Asoka beschränkt sich auf diejenigen Phase im Leben des indischen Herrschers, die durch seine Entwicklung zum blutrünstigen Schlächter gekennzeichnet war. Das Unglück einer totgeglaubten Geliebten lässt sein Herz erkalten. Die Zeit, in der der historische Asoka zahlreiche Tempel bauen ließ und wesentlich zur Ausbreitung des Buddhismus beitrug, wird nur noch im Abspann erwähnt. Natürlich verkauft sich Action besser. Die zu einem Indien-Urlaub einladenden und doch nicht kitschigen, mit einem Filmfare-Award ausgezeichneten Aufnahmen des Regisseurs Santosh Sivan, der am Drehbuch mitschrieb und eben auch die Kamera führte, tauchen die tränenrührende Liebesgeschichte mal in romantisches, mal in dramatisches Licht. Die auf der DVD einzeln anwählbaren 5 Titel des Soundtracks, im Grunde Videoclips (also Ausschnitte aus dem Film), stammen von Anu Malik und gehören zum Besten, was indische Musik und Choreographie zu bieten hat. Die beiden letzten Songs höre ich mir oft an, um in gute Stimmung zu kommen und ein bisschen in meinem Zimmer abzutanzen. Gerade Einsteigern in die Filmkunst Bollywoods vermag dieser Film mit seinem allseits beliebten Hauptdarsteller Shahrukh Khan Lust auf mehr zu machen. Hoffentlich findet Asoka einen Verleih, der ihn in Deutschland in die Kinos bringt, denn solch ein Epos wirkt natürlich noch intensiver auf großer Leinwand.