Beweihräucherungs und Unnsinnsveröffentlichung. Seit Goscinny nicht mehr lebt, geht's mit Asterix bergab. Liegt's am fortgeschrittenen Alter von Albert Uderzo oder tatsächlich an Einfallslosigkeit, spätestens seit dem Einfall der Außerirdischen kaufe ich diese Hefte nicht mehr, das ganze wird mir zu absurd und abstrakt. Wenn man Asterix aus Einnahmegründen nicht sterben lassen will, sollte man sich schleunigst einen geist- und einfallsreichen, witzigen Texter suchen, der Asterix und seinen Galliern wieder Leben einhaucht. Ein Stern auch nur, weil kein Stern nicht möglich ist.