Der Tauchbootkrieg von Sir Arthur Conan Doyle
Die Novelle erschien erstmalig am Vorabend des 1. Weltkrieges und wurde bereits 1915 erstmals in Deutschland publiziert.
Der U-Boot-Kapitän einer kleinen von Großbritannien angegriffenen Nation schlägt mit seiner kleinen U-Boot-Flotte zurück und indem er die Meereszugänge mit seinen U-Booten abriegelt und die Versorgungsschiffe gezielt versenkt, kommt es zu einer Nahrungsmittelknappheit in Großbritannien und die durch die Hungersnot ausbrechende Krise zwingt Großbritannien den Krieg gegen das kleine Land einzustellen.
Conan Doyle plädiert mit dieser Novelle für eine neu zugestaltende Versorgungspolitik in England, für einen Ausbau der einer zivilen U-Boot-Flotte für die Versorgung und vor allem für ein Tunnelprojekt, das die britischen Inseln mit dem Festland verbinden soll.
Die Militärs der damaligen Admiralität meinen zwar es wäre absurd, das eine zivilisierte Nation gegen zivile Handelsschiffe Krieg führen würde, aber wie die Geschichte zeigte wurde ja in der weiteren Entwicklung der Marinestrategie durchaus auf die zivile Seefahrt keine Rücksicht genommen und wie es sich dann im zweiten Weltkrieg zeigte, gezielt Versorgungskonvois mit U-Booten angegriffen und versenkt.
Insofern war Conan Doyle ziemlich prophetisch, was die Entwicklung des modernen Kriegs anbelangt.
Die Novelle selbst ist in Form eines Berichtes eben dieses Kapitän John Sirius abgefasst, der so ziemlich am Schluss seine Aktionen einschätzt und meint 'Krieg hat nichts mit Spiel und Sport zu tun' Der Krieg ist ein verzweifeltes Ringen um die Oberhand und es gilt, dass Gehirn anzustrengen, um die schwache Stelle des Feindes zu finden.'
Für das Schaffen Conan Doyles eine interessante Veröffentlichung, die einmal mehr auch seine politische Sicht reflektiert. Übrigens ist die Veröffentlichung von Olaf R. Spittel natürlich in deutscher Sprache und wird ergänzt durch Vorworte und zeitgenössischen Meinungen.