Nun normalerweise schaue ich alles wo Cowboys drin vorkommen, ja ist im laufe der Jahre zu einer Sucht geworden :P. Nun kam ich irgendwann auch bei dem Film Asphalt Cowboy oder im Original Midnight Cowboy an. Nun ich habe selbst auch schon den Job des "Cowboys" gemacht, die Kühe auf die Weide getrieben und Abends wieder zurück in die Ställe. Aber ich habe auch noch ein Studium absolviert. Nun warum die Info, weil der Cowboy hier gerade wo er vom Land kommt sehr naiv wirkt und in der Stadt wie New York wirklich von alles und jedem über den Tisch gezogen wird und auch allgemein eher den Eindruck macht, als wäre er wirklich nicht der hellste. Somit wollte ich nur andeuten, das nicht alle aus diesem Berufsstand so "merkwürdig" sind.
Nun die Geschichte hat aber was für sich, ein ziemlich dümmlicher Cowboy (sehr naiv) zieht es in die Grosstadt um sein Glück als Prostituierte zu versuchen, notfalls auch mit Männern. Da trifft der Cowboy auf einen Versager, der ihn zwar zuerst auch nur an die Kohle will, die das Schicksal aber dennoch zusammenschweisst und sie ihr Glück versuchen, als Handlanger und Manager...
Ja aber dem Cowboy wird in dem Film mehr oder weniger mit Feindseeligkeit begegnet. Entweder wird er verspottet, verjagt. Ein Symbol dafür, das die Cowboys bzw. der wilde Westen tot sind. (Ich persönlich glaube das ist Ansichtssache). Aber ok, die Message kommt klar rüber und der Film endet mit einer "Ironie des Lebens" wie man sagen würde.
Die technische Ausstattung scheint mir bescheiden! Ich habe berücksichtigt, das der Film schon "zig" Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch komme ich nicht umhin anzumerken, das der Film eine echt harte grobe Körnung hat an manchen Stellen, die schon VHS mäßig anmutet. Vielleicht war das gewollt, von daher halte ich mich mit bösen Worten zurück. Aber mir hat das nicht so gut gefallen. Man bedenke, das die Technik es heute möglich gemacht hätte, das Bild ein wenig zu bügeln... Aber da MGM ja Insolvent ist, lass ich das jetzt mal so stehen.
Fazit: Eine gelungene gesellschaftliche Kritik, die nicht umhin kommt, den Reichen die Auswirkungen ihres tuns vor die Augen zu halten. "Reiche Scheffeln, die Armen gehen unter". Oder wie Jesus sagte: "Der hat, der bekommt noch mehr und der nicht hat, dem wird auch noch weggenommen".