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Das Fantasy Element in der Farseer-Trilogie ist keine Effekthascherei und wurde behutsam eingesetzt. Die "Magie" folgt einer eigenen Logik, wodurch ihre Konsequenzen erklärbar werden. Ein paar Ideen von Hobb waren auch für mich als alten Fantasy Hasen wirklich neu.
Bemerkenswert ist auch, dass die zweite große Trilogie von Robin Hobb "The Liveship Trader" in der gleichen Welt spielt und Hobb mittlerweile eine Nachfolge-Trilogie für die Farseer-Reihe begonnen hat. Gut daran ist, dass man die ersten beiden Trilogien ohne weiteres für sich alleine lesen kann, ohne dass es unvollständig wirkt. Man kann aber auch der Sucht (es macht einfach süchtig ;) nachgeben und sich an den dezenten Verknüpfungen zwischen den Büchern erfreuen. Insgesamt schafft Hobb da eine ganz bemerkenswerte Fantasywelt und steht in meiner persönlichen Fantasy-Hitliste gleichauf mit George R. R. Martin auf Platz eins.
Allen denen Martins großer Fantasy-Zyklus gefällt und die Spass an komplexen und nachvollziehbaren Charakteren haben, kann ich nur empfehlen zu zugreifen.
Dies ist der erste Band des "The Farseer"-Zyklus, zu dem folgende Bände gehören: 1. "Assassin's Apprentice" ("Der Adept des Assassinen"); 2. "Royal Assassin" und 3. "Assassin's Quest". Der erste Band kann dabei auch für sich gelesen werden. Auch wenn einige Handlungsstränge auf die folgenden Bände verweisen, ist die Geschichte in sich abgeschlossen und befriedigend.
Das englische Original eignet sich jedoch nicht für Leser, die im Englischen ungeübt sind, weil es eine sehr komplexe, wunderschöne und reiche Sprache und Vokabular verwendet.
Zur Handlung: Ausgerechnet der ehrenhafte Prinz Chivalry hat einen Bastard gezeugt. Als der Bastard an seinem 6. Geburtstag von seinem Großvater bei der königlichen Garde abgeliefert wird, muß Chivalry abdanken. Niemand weiß so recht, was man mit dem Jungen anfangen soll, und so wird er zunächst einfach vergessen ...
Wie bereits erwähnt, ist die Sprache des Buches wunderschön. Hobb schafft es, Personen und Landschaften so zu beschreiben, daß man sie sich bildlich vorstellen kann. Gleichzeitig sind diese Beschreibungen nie langatmig. Man bekommt auf subtile Weise vermittelt, wie sich die Personen im Lauf der Jahre verändern. Das Buch wird aus der Sicht des heranwachsenden Bastards erzählt, und seine Wahrnehmung und Beschreibung von Situationen, Orten und Personen verändert sich mit seinem Alter und seiner Persönlichkeitsentwicklung. Die Figuren sind dabei alle ambivalent und wirken dadurch echt.
Schließlich beschäftigt sich das Buch (allerdings eher unterschwellig und nebenbei) mit Fragen wie Einsamkeit, Treue, Vertrauen, Versagen und dem Nutzen von Menschen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)



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