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Service-Informationen von Spielzeug-Herstellern zusammengestellt für den Fall, dass Probleme bei einem Produkt auftreten sollten oder Sie weitere technische Informationen benötigen.
| Lernziel: | Strategie, Taktik |
| Sprache(n): | Deutsch unknown, Deutsch published |
| Modell: | 7232 |
| Anzahl Spieler: | 2 bis 5 |
| Zusammenbau nötig: | Nein |
| Batterien notwendig : | Nein |
| Batterien inbegriffen : | Nein |
| Material: | Karton/Papier (Hauptsächlich) |
Produktinformation
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Produktsicherheit
Für dieses Produkt gibt es folgende Sicherheitshinweise
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Die Bahnhöfe: Jeder Spieler erhält zu Beginn drei Bahnhöfe in seiner Spielfarbe, die er auf jede noch freie Stadt bauen kann. Dies geschieht im Rahmen des normalen Spielzuges, so dass man nun, zusammen mit den Möglichkeiten „Zugkarten ziehen", „Zugstrecke bauen" und „Zielkarten ziehen" insgesamt vier Aktionsalternativen hat, wenn man an der Reihe ist. Ein Bahnhof erlaubt es seinem Besitzer, EINE EINZIGE von diesem Bahnhof ausgehende Strecke eines Mitspielers zu nutzen. Somit kann man durch den Bau eines Bahnhofs relativ schnell über bestehende Verbindungen zu seinem Ziel gelangen, was besonders effektiv ist, wenn man gegen Ende des Spiel noch Zielkarten nachzieht. Hier gilt es allerdings abzuwägen, was die Zielkarte bringt, denn für jeden Bahnhof, der am Ende nicht verbaut wurde, gibt es zusätzlich vier Siegpunkte. Bezahlt werden die Bahnhöfe mit beliebigen Zugkarten, wobei der erste Bahnhof eine Karte, der Zwei zwei und der Dritte drei Karten (immer jeweils derselben Farbe) erfordert. Verbindungen, die durch Bahnhöfe genutzt werden, zählen allerdings bei der Wertung der längsten zusammenhängenden Zugstrecke mit, dies gilt es zu bedenken.
Die Tunnels: Dies ist wohl die komplizierteste Neuerung im Spiel. Umrandete Strecken stellen Tunnels dar, um diese bauen zu können, legt man zunächst die Karten offen aus, die hierfür benötigt werden. Dann werden die drei obersten Karten vom Nachziehstapel gezogen und offen ausgelegt. Für jede nachgezogene Karte mit der gleichen Farbe wie die Ausgelegten, muss man nochmals eine Karte aus der Hand nachbezahlen. Ist dies nicht möglich, kann man die Strecke nicht bauen und muss die Karten zurück auf die Hand nehmen.
Die Fähren: Da Europa im Gegensatz zu Nordamerika durch einige Gewässer getrennt ist, muss man diese mit Fähren überwinden. Fähren bezahlt man durch Lokomotiven, d.h. man muss beim Bezahlen einer Zugstrecke teilweise mit Lokomotiven bezahlen, je nach dem, wie viele auf dem Spielplan angegeben sind.
Weitere Unterschiede zur Amerika-Version sind zum einen der Wegfall der 5er-Strecken, zudem gibt es nur sehr wenige 6er Strecken, die entweder einen Tunnel darstellen oder aber Fähren benötigen sowie eine 8er Strecke, die ebenfalls ein Tunnel ist (dafür aber 21 Punkte bringt). Zum anderen erhält nun jeder Spieler zusätzlich zu seinen Auftragskarten zu Beginn eine „lange" Strecke als Auftragskarte (bringt 20-21 Punkte), die er wahlweise auch wieder ablegen kann. Es ist allerdings nicht mehr möglich, eine neue „lange" Strecke nachzuziehen, die höchste „normale" Auftragskarte bringt nur noch 13 Punkte. Damit erhält das Spiel im Gegensatz zur Amerika-Version eine andere taktische Dimension, da man ja weiß, das jeder Mitspieler möglicherweise eine lange Strecken bauen muss, sozusagen als Primärauftrag, der ja zunächst weitere Aufträge blockieren kann, oder aber man riskiert eine hohe Anzahl an Minuspunkten.
Insgesamt finde ich, dass Zug um Zug Europa einige sinnvolle Neuerungen aufweist und nochmals Schwung in das bekannte Spielprinzip bringt, wenn man die Amerika-Version bereits exzessiv durchgespielt hat.
Abschreckend könnte der relativ hohe Preis sein, vor allem dann, wenn man bereits die Vorgänger-Version besitzt. In diesem Fall entscheidet wohl, wie bei mir, dass Fan-Herz, das einfach nach neuen Zugstecken und Aufträgen verlangt. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass ich trotz der Neuerungen wohl auch noch öfters zur Amerika-Version greifen werde, weil sie einfach strategisch und taktisch andere Anforderungen an die Spieler stellt und zudem mit der Mystery Train Erweiterung aufwarten kann, die es für die Europa-Version (noch?) nicht gibt. Die Charaktere der Erweiterung lassen sich auch nicht in das Europa-Spiel einbauen, da die Karten ein kleineres Format haben als die der neuen Version.
Wer noch keines der beiden Spiele besitzt, sollte in jedem Fall zunächst zur Europa-Version greifen, schon allein deshalb, weil sich mit man sich viel eher mit der europäischen Landkarte und den Städten identifizieren kann.
"Zug um Zug" kann - gerade in der Europaversion - ohne Weiteres mit "Siedler von Catan" oder "Carcassonne" mithalten und ist meines Erachtens noch besser als diese. Das Spiel ist völlig zurecht Spiel des Jahres 2004 geworden.
Die Europa-Version ist komplexer und schwerer erlernbar als die USA- Version, aber um einiges abwechslungsreicher und durch die Einführung der Bahnhöfe auch ausgereifter. Denn so führt eine "Anti- Taktik" (Zerstörungstaktik), die in der USA- Version möglich ist, kaum zum Ziel.
Klasse ist auch, dass es am Anfang für jeden Spieler einen Großauftrag und 3 kleiner Aufträge zur Auswahl gibt. So ist die Ausgangsposition recht ausgeglichen - im Vergleich zur USA- Version, wo es schon zu Beginn sehr darauf ankommt, welche Aufträge man zieht.
Auch das Tunnelsystem ist eine Bereicherung, wenngleich die Punktwertung hier verbesserungsbedürftig wäre (für Tunnelstrecken müsste es Zusatzpunkte geben). Nebenbei bemerkt: Auch wenn es den Autoren und vielen Kritikern unbekannt sein sollte: Es gibt keine Mehrzahl von Tunnel: Der Tunnel, die Tunnel - aber nicht die "Tunnels"!
Desweiteren sind die sechs Großaufträge nicht 100 % gleichgewichtet: die Strecke Brest-Petrograd hat aufgrund dessen, dass viele Aufträge hier leichter mitzuerledigen sind, im Vergleich z.B. zur Strecke Cadiz-Stockholm schon deutliche Vorteile, was sich aber erst beim Spiel auf hohem Niveau bemerkbar macht.
Das Spiel kann man online spielen, wobei man aber nur als Käufer des Spieles am Rating- System teilnimmt (im Spiel befindet sich ein Zugangscode fürs Internet). Ansonsten kann man sich aber auch als "Gast" versuchen - aber warm anziehen! Dort spielen sehr starke Spieler.
Das Spielmaterial ist im Vergleich zu anderen Spielen wirklich gelungen: ein stabiles Spielbrett, handliche Figuren, Farben, die man auch bei schlechteren Lichtverhältnissen unterscheiden kann, wiederverschließbare Beutel, eine gute Anleitung u.s.w.
Fazit: Das beste Spiel seit "Carcassonne".
"Europa" ist eher was für die Spieler, die die USA inzwischen über haben und neue Herausforderungen suchen. Tunnel und Fähren sind zwar nur kleine veränderte Anforderungen bei den erforderlichen Karten, aber z.B. der gigantische Ostsee-Tunnel mit 8 Waggons nach Petersburg gibt so viele Punkte, dass er so viel zählt wie ein Langstrecken-Auftrag.
Richtig komplex wird es durch die 3 Bahnhöfe, die man zusätzlich bauen und damit andere Strecken mitnutzen kann. Geschickt eingesetzt, können Sie damit mehr Aufträge in kürzerer Zeit erfüllen, da Sie nicht mehr bauen müssen. Mit den Extras ist das Spiel als Einstieg relativ anspruchsvoll, besonders für Kinder würde ich die US-Version empfehlen.
Und noch ein Tipp, weil es so Spaß macht: mit dem Kauf des Brettspiels erhalten Sie einen Zugangscode zur Internet-Version beider Spiele, die 1:1 perfekt umgesetzt und stark frequentiert sind. Hier können Sie dann gegen richtige Profis antreten, aber Vorsicht, der Suchtfaktor ist mindestens so hoch wie bei dem Brettspiel :-)
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