Zu allererst muss ich sagen, dass ich sehr gespannt war auf die Neuverfilmung des Klassikers, denn es ist eine große Herausforderung, es mit einem waschechten John Carpenter – Film aufzunehmen und dementsprechend war ich sehr erfreut, dass es doch gewagt wurde. Erfreut war ich darüber, dass die Story nicht 1:1 übernommen, sondern ein wenig der heutigen Zeit angepasst wurde. Statt den damals eher unbekannten Schauspielern Austin Stoker und Darwin Joston, stehen sich hier Ethan Hawke als Polizeichef und Laurence Fishburn als kaltblütiger Copkiller gegenüber. Bis auf einige kleine Änderungen, ist der rote Faden der Story geblieben. Es ist der 31.Dezember und Schauplatz des gesamten Films ist das 13. Revier in Detroit. Dieses soll einen Tag später geschlossen werden und um das zu gewährleisten, wird Sergeant Jake Roenick (Ethan Hawke) abkommandiert, die Schließung am Neujahrstag vorzunehmen. Außer ihm schieben noch zwei weitere Polizisten und eine Sekretärin Dienst in der verwaisten Gegend und während draußen der schlimmste Schneesturm seit langer Zeit tobt, bereiten sich alle auf einen ruhigen Jahreswechsel vor. Doch, dazu kommt es nicht, denn aufgrund der Wetterlage muss ein Gefangenentransport im 13. die Gefangenen zwischenlagern und auf Wetterbesserung warten. Unter den vier Schwerverbrechern (in einer kleineren Rolle: Ja Rule) befindet sich auch der gefährlichste Killer, Marion Bishop. Bekannt geworden und berüchtigt für mehrere kaltblütig ausgeübte Polizistenmorde. Roenick missfällt diese Tatsache natürlich, doch er hat keine Wahl und stimmt schließlich zu, die Gefangenen im Gefängnistrakt einzuschließen und bis zum Morgen zu warten. Von nun an wenden sich die Dinge gegen ihn. Ohne Vorwarnung werden zwei Polizisten aus dem Hinterhalt erschossen und Roenick erkennt schnell, dass er es nicht mit Anfängern zu tun hat. Mehrere Stunden wird das Revier von außen beschossen und das Entsetzen ist groß, als die Eingekesselten erkennen müssen, dass sie selbst von Polizisten beschossen werden. Roenick hat nur eine Wahl: Er muss die Gefangenen aus den Zellen holen und sie bewaffnen. Zusammen versuchen sie, die immer aggressiver werdenden Angriffe abzuwehren und ihr Leben zu retten. Nachdem zwei Fluchtversuche nicht glücken und drei der Gefangenen dabei ihr Leben lassen, muss Roenick einsehen, dass der Kampf aussichtslos scheint. Das Revier wird gestürmt, doch durch einen stillgelegten Zugang zur Kanalisation im Keller des Reviers gelingt es den Überlebenden, der Gefangennahme zu entgehen. Doch warum versuchen die Polizisten überhaupt, Bishop, Roenick und seine Leute zu töten? Auf diese Frage gibt es eine simple, aber interessante Antwort, denn bei den Angreifern handelt es sich um korrupte Polizisten, die durch eine Aussage Bishops in den Knast wandern könnten, da dieser nur allzu gut über die zwielichtigen Ordnungshüter Bescheid weiß. Ob den Gejagten die Flucht gelingt, wird nicht verraten :)
Wie im Original, ist auch in der Neuverfilmung das Revier der Hauptschauplatz, doch während im Sequel korrupte Polizisten für ein Feuerwerk der Schusswaffen sorgen, waren es im Original Bandenmitglieder, die sich für den Mord an einem ihrer Mitglieder rächen wollten.
Meiner Meinung nach hat die Neuverfilmung durchaus 4 Sterne verdient. Zwar wird es niemals möglich sein, die Originalität Carpenters zu kopieren, doch durch hervorragende Schauspielleistungen von Hawke und Fishburne und durch die konstante Spannung ist es vergnüglich, sich diesen Film anzuschauen. Ich würde aber natürlich jedem dringend raten, sich das nun auch auf DVD erschienene Original anzuschauen, denn die einzigartigen Spannungsmomente kann eben doch nur John Carpenter so erzeugen, dass sich eine Gänsehaut über die Haut legt. Dementsprechend bin ich natürlich auch sehr gespannt auf die nächste Neuverfilmung eines Carpenter Klassikers. Nächstes Jahr wagt sich „The Fog“ in unsere Kinos und wir dürfen gespannt sein, wie nahe diese Neuverfilmung Carpentes Genialität kommt.