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Arthur & George: Roman [Taschenbuch]

Julian Barnes , Gertraude Krueger
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Juli 2008
Arthur Conan Doyle, Erfinder der berühmtesten Detektivfigur der Literaturgeschichte, klärt einen Justizirrtum auf

Arthur Conan Doyle und George Edalji könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine, aus niederem schottischen Adel stammend, wird Augenarzt, dann ein erfolgreicher Schriftsteller und einer der berühmtesten Männer seiner Zeit. Der andere, Sohn eines anglikanischen Dorfpfarrers indischer Herkunft, führt ein bescheidenes Leben als Provinzanwalt. Die Wege der beiden Männer kreuzen sich, als Arthur in die Rolle des Sherlock Holmes schlüpft, um George zu helfen, der Opfer eines rassistisch motivierten Justizirrtums wird.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442735629
  • ISBN-13: 978-3442735624
  • Originaltitel: Arthur & George
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 94.609 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Seit seinem Eintritt ins Mason College hat es sich der junge George angewöhnt, abends nach seiner Rückkehr aus Birmingham über die Feldwege zu streifen. Einmal wird er dabei von einem äußerst unhöflichen Polizisten aufgehalten, der ihm merkwürdige, für George völlig unverständliche Fragen stellt und ihn des Diebstahls bezichtigt. Als sein Vater, ein Pfarrer, versucht, das Missverständnis aus der Welt zu schaffen und sich beschwert, bekräftigen die obersten Polizeibehörden den Verdacht. Aber damit nicht genug. Im Pfarrhaus gehen merkwürdige Hetzbriefe ein, die prophezeien, die Familie zu ruinieren. Die Zeitung druckt mehrere Anzeigen, die den Gottesmann als lästerlichen Kuppler erscheinen lassen. Und dann steht plötzlich eine angeblich vom Pfarrer und seiner Frau unterzeichnete Entschuldigung in der Zeitung, die sie als Autoren „gewisser beleidigender und anonymer Briefe“ erscheinen lässt, „die verschiedene Personen in den vergangenen zwölf Monaten empfangen haben“.

In der Folge wird George Anwalt in Birmingham. Aber die Verleumdungen des braven, überaus harmlosen Mannes reißen nicht ab. Immerhin ist er indischer Herkunft. Und das ist im England des 19. Jahrhunderts ein Makel, der auch durch Intelligenz und Fleiß nicht auszugleichen ist. George wird Opfer eines rassistisch motivierten Justizirrtums. Da tritt glücklicherweise Sir Arthur Conan Doyle auf den Plan: Augenarzt und Erfinder des Meisterdetektivs Sherlock Holmes. Er hilft George, seine Ehre wiederherzustellen.

Im Schnitt-Gegenschnitt-Verfahren entwickelt der große englische Erzähler Julian Barnes in parallelen Handlungssträngen zwei englische Lebensläufe, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch ein umfassendes Bild der Zeit entwerfen. So ist Arthur & George auch ein historischer Roman. Vor allem aber ist er beste Unterhaltung auf höchstem Niveau. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Spannend wie ein Fall von Sherlock Holmes." (Berliner Zeitung)

"Der grandiose neue Roman von Julian Barnes: Ein Stück Weltliteratur." (Literarische Welt)

"Ein Glanzstück der Erzählkunst." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessanter und spannender historischer Roman 12. Juli 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Beeindruckend, spannend und sehr tiefgehend erzählt Julian Barnes den Lebensweg zweier interessanter englischen Männer im ausgehenden 19.Jahrhundert. Sir Arthur Canon Doyle ist als Autor der Sherlock Holmes Geschichten vielen bekannt, doch sein Leben erweist sich um vieles facettenreicher und ritterlicher. Sein Weg kreuzt jenen des Anwaltes George Edalji, der ebenso geradlinig seine Grundwerte hoch hält. Gerade diese Charaktereigenschaft stürzt beide in scheinbar hoffnungslose Tiefen und dort kreuzen sich ihre Wege und es soll der rettende Anker für beide werden.
Dieses Buch ist ein gelungenes, spannendes und einfühlsames Werk - es verändert sich laufend - vom Entwicklungsroman, zur Beziehungsgeschichte, zum Kriminalfall, zur Biographie - immer die Werte des englischen Gentleman hochhaltend. Sehr empfehlenswertes Buch, vor allem nach der Lektüre von Sherlock Holmes Büchern, um die Zeit des Autors lebendig werden zu lassen.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sir Arthur Conan Doyle ermittelt 15. April 2007
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Julian Barnes, in London lebender Schriftsteller, ist auch im deutschsprachigen Raum inzwischen schon mehr als ein Geheimtipp. Seine Fangemeinde dürfte sich mit diesem Buch deutlich vermehren.

"Arthur & George" ist ein Roman, der Realität und Fiktion auf eine äußerst geschickte Art und Weise vermischt: Real ist (Sir) Arthur (Conan Doyle), der Erfinder von Sherlock Holmes (und Dr. Watson). Die zweite Hauptperson, George (Egalji), ebenfalls real, Sohn eines anglikanischen Pfarrers indischer Abstammung, lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester zurückgezogen in einem Pfarrhaus. Eines Tages beginnt gegen diese Familie ein regelrechter Psychoterror: anonyme Briefe treffen ein; in diversen Zeitungen erscheinen eigenartige Annoncen. George schafft es aber trotzdem, ein erfolgreicher "Solicitor" (eine Art niederer Rechtsanwalt) zu werden. Dies alles scheint vorbei zu sein, als in der Nähe seines Elternhauses Tiere (vor allem an den Genitalien) verstümmelt werden. George wird verhaftet, da Indizien gegen ihn sprechen, zu mehreren Jahren Haft verurteilt, aber vorzeitig entlassen, ohne dass er rehabilitiert wird. Nun tritt - der Leser ahnt es schon - Sir Arthur in sein Leben. Er, der Autor, schlüpft in die Rolle seiner bekanntesten Figur und beginnt zu ermitteln...

Dieses Buch ist wahrscheinlich das bisherige Meisterwerk von Julian Barnes. Geschickt verbindet der Autor - wie schon erwähnt - Realität mit Fiktion, wobei die Fiktion bei Georges überwiegt, da über sein Leben relativ wenige Fakten bekannt sind. Hier arbeitet die Phantasie des Autors. Ganz anders ist dies beim Leben von Arthur, dessen Biografie jedem Interessierten zugänglich ist. Und: Bis auf wenige Ausnahmen sind alle zitierten Briefe, Zeitungsartikel etc.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Justizirrtümer sind schlimm, noch schlimmer sind 17. Januar 2009
Von Tom Kadi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Fehlentscheidungen, die geradezu vorsätzlich aufgrund von Vorurteilen und vorgefasten Meinungen zustande kommen. Fast zur selben Zeit, in der Frankreich durch den Dreyfuss Skandal erchüttert wurde, hatte England einen ganz ähnlichen Fall - die durch nichts gerechtfertigte Verurteilung von George Edalji, eines Rechtsanwalt indischer Abstammung. Und wie in Frankreich Zola erhob auch in England ein bekannter Schriftsteller seine Stimme gegen dieses Unrecht: Sir Conan Doyle, der Schöpfer der Sherlock Holmes Geschichten. In England war die Folge dieses Fehlurteils die Einführung von Berufungsgerichten, die es zuvor nicht gab - dafür ist der Fall als solcher heute fast völlig vergessen. Barnes erzählt in diesem fulminant geschriebenen Roman aber weit mehr als eine wahre Justizgeschichte: Indem er die beiden Leben der beiden äußerst gegensätzlichen Hauptprotagonisten aufeinander zu und auch wieder auseinanderdriften lässt, gewinnt er Raum, um ein Bild des spät-viktorianischen Englands zu zeichnen - da geht es auch im Ehre, um Liebe um Spiritualismus, um Sexualmoral. Und es wird deutlich, dass es in dieser als sehr engstirnig angesehenen Zeit durchaus Raum gab für sehr kindlich abenteuerliche Burschen wie Sir Arthur, der einmal in seinem Leben wirklich zum Detektiv wird. Da Barnes ein wunderbarer Erzähler ist, ist der Roman ein klassicher page-turner, d.h. wenn man erst mal angefangen hat zu lesen, dann ist es sehr schwierig, das Buch zur Seite zu legen.
P.S. Ein anderes schön geschriebenes Buch über einen Justizirrtum: Thomas Hettche, Der Fall Arbogast.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sir Arthur Doyle ermittelt 8. Oktober 2008
Format:Taschenbuch
Das Buch spielt Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

In zwei parallelen Erzählsträngen erfährt am viel von Arthur (Autor der Sherlock-Holmes-Romane und späterer Sir) Und George (ein bescheidener und schüchterner junger Mann, indischer Abstammung, der Anwalt wird).

In flotten Wechsel wird aus dem Leben der beiden erzählt, Leben, die nichts gemein haben.

Im weiteren Verlauf, nachdem unflätige Drohbriefe eingetroffen sind und mehrfach Vieh auf bestialische Weise verstümmelt wurde, wird George aufgrund fadenscheiniger Indizien beschuldigt. Man verfolgt nun die Verhandlung, wobei George bis zum Schluss glaubt, dass das Gericht ihn doch noch frei sprechen würde.

Dann kam ein längere, für mich eher langweiliger Abschnitte über Arthur. Darin geht es hauptsächlich um seine todkranke Ehefrau Touie und seine platonische Geliebte. Auch nähert sich Arthur immer mehr den Spiritismus an.

Erst auf Seite 300 kommt es zum Zusammentreffen von Arthur und George. Nun beginnt Artur in die Rolle des Detektives zu schlüpfen und er versucht, zusammen mit seinem Sekretär Woods (der eine Rolle wie Watson hat), die wahren Zusammenhänge aufzuklären.
Dieses "Detektivspiel" hat mir am meisten Freude beim Lesen gemacht.

Ein lesenswerter Roman, der einerseits eine Krimihandlung enthält, andererseits das Leben in England zu Beginn des 20 Jahrhunderts aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten beleuchtet.
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