Die meisten elektrischen Kaffeemühlen können Kaffeebohnen nicht fein genug für Espressomaschinen mahlen. Anders die i-Mini. Die kann so fein mahlen, dass die Pumpe jeder Espressomaschine versagt.
Der Mahlgrad von vorgemahlenem Espressopulver ist auf Espressokannen für die Herdplatte abgestimmt. Echten Espressomaschinen mit 10 bis 15 Bar Ausgangsdruck hat diese Mahlung keinen Druck entgegenzusetzen, d.h. der Espresso wird dünn und sauer.
Wenn man Kaffeebohnen in einer Schlagmühle "mahlt", erhält man eine Mischung aus staubfeinem Pulver und grobem Granulat. Brüht man das nun in einer Herdkanne auf, wird das grobe Granulat nur teilweise extrahiert und das staubfeine Pulver landet im Kaffee. Schlagmühlen sind also gar nicht zum Kaffeemahlen geeignet -- ganz egal, was man am Ende trinken möchte.
Besser sind Mühlen mit Kegel-, Walzen- oder Scheibenmahlwerk. Die i-Mini hat ein Kegelmahlwerk, das über jeden Zweifel erhaben ist. Außerdem ist sie vergleichsweise klein und in ihrem polierten Aluminiumgehäuse zwar kein Design-Highlight, aber auch kein Störfaktor in der Küche. Bei mir löst sie die Nivona CafeGrano 120 ab, die leider nicht in der Lage ist, espressofein zu mahlen.
Leider ist der Sound der i-Mini etwas schrill -- verglichen mit der auch schon nicht sonderlich leisen Nivona CafeGrano 120. Und sie hat keine nachvollziehbare Skala. Die Mahlwerkverstellung benötigt sehr viele Drehungen für einen wirksamen Effekt. Vor allem hat sie keinen Schutz für ihr eigenes Mahlwerk. Das heißt, dass man sie so verstellen kann, dass die Kegel sich gegenseitig blockieren. Die Einstellung des Mahlgrads erfordert also etwas Fingerspitzengefühl und technisches Verständnis.
Pluspunkte dieser Mühle, die ich noch nicht erwähnte, sind:
- keine elektrostatische Aufladung
- kleiner Totraum (ca. 1 - 3 g)