Ich habe vorher das Buch gelesen und mir schon Monate vor Film-Release vorgestellt, wie einzelne Buchpassagen umgesetzt werden könnten, wie durch die Darsteller die Romanfiguren menschlich werden und so weiter. Und ich muss sagen, mit dem Resultat bin ich hochzufrieden, ja begeistert. Das Zusammenspiel zwischen Farrell und Hayek ist eine gegenseitige Aufforderung zu Bestleistungen. Die ständigen Giftigkeiten und später die großen Gefühle kommen so wunderbar normal und einfach rüber, wie im richtigen Leben. Farrell ist eine Offenbarung in "kleinen Dramen", fernab von Action. Hier kann er zeigen, was er kann. Gerade so vermeintlich kleine Rollen müssen glaubwürdig sein. Und das ist sein Arturo Bandini, von der ersten bis zur letzten Zeile.
Gleiches gilt für Salma Hayek. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sie sich als Mexikanerin vorzustellen. Aber wie sie diese einfache Serviererin spielt - Hochachtung. Die paar Jahre, die sie älter ist als Farrell, kommen mE beiden Figuren zugute. Das passt einfach.
Noch was zu Donald Sutherland: er ist der bessere Hellfrick, als die Buchvorlage.
Eine wundervolle Homage an das Leben einiger weniger kleiner Leute, die für einen begrenzten Zeitraum ihr Leben miteinander teilen, auf der Suche nach ihrer Nische und der Verwirklichung ihrer Träume.