Auch ich habe mich lange durch Testberichte gequält um ein passendes Mainboard für den
Intel Quad Core Prozessor (Intel Core i7-2600K, 3,4GHz, 8MB Cache, 1155 Sockel) zu finden.
Der Z68 Chipsatz von Intel vereint die jeweiligen Vorzüge der Chipsätze H67 (Sandy Bridge Grafik nutzen) und P67 (einfache Übertacktung) und ergänzt nette Features wie Intel Smart Response.
In vielen Testberichten nehmen sich die Z68 Mainboards leistungstechnisch sogut wie nichts, daher kann man vor allem auf die gebotenen Features achten.
Positiv:
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+ Grafikausgänge (VGA,DVI,Displayport und HDMI)
Einige Mainboards mit Z68 Chipsatz verzichten leider auf jegliche Grafikausgänge. Man kann zwar einige Features nutzen aber ein Betrieb ohne extra Grafikkarte ist leider nicht möglich. Wer so oder so eine Grafikkarte einbauen will, dem kann das natürlich egal sein aber mir war die Option wichtig. Außerdem ist dadurch der Betrieb von vier Monitoren (unter Windows 7) möglich auch ohne auf AMDs Eyefinity Technologie oder zwei Grafikkarten zu setzen. Ich habe beispielsweise zwei Monitore an meine
MSI N560GTX-Ti Twin Frozr II/OC Grafikkarte (PCI-e, 1024MB GDDR5 Speicher, Dual DVI-I, HDMI, 1 GPU) (2xDVI) angeschlossen und einen weiteren Monitor und einen LCD-Ferneher an das Mainboard (VGA und HDMI).
In wie fern das zum Spielen geeignet ist kann ich nicht sagen aber ich habe Dirt2 im Fenstermodus mal so vergrößert, dass es über die drei Monitore ging und das funktionierte auch problemlos. (Besser bekommt man es vielleicht mit SoftTH hin aber das habe ich nicht getestet).
+ SLI/Crossfire-Support
Im Moment habe ich dafür noch keinen Bedarf aber ich wollte es mir für die Zukunft offen halten. Das Mainboard besitzt
keinen Nvidia NF200 Chip das heißt, dass der oberste Slot für die Grafikkarte nur mit x16 läuft, wenn eine Grafikkarte eingebaut ist. Wird in den zweiten Slot eine weitere Karte eingebaut "teilen" sich beide Slots die Lanes und laufen mit x8/x8. Laut vielen Berichten ist aber der Unterschied zwischen x16 und x8 sowieso sehr gering (wer sich überzeugen möchte kann ja mal nach "Einfluss von PCIe x8 und x16" suchen).
Angeblich soll es möglich sein 3 Grafikkarten auf dem Mainboard zu betreiben, was ich aber für Unsinn halte, da zum einen dann die Grafikkarten mit x8/x8/x4 (der Schritt von x8 auf x4 ist schon um einiges "schlimmer" als von x16 auf x8) laufen und man wohl weder die PCI noch einige Headeranschlüsse benutzen kann (wenn man von Dual-Slot Grafikkarten ausgeht).
Wer wirklich die volle Lanezahl braucht oder wer schon jetzt den nächsten PCIe 3.0 Standard (der aber wohl erst von der nächsten Prozessorgeneration Ivy Bridge unterstüzt wird) haben möchte sollte sich mal einige Alternativen von AsRock (u.a. Z68 Extreme7 Gen3 und Z68 Extreme4 Gen3) ansehen.
+ Lüfteranschlüsse und Steuerung
Das Mainboard hat zwei Anschlüsse für CPU Lüfter, drei Anschlüsse für Gehäuselüfter und einen weiteren "PowerFan" Anschluss. Bis auf den PowerFan Anschluss (Gehäuselüfter, der immer mit voller Drehzahl läuft) kann man alle Lüfter über das mitgelieferte Programm "AsRock Extreme Tuning Utility" im laufenden Betrieb oder im UEFI regeln. So habe ich sogar die Gehäuselüfter in meinem
Coolermaster HAF-X RC-942 PC-Gehäuse mit Sichtfenster einigermaßen "silent" bekommen.
+ USB3.0 Frontpanel mitgeliefert
Sehr gut gefiel mir, dass ein Frontpanel für USB3.0 mitgeliefert war, dass an den USB3.0 Header am Mainboard angeschlssen wird. Mein HAF X Gehäuse hat schon Anschlüsse dafür aber die Kabel müssten aus dem Gehäuse herausgeführt und hinten angeschlossen werden. Da man die Front vom mitgelieferten Frontpanel abschrauben kann hatte ich somit zwei interne USB3.0 Anschlüsse, die ich dafür nutzen konnte. Sehr praktisch wenn das benutzte Gehäuse noch nicht über einen USB3.0 Headeranschluss verfügt.
+ Viele Sata Anschlüsse
Das Board bietet insgesamt 8 Sata Anschlüsse (4x Sata II und 4x Sata III), wovon zwei Sata III über einen Marvell SE9120 Controller bereit gestellt werden und der Rest über den Z68 Chipsatz. Das hat zur Folge, dass man sich genau überlegen sollte, welche Geräte man an den Marvell Controller anschließt, denn diese Geräte sind zwar bootbar, aber wenn man die Bootfähigkeit aktiviert verzögert sich der Start etwas und man kann die dort angeschlossenen Geräte auch nicht über das F11 Bootmenü zum Start auswählen.
+ Übertacktungsmöglichkeiten
Ich habe damit noch nicht viel experimentiert (außer den Multiplikator mal testweise auf 40 zu stellen (=4,0 GHz), was auch problemlos ging), da ich momentan keinen Bedarf für noch mehr Leistung habe aber im UEFI habe ich sehr viele Einstellungsmöglichkeiten gesehen, die Overclockern bestimmt kaum Wünsche offen lassen.
+ Linux-Unterstützung
Ein nicht außer Acht zu lassender Faktor. Nach der Installation von Ubuntu 11.04 lief alles ohne Nachbearbeitung (bis auf den Etron USB3.0 Controller, der wohl erst ab Kernelversion 2.6.38-11 unterstützt wird [lief bei mit erst nach Aktivierung der proposed (= vorab veröffentlichte Updates) Paketquelle, die Updates werden aber wohl bald in den normalen Updateprozess eingehen].
Getestet habe ich: Audio (sowohl analog als auch SPDIF und Frontaudio), USB2.0, Sandy Bridge Grafik (im UEFI auf "onboard" stellen), externe Grafik (im UEFI auf "PCIE" stellen), USB3.0 (nach Update wie erwähnt), Hot-Swap, Sataanschlüsse funktionieren auch alle.
Nicht getestet: Firewire und E-Sata (habe nichts um die Anschlüsse zu testen)
Neutral:
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° Kein Wlan und Bluetooth
Es wäre ganz nett, wenn diese Features mit an Board gewesen wären aber man kann (wenn man sie denn braucht) beide ganz einfach per PCI Karte oder USB nachrüsten.
Negativ:
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- Position der PCIe x1 Slots
Die beiden PCIe x1 Slots sind über und unter dem für die Grafikkarte vorgesehenen Slot. Benutzt man einen großen CPU-Kühler ist der obere Slot nicht benutzbar. Benutzt man eine Dual Slot ist der untere PCIe Anschluss nicht benutzbar. Somit habe ich leider gar keinen PCIe x1 Anschlss zur verfügung und müsste den PCIe x4 Anschluss "missbrauchen" um eine PCIe x1 Karte zu benutzen. Es wäre sinnvoller gewesen, wenn man die Position des obersten PCIe x1 und des untersten PCI SLots getauscht hätte.
Fazit:
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Nach dieser langen Auflistung komme ich zu dem Schluss, dass das Mainboard ein sehr guter Kauf war und kann nur eine Kaufempfehlung geben. Der Preis ist ebenfals für das gebotene sehr gut.