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Asche zu Asche [Gebundene Ausgabe]

Elizabeth George
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1995
Inspektor Lynley, Held von Elizabeth Georges raffinierten Kriminalstories, tritt erneut in Aktion. Allerdings steht er diesmal vor einem schier unlösbaren Rätsel, weiß nicht, ob der Tod des gefeierten Kricket-Champions Kenny Fleming ein Unfall war oder ein perfekter Mord. Tötungsmotive gäbe es genug, doch alle Verdächtigen haben ein Alibi. Aber, als Lynley Leben und Job riskiert, scheint es, als hätten selbst Mörder ein Gewissen.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 756 Seiten
  • Verlag: Blanvalet (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764510951
  • ISBN-13: 978-3764510954
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 371.038 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Akribische Recherche, präziser Spannungsaufbau und höchste psychologische Raffinesse zeichnen die Bücher der Amerikanerin Elizabeth George aus. Ihre Fälle sind stets detailgenaue Porträts unserer Zeit und Gesellschaft. Elizabeth George, die lange an der Universität »Creative Writing« lehrte, lebt heute auf Whidbey Island im Bundesstaat Washington, USA. Ihre Bücher sind allesamt internationale Bestseller, die sofort nach Erscheinen nicht nur die Spitzenplätze der deutschen Verkaufscharts erklimmen. Ihre Lynley-Havers-Romane wurden von der BBC verfilmt und auch im deutschen Fernsehen mit großem Erfolg ausgestrahlt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Olivia

Chris ist weg, um am Kanal ein Stück mit den Hunden zu laufen. Ich kann sie noch sehen, denn sie sind noch nicht bei der Brücke an der Warwick Avenue angelangt. Bean springt rechts neben ihm her und riskiert dabei ständig einen Sturz ins Wasser. Toast läuft links von ihm. Ungefähr alle zehn Schritte vergißt er, daß er nur drei Beine hat, und fällt fast auf die Schulter.
Chris hat gesagt, daß er nicht lange ausbleiben wird. Er weiß, wie mir zumute ist, während ich dies hier schreibe. Aber er liebt seine Spaziergänge, und wenn er erst einmal unterwegs ist, lassen Sonne und Wind ihn sein Versprechen vergessen. Er läuft bestimmt bis zum Zoo, und ich werde mich bemühen, nicht sauer darüber zu sein. Ich brauche Chris gerade jetzt mehr denn je, darum werde ich mich damit trösten, daß er es stets gut mit mir meint, und werde versuchen, das auch zu glauben.
Als ich im Zoo gearbeitet habe, sind die drei manchmal nachmittags gekommen und haben mich abgeholt. Dann haben wir im Imbißpavillon einen Kaffee getrunken und uns, wenn das Wetter schön war, draußen auf eine Bank gesetzt, von der aus wir die Fassade von Cumberland Terrace sehen konnten. Wir schauten uns die Statuen an, die auf dem Giebelfeld im Halbrund aufgereiht sind, und dachten uns Namen und Geschichten für sie aus. "Sir Bonzo von Bärbeiß" zum Beispiel, dem es in der Schlacht bei Waterloo den Hintern weggerissen hat. "Gräfin Tussi von Taugtnix" nannte ich eine andere, die sich wie die Einfalt vom Lande gebärdete und in Wirklichkeit ein weiblicher Pimpernell war. Oder "Markus Krankus" für einen Kerl in der Toga, der an den Iden des März seinen Mut verloren und sein Frühstück von sich gegeben hat. Und dann lachten wir uns schief über unsere Albernheit und sahen den Hunden zu, die Vögeln und Touristen auflauerten.
Ich wette, sie haben Schwierigkeiten, sich das vorzustellen - mich, Unsinn schwatzend neben Chris Faraday auf der Bank, das Kinn auf die hochgezogenen Knie gestützt, in der Hand einen Becher Kaffee. Und ich war nicht in Schwarz, wie heute, sondern ich hatte Khakihosen und ein olivgrünes Hemd an, die Uniform, die wir im Zoo immer trugen.
Damals glaubte ich zu wissen, wer ich bin. Ich war mit mir im reinen. Äußerlichkeiten zählen nicht, hatte ich etwa zehn Jahre zuvor beschlossen, und wenn die Leute sich an meinem Stoppelhaar stoßen, bei Nasenringen das kalte Grausen bekommen und mit dem Anblick von Ohrsteckern, die wie mittelalterliche Waffen am Ohrläppchen aufgereiht sind, nicht umgehen können, dann zum Teufel mit ihnen. Sie sind unfähig, hinter die Fassade zu blicken, stimmt's? Sie wollen mich gar nicht sehen, wie ich wirklich bin.
Aber wer bin ich denn nun eigentlich? Was bin ich? Vor acht Tagen hätte ich es Ihnen noch sagen können; da habe ich's nämlich noch gewußt. Ich hatte mir aus Chris' Überzeugungen eine eigene Philosophie zusammengeklaut, und die vermengte ich mit dem, was ich in den zwei Jahren Studium von meinen Freunden aufgeschnappt hatte, und das alles verquirlte ich wiederum mit dem, was ich in den fünf Jahren gelernt hatte, als ich Morgen für Morgen mit einem Brummschädel und einem widerlichen Geschmack im Mund aus verschwitzten Bettlaken kroch, ohne auch nur die leiseste Erinnerung an die vergangene Nacht zu haben oder den Namen des Typen zu wissen, der neben mir schnarchte. Ich kannte die Frau, die das alles durchexerziert hatte. Sie war zornig. Sie war hart. Sie war unversöhnlich.
Das alles bin ich noch heute und mit gutem Grund. Aber ich bin noch mehr. Ich kann es nicht identifizieren, aber ich fühle es jedesmal, wenn ich zu einer Zeitung greife, die Berichte lese und weiß, daß der Prozeß wartet.
Anfangs habe ich mir eingeredet, ich hätte die Nase voll davon, mir täglich die Schlagzeilen reinzuziehen. Ich sei es leid, dauernd von dem verdammten Mord zu lesen und jedesmal, wenn ich die Daily Mail oder den Evening Standard aufschlug, die Gesichter der Hauptakteure zu sehen. Ich bildete mir ein, ich könnte dem ganzen Mist entrinnen, wenn ich nur ausschließlich die Times läse. Ich meinte, mich darauf verlassen zu können, daß die Times rein sachlich berichten und es ablehnen würde, sich im Klatsch zu suhlen. Aber sogar die Times hat jetzt die Story übernommen, und es gibt kein Entkommen mehr für mich. Mir einreden zu wollen, es sei doch scheißegal, bringt nichts. Weil es mir nun mal nicht scheißegal ist. Das weiß ich, und das weiß auch Chris, und das ist der eigentliche Grund, weshalb er mit den Hunden losgezogen ist und mir Zeit für mich gelassen hat. Er sagte: "Weißt du, ich glaube, wir bleiben heute morgen ein bißchen länger aus, Livie", als er seinen Trainingsanzug anzog. Dann nahm er mich auf seine asexuelle Art in die Arme - so halb von der Seite, praktisch ohne jeden Körperkontakt - und marschierte los.
Ich sitze mit einem gelben, linierten Schreibblock auf den Knien und einer Packung Marlboro in der Tasche auf dem Deck des Hausboots. Zu meinen Füßen steht eine Dose mit Bleistiften, die alle scharf gespitzt sind. Das hat Chris besorgt, ehe er gegangen ist.
Ich schaue über das Wasser hinweg nach Browning's Island, wo die Weiden ihre Zweige auf den kleinen Landesteg herabhängen lassen. Die Bäume sind endlich richtig grün, was heißt, daß es fast Sommer ist. Der Sommer war schon immer Zeit des Vergessens, da schmolzen die Probleme in der Sonne dahin. Darum sage ich mir, wenn ich nur noch ein paar Wochen durchhalte und auf den Sommer warte, wird dies alles vorübergehen. Ich werde mir nicht mehr darüber den Kopf zerbrechen müssen. Ich werde nicht handeln müssen. Ich sage mir einfach, es ist nicht mein Problem. Aber das stimmt nicht ganz, und ich weiß das.
Wenn ich es nicht länger umgehen kann, in die Zeitung zu sehen, fange ich mit den Bildern an. Am längsten sehe ich mir das von ihm an.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein Klasse Krimi von Elizabeth George 28. Juli 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Gleich zu Anfang zeichnet die Autorin ein recht eindrucksvolles Bild vom Tatort und den darin verwickelten Menschen. Der Milchmann findet die Leiche des bekannten Cricketspielers Kenneth Flemming im Haus der schönen Gabriella Patten. Schon bald tauchen noch viele andere Charaktere auf, die jede ihre eigene, auf ihre Art in den Mord verstrickte Geschichte haben. Jede einzelne davon ist gleich interessant und spannend.

Wie bei allen Büchern von Elizabeth George war ich mal wieder völlig hingerissen von Linleys Engagement. Dieser Mann reitet sich wie kein anderer in die Wirren der Fälle hinein und findet zum Schluß mit hundertprozentiger Sicherheit den Mörder.

Und wenn es dann zum Mörder kommt, frage ich mich immer wieder, warum ich nicht gleich auf die Lösung gekommen bin. Bis zum Schluß ist es nicht möglich, vorherzusagen, welche Wendung die Geschichte noch nehmen wird. Und das ist es doch eigentlich, was man von einem guten Buch erwartet: Spannung bis zur letzten Seite und kein langweiliger Krimi von der Stange.

Kaum kann ich es erwarten, wieder neues von Linleys und und Havers' Privatleben zu erfahren. Wie kommt Havers in ihrem neuen Heim zurecht? Wird Linley nun endlich Lady Helen heiraten? Und was machen St.James und seine Frau? Rundum glücklich lege ich das Buch ins Regal zurück und freue mich schon auf den nächsten Ausflug in das englische Leben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

War diese Rezension für Sie hilfreich?
32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Als eingeschworener George-Fan ist es nicht verwunderlich, dass mich auch dieses Buch wieder sehr mitgerissen hat. George's 11 Bücher waren alle unbeschreiblich gut, doch dieses Buch begeisterte mich besonders, weil man, wie in jedem Roman, auch hier wieder viel von der Liebes- und Lebensgeschichte Lynleys, Helen Clydes, St. James' und Deborahs mitbekam und die Story einfach genial ausgedacht sowie recherchiert war. Falls man erst neuer Leser im Club der Elizabeth-George-Reihe ist, sollte man mit "Mein ist die Rache", dem inhaltlich 1. Roman beginnen, der aber erst 2 Jahre nach dem Erscheinen des eigentlichen ersten Romans herauskam, der aber die ganzen Verwicklungen der Personen erklärt, dann aber mit der normalen Reihenfolge fortfahren: 1. Gott schütze dieses Haus, 2. Keiner werfe den ersten Stein, 3. Auf Ehre und Gewissen, 4. Denn bitter ist der Tod, 5.Denn keiner ist ohne Schuld, 6. Asche zu Asche, 7. Im Angesicht des Feindes, 8. Denn sie betrügt man nicht, 9. Undank ist der Väter Lohn, 10. Nie sollst du vergessen! Da kann man nur hoffen, dass Liza George noch oft die Feder für unsere begierigen Augen in die Hand nimmt!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Doppel-Buch! 27. August 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mit diesem Buch gelingt Elizabeth George ein Roman der besonderen Art: Sie versteht es geschickt zwei Teile ineinander zu verflechten, die auch einzeln verkauft werden könnten. Der "Krimi-Teil", der in gewohnt unterhaltsamer Weise über Inspector Lynley &Sergeant Havers und deren Ermittlungen über den Mord an einem berühmten Kricketspieler erzählt ist schon allein hervorragend. Durch den zweiten Teil, der als Roman oder Drama verkauft werden könnte, gewinnt er jedoch noch zusätzlich an Klasse. Aus der Ich-Perspektive erzählt Olivia Whitelaw ihre Lebensgeschichte, und die ihrer Mutter Miriam Whitelaw gleich mit.. Miriam Whitelaw hingegen ist eine der Hauptfiguren im anderen teil, was zu interessanten einblicken führt, zumal die beiden Teile besonders geschickt vermischt sind. Einziger Nachteil ist, dass der Leser zwischen beiden Handlungen hin- und herschalten muss. Die Handlung des "Hauptteils" besteht aus den Ermittlungsarbeiten im fall eines ermordeten Kricketspielers, der bei einem Brand zu Tode kam. Im Zuge dieser Arbeit vermittelt George abermals einen tiefgreifenden Einblick in das Gefühlsleben der beteiligten Personen. Die Lebensgeschichte Olivia Whitelaws erzählt, beginnend in Teenager-Jahren, vom stetigem Auseinanderleben mit der Mutter, vom Abrutschen in die Drogen- und Prostituierten-Szene, vom Tod des Vaters, und eben auch viel von der Mutter. Erst am Schluß wird dem Leser die wahrhaftige Genialität des Buches deutlich, nämlich, wenn sich herausstellt, dass Olivia Whitelaw ihre Lebensgeschichte nur aufschreibt, um Inspector Lynley gewisse Umstände zu erklären, die ich hier natürlich nicht nennen kann. Dieser Bericht ist quasi der Schlüssel zum Mörder, jedoch bleibt es jetzt Lynley überlassen, ob er ihn/sie festnimmt oder ob dadurch noch mehr Leute in soziale Abgründe gestoßen werden......
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen immer spannend
Ein schon etwas älterer Roman von Elizabeth George. Wenn man die meisten Bücher gelesen hat, ist es so, als träfe man alte Bekannte. Also immer lesenswert.
Vor 1 Monat von Inge Tholen veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Kein Krimi
Angepriesen als ein 'Inspektor Lynley Roman, spielt der Mordfall nur eine störende Nebenrolle bei der Lebensgeschichte der Olivia. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Dr. Sabine Weiß veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannend...
Was soll man bei einem Buch groß werten? Gutes Papier, guter Einband, gute Verarbeitung, alle Seiten vorhanden, professionell geschrieben und der Rest ist Geschmacksache.
Vor 4 Monaten von W. Günther veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Asche zu Asche
Der Anfang liest sich etwas schleppend, da ich aber schon viele Bücher dieser Autorin gelesen habe, weiß ich aus Erfahrung, daß sich das mit jeder weiteren Seite... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Simone schmitt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eliszabeth George
Alle Bücher und das sind in der Zwischenzeit schon sehr viele, die ich von dieser Autorin gelesen habe, sind einfach klasse.
Ich kann sie einfach nur empfehlen.
Vor 5 Monaten von Waltraud Smretschnig veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Entsetzt
Ich bin mal wieder entsetzt darüber, wieviele Rechtschreibfehler dieses e-Book enthält!!! Im Zeitalter der Elektronik sollte sowas nicht vorkommen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Trisha veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen e. george asche zu asche
das buch kam zum angegebenen zeitpunkt an, war gut erhalten, keine beanstandungen, alles war, wie angegeben, also alles in allem gut
Vor 8 Monaten von Brigitte Hieber veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Nicht ihr bestes Buch
Ich habe schon ein paar Bücher dieser Autorin gelesen, alle brauchte eine Zeit bis sie spannend wurden, bin es also schon von ihr gewohnt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von einmüller veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Fehlerhaft
Ich weiß nicht, wer für die Kindle-Bearbeitung des Buches verantwortlich ist, der Verlag oder Amazon selbst. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Ursula Schröder veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Zu viel Wasser in der Asche...
In einem abgelegenen Landhäuschen bricht ein Brand aus - ausgelöst von einer Zigarette im Sessel. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von KATHARINA KLAGES veröffentlicht
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