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Arthaus Retrospektive 1938 - Hafen im Nebel

Jean Gabin , Michèle Morgan , Marcel Carné    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,70 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher immer versandkostenfrei). Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Jean Gabin, Michèle Morgan, Michel Simon, Pierre Brasseur, Jenny Burnay
  • Regisseur(e): Marcel Carné
  • Komponist: Maurice Jaubert
  • Künstler: René Le Henaff, Alexandre Trauner, Jacques Prévert, Eugen Schüfftan, Gregor Rabinovitch, Coco Chantel
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 29. November 2012
  • Produktionsjahr: 1938
  • Spieldauer: 86 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0091A0C1W
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.444 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

VideoMarkt

Der Deserteur Jean kommt nach Le Havre, um von dort aus nach Südamerika zu fliehen. In einer Spelunke am Strand lernt er nicht nur den lebensmüden Maler Michel kennen, der ihn mit Papieren, Geld und Kleidung ausstattet, sondern auch die junge Nelly. Er verliebt sich in Nelly, die bei ihrem eifersüchtigen Vormund Zabel lebt und auch von dem Gangster Lucien begehrt wird. Jean gerät in einen Streit mit Lucien und verbringt die Nacht mit Nelly. Am Morgen hat Nelly eine Auseinandersetzung mit ihrem Vormund, der sich an ihr vergehen will. Jean wird Zeuge des Streits und ermordet Zabel. Auf dem Weg zum Schiff rächt sich Lucien an ihm.

Video.de

Düsterer, weitgehend im Nebel spielender Klassiker des poetischen Realismus von Marcel Carné ("Kinder des Olymp"). Jean Gabin ("Die große Illusion") begeistert als Einzelgänger, der in der von Verlierern, Psychopathen und Verbrechern bevölkerten Geisterstadt Le Havre (bzw. den Studiokulissen) für wenige Stunden das Glück in Gestalt von Mich?le Morgan findet, bevor er Opfer eines feigen Mordes wird. Ein von tiefer Hoffnungslosigkeit geprägter Klassiker, der Elemente des amerikanischen Film noir vorwegnimmt.

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Kundenrezensionen

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flucht nach Le Havre... 2. Februar 2013
Von Ray TOP 1000 REZENSENT
Verifizierter Kauf
Jean (Jean Gabin) ist ein dersertierter Soldat. Er schlägt sich per Anhalter durch. In einer nebligen Nacht nimmt ihn ein Lastwagefahrer mit, der in Richtung der Hafenstadt Le Havre unterwegs ist. Der Fahrer fährt im dichten Nebel beinahe einen Hund tot, in letzter Sekunde reisst Jean das Steuer um, der Laster kommt etwas von der Fahrbahn ab. Fortan wird Jean den streunenden Hund, der anscheinend niemand hat, nicht mehr los. Jean will vorerst untertauchen und in kurzer Zeit auf ein Schiff Richtung Venezuela verschwinden will.
In den regnerischen und nächtlichen Gassen der Stadt trifft er auf den Bettler und Gelegenheitsdieb Quart-Vittel (Raymond Aimos), der den Deserteur vor einer Patrouille der Militärpolizei beschützt. Zur etwa gleichen Zeit ist der zwielichte Geschäftsmann Zabel (Michel Simon) in einem Club mit dem Schmalspurgangster Lucien Legardier (Pierre Brasseur) verabredet. Dieser sucht seinen Kumpel Maurice und vermutet, dass Zabel etwas mit dessen Verschwinden zu tun hat. Außerhalb der Stadt liegt das Gasthaus von Panama (Édouard Delmont), ein eigensinniger Sänger und Weltenbummler, in dessen Hütte sich allerlei sonderbare Gestalten trifft. Heute Abend weilt der lebensüberdrüssige Maler Michel Krauss (Robert Le Vigan) unter den Gästen, der seinen Selbstmord plant und auch Jean mit seinem vierbeinigen Begleiter. Auch die 17jährige Nelly (Michèle Morgan), eine hübsche, treibt sich hier herum, im Nebenzimmer kommen sich die beiden näher. Am anderen Tag ist nichts mehr so wie es war, die Liebe ist präsent, auch eine Passage nach Übersee erscheint möglich...
Ein Film zwischen Tristesse und Hoffnung.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
[Vorsicht, sehr starke Spoiler!]

… die Figuren reden, als ständen sie auf der Bühne und wären nicht gerade sie selbst, sondern eine Idee, die nicht so leicht in Worte zu fassen ist, wenn Schauplätze vor Symbolik kaum vernünftig in der Landschaft stehen können und man insgesamt das Gefühl hat, einem bedeutungsschwangeren Moment nach dem anderen beizuwohnen – kurzum, ein französischer Film wirkt oft so gekünstelt, daß man in ihm ein Fremder bleibt.

Das mag zunächst einmal wie eine Warnung klingen, und ich muß gestehen, daß ich mit dem französischen Kino oftmals so meine Probleme habe – wie könnte ich auch nicht, als John-Ford-Aficionado. Doch gibt es durchaus eine Reihe von Filmen, deren Atmosphäre und deren lautem Geflüster ich mich nicht entziehen kann und mag, und Marcel Carnés „Le Quai des brumes“ (1938) ist einer von ihnen. Jean Gabin spielt hier einen Deserteur namens Jean, der möglichst schnell und unauffällig das Land verlassen will, weil ihm der Krieg nicht geschmeckt hat. In einer Hafenkneipe trifft er eine Reihe eigenwilliger Charaktere, darunter auch die junge Nelly (Michèle Morgan), die vor ihrem zudringlichen Vormund, dem heuchlerischen Biedermann Zabel (Michel Simon) davongelaufen ist und weiß, daß sie am Ende doch wieder mal zu ihm zurückkehren wird. Jean und Nelly verlieben sich ineinander, was den Deserteur nicht nur mit Zabel aneinandergeraten läßt, sondern ihm auch die tödliche Feindschaft des lokalen Gangsterbosses Lucien (Pierre Brasseur) einbringt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben ist gemein 18. April 2014
Von Nathaniel
Der Grundton des Films ist sehr pessimistisch. Die Charaktere im Film suchen nach dem Glück und scheitern doch immer wieder. Ein Maler ertränkt sich im Meer und wird von Kneipenbesitzer nicht davon abgehalten ("was willst du, soll ich dazu sagen"). Der Mensch ist seinem Schicksal ausgeliefert. Selbst die kleine aufflackernde Romanze später im Film steht im unheilvollem Licht (man beachte den Dialog nach der Liebesnacht!). Unterstreicht wird der Grundton durch sehr expressionistischer Kameraarbeit und einem düster-schaurig schönen Soundtrack.
Jean Gabin als Deserteur wirkt wie ein gehetztes Tier und spielt gekonnt den gereizten und resignierten Helden. Fatalistisch scheint er selbst nicht an den Erfolg seiner Flucht zu glauben. Michele Morgan ist wunderschön und ihr Wandel von einer fast zynischen Lebedame zu einem naivem verliebten Ding ist überzeugend dargestellt.
Alles in allem stimmen die Zutaten des Films und man ist sehr angetan von diesem Klassiker des poetischen Realismus. Mindestens genauso gut - vielleicht noch düsterer - ist Marcel Carnes Le jour se leve.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Kino, aber Handlung nicht jedermanns Geschmack 3. Februar 2013
Von Frégaté
Verifizierter Kauf
Film war nicht ganz nach meinem Geschmack. Darsteller waren großartig.
Qualität/Ton waren nicht ganz im 5 Sterne Bereich. Sonst ok
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