Inhalt: Wer war das historische Vorbild für König Artus? Wer verbirgt sich hinter den Legenden und Mythen? Phillips und Keatman nähern sich nach und nach dem geschichtlichen Vorbild und den historischen Schauplätzen an. Zunächst wird die Legende um König Artus untersucht, die Schauplätze, seine Gefolgschaft und die ihn umgebenden Geheimnisse und Zauberei. Danach werden die historischen Manuskripte einer kritischen Durchsicht unterworfen und somit gelang die beiden Autoren langsam zu einer Datierung der Ereignisse. Von hier aus führen uns Phillips und Keatman zu dem historischen Rahmen, in dem sich die in den Legenden erzählten Ereignissen ereignet haben könnten, und im weiteren zu einem realen Vorbild für den legendären König Artus. (Es drängt sich trotzdem der Eindruck auf, dass die Autoren nur auf die Aspekte eingehen, die ihre Theorie stützen, daher nur *** Sterne.)
Ausstattung: Das Taschenbuch ist mit einigen s/w-Photografien angereichert, die einige der (möglichen) Schauplätze (z.B. das historische Vorbild für Camelot = Viroconium) um König Artus illustrieren.
Am Ende des Buches gibt es eine Zeittafel, die die wichtigsten Ereignisse in chronologischer und übersichtlicher Reihenfolge auflistet. (Die einzelnen Kapitel hätten für meinen Geschmack passender aufeinander folgen können, daher dafür *** Sterne, die Zeittafel verdient wieder **** Sterne. Die Photos fand ich teilweise nichtssagend: ** Sterne)
Positives: Die einzelnen Kapitel befassen sich jeweils mit einem Aspekt um König Artus. Sei es die Legende, die Schauplätze, Schlachten, Vorgänger oder Feinde usw. von Artus. Alles wird daraufhin untersucht, ob es zu einer historisch belegbaren Person oder ebensolchen Ereignissen passt. Die daraus gezogenen Schlüsse werden dann zum Ende jeden Kapitels in einer kurzen Zusammenfassung rekapituliert. (Für die Zusammenfassung am Ende der Kapitel gibt es **** Sterne.)
Negatives: Zu Anfang liest sich dieses Buch recht flüssig und man kann der Argumentation der beiden Autoren auch noch ganz gut folgen (die Zusammenfassungen erleichtern dies), doch nach ungefähr der Hälfte bis zu 2/3teln des Buches wird es zunehmend schwerer mit der Argumentation Schritt zu halten, zumal es von Personennamen nur so wimmelt und bei den komplizierten verwandtschaftlichen Verhältnissen der einzelnen Personen zueinander schnell der Überblick verloren wird. Zwar bemühen sich die Autoren in Tabellen die Beziehungen graphisch zu verdeutlichen, aber der Rote Faden ging, meiner Meinung nach, schon vorher verloren, so dass man den Autoren einfach mal glaubt, ohne sicher zu sein, ob deren Argumentation immer noch in sich stimmig ist und die "Beweise" schwer nachprüfbar sind. (Aufgrund der zunehmenden Unübersichtlichkeit und der recht einseitigen Sichtweise gibt es hier nur ** Sterne.)
Fazit: Es wird eine recht interessante Theorie zu wahren historischen Identität von König Artus geliefert. Ich hätte mir aber sehr gewünscht, dass auch andere Theorien kurz erwähnt worden wären. Die Autoren vertreten ihre Theorie, als ob sie mit 100%iger Sicherheit den wahren Artus identifiziert hätten. Das geht mir denn doch zu weit. Ich finde, es ist immer noch NUR eine Theorie. Insgesamt also *** Sterne.