Das Buchcover lässt es bereits ahnen: Im Mittelpunkt dieses erotischen Romans steht die japanische Fesselkunst Shibari. Bei dieser besonderen Bondage-Form soll ein Gesamtkunstwerk aus Mensch und Seil entstehen.
Eva ist schon seit Jahren von Shibari berauscht, hat aber in Deutschland noch nie die Möglichkeit gehabt, anonym und schamlos ihre Fantasien auszuleben. Ihrer Freundin vertraut sie zwar ihre sexuellen Wünsche an, aber deren heimliche Umsetzung hat kaum etwas mit echter Fesselkunst gemein. Als Evas Vater, ein Gärtner, von seinem langjährigen Geschäftspartner aus Japan minderwertige Bonsais erhält, beauftragt er seine Tochter, Nachforschungen vor Ort anzustellen. In Japan angekommen, entwickelt sich die Geschichte zu einem erotischen Krimi aus Obsession, Mord, Liebe und zahlreichen hetero- und homosexuellen Szenen.
Ausgehend von der Perspektive der unerfahrenen Eva tastet man sich beim Lesen langsam an die fremde Kultur des Shibari heran. Daher muss man kein Bondage-Liebhaber sein, um die gelungen vermittelte Faszination für Fesselkunst nachzuempfinden.