| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brückner erwckt das Buch zu einem schonungslosen Leben,
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter. 14 CDs (Audio CD)
Bei der hier rezensierten Version handelt es sich um ein Hörbuch aus dem Verlag Steinbach Sprechende Bücher. Es umfasst 14 CDs mit einer Gesamtlänge von 1052 Minuten und stellt dankenswerterweise eine ungekürzte Lesung der Romanvorlage dar - mit einer Kürzung wäre man dem Original auch nur schwer gerecht geworden. Gelesen wird der Roman von Christian Brückner, einem der beliebtesten deutschen Synchronsprecher, der vor allem als Stimme von Robert De Niro bekannt wurde. Obgleich Brückner eigentlich immer glänzend liest, muss man noch einmal hervorheben, wie gut hier die Wahl für die Lesung des Romans getroffen wurde. Brückner trägt das Buch mit großer Ernsthaftigkeit und ohne Hast vor, transportiert über die leicht knarrende Stimme all das Leid, das die Familie McCourt erfahren muss; er kann aber bei Bedarf auch ausgelassen und komisch sein oder mit angemessenem Ernst die irischen Lieder rezitieren, die immer wieder vorkommen.Die optische Gestaltung des Hörbuchs ist nicht originell zu nennen, sie ist aber auch nicht schlecht - sie zeigt das gleiche Covermotiv wie die Romanauflage aus dem btb Verlag: einen kleinen, etwas zerlumpt aussehenden Jungen vor einer Hauswand. Die CDs sind in einer stabilen Pappbox untergebracht und jeweils einzeln in Papierhüllen verpackt, an deren Stelle man sich definitiv stabilere Ausführungen aus Pappe gewünscht hätte. Minuspunkte gibt es für das Booklet, das mehr als bescheiden ist und lediglich aus einer Doppelseite besteht, die zu einem großen Teil von Werbung des Verlags eingenommen wird. Mehr Informationen über den Autor und den Sprecher, eventuell sogar über Irland zur damaligen Zeit, wären hier sicherlich von Interesse gewesen, vor allem bei einer so gelungenen Produktion. Ein schonungsloses Buch, eine realistische Schilderung Irlands in den 30er und 40er Jahren und zugleich eine sehr flüssig und spannend erzählte Biografie, die einen von Anfang an nicht mehr loslässt. „Die Asche meiner Mutter" ist anspruchsvoll ohne die Langatmigkeit, die vielen Biografien anhaftet, es ist mehr Roman als Lebenslauf und zu Recht preisgekrönt. Das ausgezeichnete Hörbuch erweckt Franks Geschichte in voller Länge mit der bekannten Stimme Christian Brückners zum Leben und ist somit ebenso empfehlenswert wie die Romanfassung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schön und schrecklich,
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen (Taschenbuch)
Selten habe ich eine solch fesselnde Erzählung gelesen, die so humorvoll und ironisch geschrieben ist trotz der oft schrecklichen Geschehnisse und des unglaublichen Elends, über das Frank McCourt berichtet. Die Schilderungen aus den Armenvierteln mit dem quälenden Hunger gehen jedem Leser, der sich solche Lebensbedingungen kaum vorstellen kann, sehr unter die Haut. Doch alles in allem kann man "Die Asche meiner Mutter" als optimistisches Buch bezeichnen. Es hat mich enorm beeindruckt, wie Frank dem Leben immer wieder die positive Seite abgewinnt. Als ich mit dem Buch begann, quälte ich mich zunächst durch ersten 20 Seiten, weil ich mit dem ungewöhnlichen Schreibstil einfach nicht zurechtkam. McCourt schreibt fast durchgehend in der Gegenwartsform, in kurzen Sätzen, immer aus der Perspektive seines jeweiligen Alters, mit ständigem Wechsel von Erzählform und direkter Rede. Trotzdem gibt es in diesem Buch kein einziges Anführungszeichen. Sobald man sich erst mal daran gewöhnt hat, fragt man sich, warum die Anführungszeichen nicht längst abgeschafft wurden. Man braucht sie nicht. Doch davon sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen. Gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil schon, aber absolut genial. Schon nach kurzer Zeit wird man davon begeistert sein. Das Buch lebt von McCourts Sprachwitz und von der Aneinanderreihung von Elend und erschütternden Begebenheiten auf der einen Seite sowie der Lebenslust und der Freude an kleinen Dingen auf der anderen. Die Beschreibung der Charaktere, die oft schon als skurril zu bezeichnen sind, gelingt McCourt ausgezeichnet. Wäre es keine Tatsache, so könnte man seinen Vater als das Klischee des irischen Säufers bezeichnen. Deutlich zutage tritt die Kritik an der katholischen Kirche. Trotz seines Glaubens, der Frank oft durch schwere Zeiten geholfen hat, wurde er doch allzu oft von der Kirche im Stich gelassen. Beeindruckend auch, daß Frank die ganze Geschichte aus der Sicht als Kind bzw. Jugendlicher aufgeschrieben hat, ohne im nachhinein Wertungen aus dem Aspekt des Erwachsenen hineinzubringen. Kaum zu gleuben, daß Frank McCourt kein erfahrener Schriftsteller ist. Ein Buch, für alle diejenigen, die mit nichts zufrieden sind. Ein Buch zum Verschlingen. Ein Buch, das Gefühle freisetzt. Für mich einer der besten Romane, die ich je gelesen habe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende und Erschütternde Jugenderinnerungen,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen (Taschenbuch)
Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt schildert auf sehr anschauliche und berührende Weise die Kindheit eines Iren in den dreißiger und vierziger Jahren in Limerick. Der Roman ist gleichzeitig sehr traurig, wenn er die armen Verhältnisse zeigt, in denen der Junge aufwuchs, und sehr lustig-schön, denn es gibt auch viele tolle Episoden und Ereignisse im Leben des Kindes. Auf jeden Fall ist man beim Lesen sehr nah dran am Geschehen und immer neugierig, wie es weitergeht, da die Geschichte sehr spannend geschrieben ist. Einen so realen Einblick in die Jahrzehnte des Krieges und der Armut in Irland habe ich noch nirgends erhalten. Das Buch dürfte interessant sein für alle, die sich auf spannende und abenteuerliche Weise mit Land und Leuten vor der Mitte des 20. Jahrhunderts auseinander setzen wollen. Gleichzeitig gibt die Schilderung einen guten Überblick über die scheinbar unvorstellbaren Lebensverhältnisse, die noch vor wenigen Jahrzehnten in Europa keineswegs selten waren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
|