6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beware of the Crocodiles!, 21. Februar 2009
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Asmodee - Days of Wonder 200307 - Kleopatra und die Baumeister (Spielzeug)
Bei diesem Spiel schlüpft man in die Rolle eines Baumeisters, der die Aufgabe hat, Kleopatras Palast zu erbauen. Leider ist man mit dieser Aufgabe nicht allein, und nur der fleißigste Baumeister mit den meisten Talenten wird gewinnen. Wer dabei jedoch zu korrupt ist, wird am Spielende den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen'
Erfahrung:
***Einstieg:***
Auf den ersten Blick wirkt das Spiel unheimlich komplex, auch der Aufbau nimmt einige Minuten in Anspruch. Jeder Spieler erhält neben seinem Spielmaterial auch eine Merkkarte, auf der Ablauf eines Zuges, Baukosten & Wertung sowie die Charakterkarten erläutert sind.
Die Anleitung ist ebenfalls sehr übersichtlich, und essentiell sind auch nur die ersten 4 Seiten der Anleitung, in denen das Spiel erklärt wird. Der Rest beinhaltet eine Art "Übersicht" der im Spiel vorkommenden Korruptionskarten sowie Wertungsbeispiele ist, die sich aber durch ihre Aufschrift selbst erklären (zudem hat man die Übersicht auch nochmal auf der persönlichen Merkkarte).
Obwohl das Spiel viele Möglichkeiten bietet, das Blatt zu wenden, sind die Spielzüge einfach gestaltet, und man kommt schnell ins Spiel hinein. Schon im ersten Spiel kann man eine Art Taktik entwickeln und wir mussten auch nur 1x etwas in der Anleitung nachschlagen.
***Ablauf:***
Das Spiel ist trotz des verhältnismäßig leichten Einstiegs relativ komplex, der Ablauf eines Spielzugs jedoch immer gleich:
Der Spieler kann bei seinem Zug entweder Karten vom sog. "Markt" aufnehmen, die er später zum Bauen benötigt, oder ein oder mehrere Palastteil(e) bauen.
Für das Bauen von Palastteilen gibt es sog. "Talente", diese werden am Ende des Spiels gezählt und der Baumeister mit den meisten Talenten gewinnt.
Das wäre jedoch zu einfach, deshalb gibt es einige Raffinessen: Am Markt sind beispielsweise nicht alle Karten eines Stapels, den man aufnehmen kann, sichtbar, sodass man auch immer ein bisschen die "Katze im Sack" nimmt. Hinzu kommt, dass die Anzahl Karten auf der Hand beschränkt ist, ansonsten hagelt es Korruptionspunkte. Auch einige der Karten bringen, wenn man sie einsetzt, Korruptionspunkte, und so muss man aufpassen, dass man am Ende nicht derjenige ist, der den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen wird. Nach jedem Bau eines Palastteils werden auch die "Würfel des Hohepriesters" geworfen, was in unregelmäßigen Abständen zu einem Opfer für selbigen führt, bei dem man Korruptionspunkte loswerden, aber auch dazubekommen kann. Zuletzt kann man mit dem Mosaik, welches eines der Palastteile ist, das gebaut werden muss, noch sog. "Heiligtümer" errichten, in denen auch nochmal einige Korruptionspunkte verschwinden.
Sind 5 von 7 Palastteilen fertiggestellt endet das Spiel, nun werden die verbleibenden Korruptionspunkte jedes Spielers gezählt, derjenige mit den meisten scheidet aus. Die anderen zählen ihre gesammelten Talente, und der Spieler mit den meisten Talenten gewinnt das Spiel.
***Spieltiefe / Langzeitspielspaß:***
Das Spiel bietet, durch die vielen Möglichkeiten, absoluten Langzeitspielspaß. Wir haben es in der letzten Woche schon mindestens 10x gespielt, ohne dass es auch nur eine Sekunde langweilig geworden wäre. Besonders gut gefällt mir, dass sich nicht nach der Hälfte bereits ein Sieger abzeichnet, sondern man nie genau weiß, wo man steht, da man die Korruptionspunkte der anderen Spieler nicht einsehen kann, und damit nicht weiß, welcher der anderen Spieler am Schluss ausscheidet.
Der Glücksfaktor ist relativ gering, einzig die Karten, die man auf dem Markt aufnehmen kann, sind ein wenig vom Glück abhängig, können manchmal aber schon ein wenig ärgern :-)
Man hat einige Möglichkeiten zum Taktieren, dennoch gibt es eigentlich keine Wartezeiten und laufen die Spielzüge recht zügig ab, sodass es für die anderen nicht langweilig wird, wenn einer dran ist.
Die auf der Packung angegebene Spielzeit von 60 Minuten kommt recht gut hin, wir haben es mir 3 und 4 Spielern ausprobiert. Auf den Spielspaß hatte die Anzahl der Spieler keinen Einfluss.
Die Altersangabe von 10 Jahren ist aus meiner Sicht ok, allerdings sollten Kinder in dem Alter bereits einige Erfahrungen mit komplexeren Spielen gesammelt haben, um das Potential dieses Spiels auch ausschöpfen zu können.
***Design & Qualität:***
Das Spiel ist wunderschön gestaltet und besteht aus einem stabilen Spielplan, Karten, Pappkärtchen sowie Palastteilen und Figuren aus Plastik.
Die Qualität ist sehr gut und das Material bis auf die Plastik-Spielfigürchen auch sehr robust.
Der Karton ist gut durchdacht, die Karten und Kärtchen werden in passenden Fächern verstaut und das Baumaterial sortiert in einer speziellen Halterung aufbewahrt.
***Fazit:***
Kleopatra ist eines der schönsten Spiele, die ich in letzter Zeit kennengelernt habe. Trotz großer Spieltiefe und vielen Möglichkeiten fällt der Einstieg relativ leicht. Das Spielmaterial ist ansprechend gestaltet und robust, und man hat langfristig viel Spaß an diesem Spiel. Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis!
Daher vergebe ich gerne 5 Sterne und eine absolute Empfehlung!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Willkommen in Ägypten!, 5. Mai 2006
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Asmodee - Days of Wonder 200307 - Kleopatra und die Baumeister (Spielzeug)
Dieses schön gestaltete Spiel besticht als erstes durch die Unmenge an Spielmaterial, das gerade so in die Box passt. Doch keine Sorge, das gesamte Material lässt sich nach jedem Spiel wieder sehr gut verstauen, so dass keine Teile umherschwirren.
Doch zum Spiel:
So leicht es scheint bei den beiden Möglichkeiten, die man im Spiel hat, nämlich Karten nehmen oder bauen, umso schwieriger ist es, sich für die richtige Vorgehensweise zu entscheiden. Um Kleopatras Palast wieder aufzubauen, werden verschiedene Elemente angeboten, die gegen entsprechende Ressourcen (Stein, Holz, Lapislazuli oder Marmor) und Arbeiter beschafft werden können. Beim Bau selbst erhält man nach verschiedenen Regeln Geld, gleichzeitig kann es aber auch sein, dass man gestohlene Ressourcen oder korrupte Arbeiter für den Bau verwendet hat. In diesem Fall erhält man Korruptionsamulette, von denen man allerdings nicht zu viele haben sollte, da man sonst am Ende dem Krokodil zum Fraß vorgeworfen wird und in die Endwertung erst gar nicht mehr mit hinein kommt. Auch wenn es am Ende wichtig ist, möglichst viel Geld zu haben, wer die meisten Korruptionsamulette besitzt, fliegt raus. Mit Hilfe von Sonderkarten oder dem Hohepriester lässt sich die Anzahl der korrupten Amulette verringern, wobei man nie weiß, wieviele die Gegner so in ihrer kleinen Pyramide haben.
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