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Produktinformation
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Das Tagebuch der jungen Dänin Asta, das sie Anfang des Jahrhunderts in England beginnt, als sie als Einwanderin nach London kommt, ist für sie der einzige Gesprächspartner in ihren einsamen Tagen, die mit dem Betreuen der Kinder und dem Warten auf ihren Mann ausgefüllt sind. So hält sie die großen und kleinen Ereignisse fest, die ihrem Leben ein wenig Abwechslung bringen. Ein Kind wird geboren, in der Nachbarschaft geschieht ein Mord, die Haushälterin hat einen neuen Freund. Asta ahnt nicht, dass sich ihre bescheidenen Notizen viele Jahre später zu einem Bestseller auf dem Buchmarkt entwickeln werden, aber auch heftige Identitätsprobleme bei ihren Töchtern heraufbeschwören, denn es tauchen plötzlich anonyme Briefe auf, die die Richtigkeit von Astas Notizen anzweifeln. Doch ein bisschen Mogeln muss doch auch in einem intimen Tagebuch erlaubt sein, das ja nun wirklich nicht für fremde Augen bestimmt ist.
Der Roman Astas Tagebuch ist ein rascher Gang durch die Zeit vom Anfang des Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Zu Beginn der Lektüre ist das Kennenlernen der verschiedenen Personen und Zeitebenen eine Herausforderung an die Konzentration des Lesers, doch das beigelegte Lesezeichen des Verlages, das die Schauplätze und Familienbeziehungen zusammenfasst, erleichtert diese Arbeit. Die Autorin spielt dann ein spannendes Spiel, indem sie auf eine unglaublich gekonnte Art zwischen den Zeiten und Personen in ihrer Handlung wechselt. Einem großen Puzzle gleich werden dem Leser kleine Infos zu den Tagebuchnotizen an die Hand gegeben und immer wieder versucht er, die Puzzleteile stimmig zusammenzusetzten. Doch erst am Schluss -- auf den letzten Seiten, nach etlichen Irrgängen -- lüftet die Autorin das Geheimnis um einen viele Jahre zurückliegenden Mord und das rätselhafte Verschwinden eines Kindes. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Man sollte ein gutes Namens- und Personengedächtnis parat haben, denn jeder spielt eine Rolle. Erst auf den letzten Seiten des Buches stellt sich heraus, wie wichtig die vielen Nebenfiguren sind. Die vielen Wendungen, die die Handlung erfährt, die wechselnden Bedeutungen der Personen und die Tiefe der Charaktere machen das Buch ausgesprochen lesenswert. Auch das Ende, das eine plausible, befriedigende Lösung bietet, ohne den Knalleffekt zu ruinieren, gefiel mir sehr. Das einzige, was mich ein wenig stört, sind die manchmal sehr plötzlichen Wechsel zwischen den Zeiten, bei denen man hin und wieder zurückblättern muß, um festzustellen, in welchem Jahrzehnt man sich gerade befindet.
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