Der Literaturkalender aus dem Verlag Artemis & Winkler gehört zu den Klassikern. Auch weil seine Herausgeber am bewährten Konzept festhalten, jede Woche eine Person des literarischen Lebens vorzustellen, deren Leben und Werk in wenigen Sätzen zusammenzufassen und ein Zitat von ihr mit dem Werk eines malenden Künstlers zu verbinden. Zudem wird bei jedem Wochentag aufgeführt, welcher Schriftsteller und welche Schriftstellerin an diesem Datum geboren oder verstorben ist.
Warum ich bei der Ausgabe 2012 zum ersten Mal nach einer Weiterentwicklung dieses Kalenderklassikers verspürte, hat verschiedene Gründe. Sicher spielt verstärktes Interesse am zeitgenössischen Kunstschaffen eine Rolle. Und weil ich beim Durchblättern gerade mal ein Handvoll Autoren fand, die noch unter den Lebenden weilen, kommt dieser Kalender meinem Interesse wenig entgegen. Was meine Begeisterung für diesen lieb gewonnenen Jahresbegleiter sicher nicht zusätzlich steigert, ist das Layout. Vielleicht beeinflusst von der Gestaltung vergleichbarer Produkte würde ich es begrüßen, wenn es auch bei der Grafik mehr Zeitgenössisches zu entdecken gäbe.
Mein Fazit: Noch hat dieser literarische Wochenkalender einen festen Platz in meiner Bibliothek. Aber ob er ihn auch 2013 halten kann, bin ich nicht so sicher. Denn Konkurrenzprodukte kommen meinem Wunsch mehr entgegen, zu Beginn einer Woche "neue" Gesichter und frischere Grafik zu sehen.