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Artemis Fowl der Zweite ist elegant gekleidet, besitzt die noble Blässe eines Adligen, und sein Intelligenzquotient ist weit über dem Normalen. Seine Gegner zittern bei der Nennung seines Namens oder bei Sicht seines hünenhaften Leibwächters namens Butler. Dabei ist Artemis Fowl erst zwölf Jahre alt -- und zugleich das größte Verbrecherhirn diesseits des Äquators. Sein Plan, seiner Familie wieder zu ihrem alten Glanz zu verhelfen, ist ebenso verwegen wie genial: die Entführung eines Fabelwesens aus der Unterwelt im Austausch gegen Gold, unendlich viel Gold.
Durch einen Trick gelangt Artemis an das sagenhafte Buch der Elfen, und mittels modernster Computertechnologie gelingt es ihm, das Buch zu übersetzen. Jetzt weiß er, wo und wie er eine Elfe gefangen nehmen kann. Und tatsächlich, die Elfe Holly Short geht ihm in die Falle. Aber Holly hat so gar nichts mit dem herkömmlichen Elfenbild gemein: Sie ist Mitglied einer im Untergrund operierenden Elitepolizeitruppe, die sich durchaus wehren kann -- sei es mit Magie oder mit ihrer nuklearbetriebenen Pistole, die drei Einstellungen hat: "angeschmort, gut durch und komplett verkohlt". Die Pläne des sonst so selbstsicheren Jungen geraten langsam aber sicher ins Wanken, als sich Hollys Polizeikollegen, diverse Kobolde und ein Amok laufender Troll an seine Fersen heften.
Vorsicht -- Artemis Fowl ist alles andere als Harry Potter 5: Colfers Elfen sind durchsetzungsfähige, hochgerüstete Wesen, die unter der Erde leben und nicht ohne Grund bisher vor Menschaugen verborgen waren, sei es durch den Einsatz der etwas angestaubten Magie oder technischer Ausrüstung, die jemand wie Daniel Düsentrieb oder James Bonds Waffenausstatter "Q" erfunden haben könnte. Mit Artemis hat Colfer einen mehr als sympathischen Antiheld geschaffen, dem man beinah wünscht, dass er mit seinem Vorhaben durchkommt.
Eines scheint den Vergleich mit Harry Potter zu rechtfertigen: Nicht nur Kinder und Jugendliche werden hier ihren Spaß haben -- das ist ein Versprechen! --Kai Lohnert
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ganz bestimmt nicht Harry Potter,
Von Sabrina (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wahlweise als der "neue Harry Potter" oder als "Stirb langsam mit Elfen" vermarktet, gelingt es Eoin Colfer mit "Artemis Fowl" sein eigenes Genre im Kinderbuchmarkt zu schaffen. Seine Elfen sind nicht die flatterhaften zarten Wesen, die uns bisher immer vorgegaukelt wurden. Nein, sie sind bis an die Zähne bewaffnet, verfügen über technische Spielereien, die James Bond neidisch machen würden, reisen in Kapseln auf Magmaströmen und schrecken auch vor Biobomben nicht zurück, wenn eine der ihren bedroht ist. Nur das Elfengold, das gibt es wirklich, wenn auch nicht am Ende des Regenbogens.Genau auf dieses Gold hat es Artemis Fowl, ein 12jähriger hochintelligenter Junge aus einer kriminellen Familie, abgesehen. Er kidnappt die Elfe Holly Short und verlangt als Lösegeld das Elfengold. Da Artemis ein Exemplar des geheimen Buchs der Elfen besitzt, kann er deren Schritte voraussehen und sich entsprechend darauf vorbereiten. Vorausgesetzt natürlich, alle halten sich an die Regeln ... Eoin Colfer spielt mit den Klischees des Genres und hat vor nichts Respekt. Was dabei entsteht, ist ein Buch voller Spannung, Action und Humor. Dass dabei Logik und Charaktere manchmal auf der Strecke bleiben, darf einen wohl nicht verwundern. Die Welt, die Colfer schildert, ist lange nicht mit so viel Liebe und Detail gezeichnet wie bei J.K. Rowling, seine Ideen sind dafür innovativer und manchmal auch haarsträubend. Leser sollten daher vermutlich etwas älter sein als zum Beispiel für die ersten beiden Harry Potter Bücher. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
51 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überraschend anders,
Von
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich völlig unerwartet nach einem Besuch auf der Artemis Fowl-Website vom Verlag mit einem Freiexemplar für Testleser bedacht wurde, hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen. Schließlich hatte ich nichts investiert und wahr auch nur durch den ganzen Medienhype überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden. Um es vorweg zu nehmen: Ja, ich habe Harry Potter mit großer Freude gelesen (obwohl ich die deutsche Übersetzung gräßlich finde und ganz und garnicht empfehlen kann -- aber das ist ein anderes Thema). Und nein, Vergleiche zwischen den beiden sind wirklich nicht besonders angebracht. Jenseits der Vergleiche ist Artemis Fowl ein durchaus gelungenes und spannendes Werk, daß ich während der zwei Tage, die ich zum Lesen brauchte, kaum beiseite legen konnte. Es ist wahr, es gibt einige gewalttätige Passagen und Fowl ist wirklich kein Junge mit Vorbildfunktion. Aber was ist schlimm daran? Endlich einmal kein stereotypes Gut-gegen-Böse, sondern zwei durchaus gemischte Parteien mit durchaus ambigen Charakteren, mit denen es Spaß macht, sich auseinanderzusetzen. Dazu kommt ein nicht immer besonders feinsinniger, aber durchaus wohlgezielter Humor (die zwergische Verdauung!!!), der zum Knacken herausfordernde Geheimcode und eben der Hightech-Aspekt, der vom Einfallsreichtum des Autors zeugt. Und zum Schluß kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, daß hier im Gegensatz zu Harry Potter ein wirklich fähiger Übersetzer am Werk war, der einen nicht der Originalversion hinterhertrauern lässt...
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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende Jugendliteratur,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schade, daß das Buch immer wieder in einem Atemzug mit HP genannt wird. Dadurch wird die Erwartung in eine ganz falsche Richtung gelenkt - und dann natürlich enttäuscht. Gott sei Dank habe ich Artemis Fowl erst lange nach dem vierten HP-Band in die Hände bekommen, habe dann aber das Buch an einem Wochenende verschlungen. Ich fühlte mich ganz eigenartig angezogen von dieser "coolen Geschichte", trotz, oder gerade wegen der doch eher unsympathischen Titelfigur. Unter den Wesen des Erdreiches gibt es unbestrittene Sympathieträger und auch wenn diese "Welten" sich von der Vielschichtigkeit und der Detailliebe her nicht mit HP messen können, ist doch ein hoher Lesegenuß gewährleistet. Ich empfehle dieses Buch eher für die ab 10 Jährigen (nicht ab 7/8 wie HP)... das Ganze hat einen Erwachsenen-Touch und liest sich eher wie ein Jugend-Krimi als ein Abenteuer-Roman. Ich hoffe, daß es auch von Artemis Fowl noch Fortsetzungen gibt!!!
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