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Ziel des Spiel ist es am Ende die meisten Punkte zu erlangen. Punkte können die Spieler erlangen indem sie Orte mit ihrem Streckennetz (dargestellt durch farbige Wagons) verbinden, doch wer richtig punkten will der hält sich an die zuvor gezogenen Missionen, welche jeweils zwei Orte vorgeben die verbunden werden sollen. Je nach Länge der Strecke erhält man mehr bzw. weniger Punkte. Der Spieler welcher die längste Strecke von allen besitzt erhält zudem noch Bonuspunkte.
Um Strecken in Besitz nehmen zukönnen müssen zunächst Karten in der Farbe des jeweiligen Streckenabschnitts gezogen werden. Dabei kann man entweder viele kleine Abschnitte unterschiedlicher Farben belegen oder auf einen langen einfarbigen Abschnitt "sparen".
Rein optisch ist das Spiel ein Augenschmauss, der Spielplan (eine Karte von Nordamerika) und die Spielkarten sind sehr schön gestaltet, störend wirken nur die etwas hässlichen Plastikwagons, was mir aber wärend des Spiel kaum auffällt, da ich mit dem Planen meiner Streckenführung vollauf beschäftig bin.
Damit wären wir auch schon bei dem meiner Meinung nach pädagogisch sehr wertvollen Element des Spiels. Wichtigste Voraussetzung für den Sieg ist vorauschauende Planung. Nur wer sinnvoll seine Missionen auswählt und seine Strecke optimal auf diese abstimmt kann gewinnen. Dabei ist oftmals auch Improvisation gefragt, denn je mehr Spieler mitspielen desto eher kommt man sich in die Quere. Das hat dann auch schon mal den berühmten Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Effekt, wenn man gerade alle Karten für seinen großen durchbruch nach Norden zusammen hat dann aber ein Mitspieler im letzten Moment seine zwei Joker auspackt und alles zunichte macht, indem er die begehrte Strecke besetzt, dann heißt nicht nur eine Plan im Kopf zu haben. Man sollte also nicht nur seine Strecken und Karten im Blick behalten sondern auch die seiner Gegner.
Ein ganz netter Nebeneffekt ist zudem, dass man ganz nebenbei die größten Städte Nordamerikas kennenlernt.
Jeder der gerne Gesellschaftsspiele spielt bei denen nicht nur Glück, sondern auch gekonnte Planung im Spiel ist, sollte sofort zugreifen. Die Regeln sind binnen 10 Minuten gelernt und da eine Partie im Schnitt keine Stunde dauert ist das Spiel auch was für Zwischendurch.
Die Anleitung ist sehr kurz und einfach gehalten (doppelseitiges DIN A4 Blatt), ca. 20 Minuten zum Lesen (einfacher: man schnappt sich jemanden, der es schon gespielt hat), aber spätestens nach dem ersten Spielen dürften keine Fragen mehr offen sein.
Das Spielbrett ist einfach und solide (stabiler Hartkarton) und passt auf jeden normalen Esszimmer-/Wohnzimmertisch. Die Waggons hätten ruhig auch aus Holz sein können, die Zählsteine sind es, dafür sind aber von jeder Spielfarbe 5 Ersatzwaggons dabei.
Die Spieleranzahl ist ab 2 bis 5 Personen angegeben. Allerdings ist es keine wirkliche Herausforderung zu Zweit, auch wenn die Doppelstrecken dann nur einmal bebaut/befahren werden dürfen. Interessant wird es erst ab 3 Spielern, bei 4 Spielern ist dann schon wirklich Strategie gefordert.
Fünf Spieler halte ich persönlich für überladen, wenn ich denke dass wir zu 4. schon die besten Knoten auf einem Haufen gebildet haben und keiner mehr so richtig mit seiner vorgegebenen Strecke vorran kam.
Meine persönliche Spieleranzahl-Empfehlung liegt somit bei 3-4 Spielern.
Ich habe noch niemanden erlebt, den man mit diesem Spiel nicht begeistern konnte. Es bietet kurzweilige Unterhaltung (Spielzeitangabe 30-60 Minuten), und wird bei mehrmaligem Hintereinanderspielen nicht gleich langweilig, da man ja immer wieder neue Strecken zu bewältigen hat. Der Streckenbau wird zwar anhand von gezogenen Streckenkarten vorgegeben, aber es gibt mindestens immer einen Spieler der einem quer kommt und somit ist Umplanung angesagt.
Jemand verglich es schon mit 'Union Pacific' und meinte dies sei ein billiger Abklatsch, allerdings steckt hinter 'Union Pacific' der gleiche Spiele-Autor (Alan R. Moon) und dort liegt die Altersangabe bei 12+, 'Zug um Zug' bei 8+ - in meinen Augen nicht wirklich vergleichbar.
Alles in Allem bekommt man ein Gesellschaftsspiel, das nett aufgemacht ist und nicht allzuschnell ins Langweilige abdriftet.
Absolut familien- und spielrundentauglich.
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