Hörbuch-Rezension: "Arthur und die Minimoys" (Luc Besson) gelesen von Christian Brückner [Lesung | 6 CDs im stabilen Pappkarton, Einzel-CDs in Papphülle | Laufzeit ca. 400 min. | Baumhaus Verlag]
Dass der Franzose Luc Besson, dessen Name mir aus Filmen bekannt ist (als Drehbuchautor und Produzent) auch Bücher schreibt, war mir neu. Und dann gleich ein (erfolgreiches!) Kinderbuch, dem es an spannenden Abenteuern, sympathischen Helden und fiesen Gestalten nicht mangelt?! Alle Achtung! - Dass diese Bücher verfilmt werden, scheint nahe liegend. Trotzdem habe ich den Film "Arthur und die Minimoys" nicht gesehen. Ich hab mich sehr auf das Hörbuch gefreut und das war auch gut so, denn mir hat die Geschichte gefallen und der Vorleser (Christian Brückner) auch.
Arthur ist ein kleiner Junge - zehn Jahre alt - der in den Ferien bei seiner Großmutter lebt. Die Eltern sind auf Arbeitssuche und haben auch an Arthurs Geburtstag keine Zeit für eine Feier. Die Familie steckt ohnehin in mittelmäßigen Geldnöten. Insbesondere Großmutter kommt in eine verzwickte Lage, denn ihr Mann, Arthurs Großvater Archibald, ist seit einigen Jahren spurlos verschwunden! Nun will ein hinterhältiger Immobilienmakler sich das Haus von Arthurs Großmutter unter den Nagel reißen und er will binnen 48 Stunden Geld sehen, oder er setzt die Familie vor die Tür. Nun hat aber Arthur noch in Erinnerung, dass sein Großvater irgendwann einmal einen "Schatz" erwähnt hat. Den will Arthur suchen. Und damit beginnt das spannende Abenteuer von "Arthur und den Minimoys". Er schrumpft auf Minimoy-Größe (ungefähr Johannisbeerenkern-groß) und lernt Selenia die Prinzessin der Minimoys kennen und ihren tollpatschigen Bruder Betameche ...
Diesem Hörbuch (sowie dem gleichnamigen Buch) kann man durchaus einen Vorwurf machen. Es handelt sich um eine Art ersten Teil und Arthurs Abenteuer bei und mit den Minimoys gehen in diesem Hörbuch, sozusagen erst los. Fortsetzung und eine Art Abschluss findet die Geschichte mit "Arthur und die verbotene Stadt".
Das wäre meines Erachtens der einzige Kritikpunkt, den sich diese spannende Abenteuergeschichte gefallen lassen muss. Vorgelesen wird das Hörbuch nämlich von Christian Brückner, der eine sehr sympathische Erzählstimme hat. (Sie werden seine Stimme sicher kennen, denn er synchronisiert beispielsweise Robert DeNiro!)
Ich bin mittlerweile ein großer Fan von Hörbüchern für Kinder. Die Geschichten sind nicht kompliziert, und auf ihre naive Art und Weise bringen sie ein wenig von diesem schönen, fast verloren gegangenen Kindheitsgefühl zurück. Vermeintliche Ungerechtigkeiten motivieren zu großen Abenteuern, und sogar Kinder können "die Welt retten". Einfach wunderbar. Genau so eine Geschichte passiert Arthur und darum ist mir der Junge, mitsamt den tapferen Minimoys schnell ans Herz gewachsen.
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auf meiner persönlichen Horchlatte: ****
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