Für das nunmehr 13. Studioalbum holte sich die kanadische Electroband um Bill Leeb, Rhys Fulber und Chris Peterson mit Jeremy Inkel ein weiteres Mitglied ins Boot und präsentiert auf "Artificial Soldier" in gewohnter Tradition einen einzigartig komplexen und abwechslungsreichen Sound, meisterhaft vielschichtig miteinander verwoben, atmosphärisch-dicht und ohne Schwachpunkte. Was hier so alles ins Klangbild einfließt, ist kurz gesagt grandios. Um die vielen Details und die Klasse der Scheibe in vollem Umfang zu entdecken, sollte ihr etwas Zeit eingeräumt werden. Bill Leebs unverkennbar markanter Gesang, der größtenteils in hymnenhaften Refrains gipfelt, ist natürlich das weitere Aushängeschild der Kultformation.
Mit "Unleashed", "Lowlife", "Beneath The Rubble", "Decsention", "Dopamine" und besonders "Buried Alive" und "Social Enemy" bieten Front Line Assembly dem Hörer von Anfang an durchweg großartige Nummern. Für die Songs "Future Fail" und "The Storm" konnten Jean-Luc De Meyer (Front 242) und Eskil Simonsson (Covenant) als Gastsänger gewonnen werden, die die beiden Stücke durch ihre charakteristischen Stimmen durchaus interessant machen; musikalisch zeigen sich FLA hier von einer etwas anderen Seite, die beiden Tracks sind leichter zugänglich, recht eingängig und eignen sich bestens für die Tanzfläche. "Humanity (World War 3)" als Schlusstrack entpuppt sich dann nochmal als richtig gute Dark Electro-Nummer.
"Artificial Soldier" erscheint im Pappschuber, mit ansprechendem Artwork von Dave McKean und hält außerdem noch einen Hidden Track bereit.
Anspieltipps: "Social Enemy", "Buried Alive", "Dopamine", "Decsention" und "Beneath The Rubble".
Fazit: Starkes Werk! Ohne Frage eines der absoluten Highlights in diesem Jahr!