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Das Fantasy Element in der Farseer-Trilogie ist keine Effekthascherei und wurde behutsam eingesetzt. Die "Magie" folgt einer eigenen Logik, wodurch ihre Konsequenzen erklärbar werden.
... Lesen Sie weiter... ›Dies ist der erste Band des "The Farseer"-Zyklus, zu dem folgende Bände gehören: 1. "Assassin's Apprentice" ("Der Adept des Assassinen"); 2. "Royal Assassin" und 3. "Assassin's Quest". Der erste Band kann dabei auch für sich gelesen werden. Auch wenn einige Handlungsstränge auf die folgenden Bände verweisen, ist die Geschichte in sich abgeschlossen und befriedigend.
Das englische Original eignet sich jedoch nicht für Leser, die im Englischen ungeübt sind, weil es eine sehr komplexe, wunderschöne und reiche Sprache und Vokabular verwendet.
Zur Handlung: Ausgerechnet der ehrenhafte Prinz Chivalry hat einen Bastard gezeugt. Als der Bastard an seinem 6. Geburtstag von seinem Großvater bei der königlichen Garde abgeliefert wird, muß Chivalry abdanken. Niemand weiß so recht, was man mit dem Jungen anfangen soll, und so wird er zunächst einfach vergessen ...
... Lesen Sie weiter... ›Die Handlung umspannt mehrere Jahre, doch die Autorin weiß hier den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten - mit wenigen verbalen Pinselstrichen gelingen ihr dreidimensionale Darstellungen, und dass sie manches nur in kurzen Andeutungen skizziert und nicht zu Tode ausformuliert, ist oft ihre größte Stärke. Die von ihr erschaffene Welt der Six Duchies und des Mountain Kingdom ist komplex und hintergründig, und Details werden sehr gut aufgegriffen und weiterentwickelt - z.B. Hobbs Darstellung von Instrumentarien der Diplomatie im Roman sucht ihresgleichen. Ihre Welt überzeugt mit einer kreativen und innovativen Zusammenstellung der klassischen Fantasy-Versatzstücke (z.B. Skill und Wit).
Bei der Entwicklung ihrer Protagonisten zeigt Hobb ihr großes erzählerisches Talent. Der pubertierende, oft zerrissene Ich-Erzähler Fitz ist ein großartiger Wurf, aber auch die Nebenfiguren wie Burrich, Verity, Rurisk und natürlich der Fool sind hervorragend gelungen.
"Assassin's Apprentice" kann für sich allein gelesen werden, macht aber süchtig und verführt zum Kauf der zwei weiteren Farseer-Bände. "Royal Assassin" ist genauso gelungen wie "Assassin's Apprentice", "Assassin's Quest" ist hingegen etwas unrund (etwas holprige erste Hälfte, sehr spannende zweite Hälfte, das Ende fällt ab) - aber allein die unterdrückte Erotik zwischen Fitz und Fool lässt den dritten Band schon knistern!
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