Dieser Film krankt besonders an seiner Unentschlossenheit. Niemand hat sich offensichtlich überlegt, welche Sorte Film entstehen sollte.
Als Abenteuerfilm scheitert "Ashanti", da immer wieder der zentrale Handlungsstrang ("Wer hat Dr. Linderby gekidnapt?") und damit die Spannung verschleppt wird. Außerdem wurde versucht, durch Anleihen bei "Buddy-Movies", "James Bond" und softer Erotik, es jedem recht zu machen, wodurch das zweite offensichtliche Anliegen des Films nicht zur Geltung kommt: Die kritische Auseinandersetzung mit dem Sklavenhandel in Afrika.
Dabei geben die Schauspieler (allen voran Michael Caine und Peter Ustinov) ihr Bestes, nur sind sie gegen die eher hölzernen Dialoge und den erwähnten zerfaserten Aufbau dieses Films machtlos.
"Ashanti" hätte noch drei Sterne erhalten können, wenn auf das völlig kitschige Ende verzichtet worden wäre. Als Paradebeispiel für Hollywoods Vorstellung, was das Publikum wohl so mag, lohnt sich das Anschauen fast schon wieder. Ansonsten ist der Film nur Caine/Ustinov/Sharif Fans zu empfehlen, die ihre Sammlung vervollständigen möchten.