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Produktinformation
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Try Paul Grushkin and Dennis King's "Art of Modern Rock", which showcases in full color more than 1600 rock posters and flyers by some 200 international artists, from veterans like Frank Kozik to up-and-comers a la Leia Bell. More than a sequel to "Art of Rock" (Abbeville, 1987) Grushkin's best-selling survey of psychedelic posters from the 1960s and 1970s this is the definitive document of a tens-of-thousands-strong countercultural revolution that began in the late 1980s with the grunge movement and continues today from New York City to San Francisco to...Des Moines and Denton, TX?
"Wherever there's a 'kid' a teenager, a twentysomething, or even a thirtysomething who is on the cutting edge of music there's someone cranking out posters," Grushkin asserts.
In fact, more rock posters have been made in the last ten years than in the history of rock'n'roll. To hear Grushkin tell it, this explosion has to do with how today's teenagers access music, i.e., without seeing great LP art, as Grushkin did in his youth, and, increasingly, without walking into a music store. With MP3 looming large, "the art that always defined your relationship to the music" is disappearing.
In the spirit of the hippies, punks, and alternative rockers before them, young music fans have been filling the void themselves. Via the Internet, these kids track their favorite bands as they tour and call up promoters about doing posters for shows. While some may go digital, many still rely on the old-school (read: cheap) silk-screen method, which King-who holds one of the largest rock poster collections in the world-credits with starting
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Thema
Es geht um Entwicklung, Ästhetik und Faszination der Rockposter aus den Staaten, von Ende der 1980er bis in den heutigen Cyberspace - mit Blick über den Tellerrand der USA hinaus: Asien, Europa, Australien, Kanada, Mexiko. Denn durch die zerstörerische Kraft der CD im Bezug auf Albencover haben Rockposter die visuelle Leere gefüllt, die mit dem Ableben der LP entstand. Die Verpackung der Tonträger war wesentlicher Bestandteil des Rock'n'Roll, die auch zum Verständnis und zur Deutung der Inhalts beitrug. Die unterschiedlichen Rockposter stellen auch die magische Vielfalt der Rockmusik dar - und dieses Buch ist ihr stummer, aber wunderschöner und farbgewaltiger Zeuge.
Vorläufer/Vorbilder
„The Art Of Rock" (VÖ 1987) gilt als die 'Bibel' der Rockposterkunst bis 1985. Das Standardwerk trug mit dazu bei, dass aus Postern anerkannte Sammlerstücke wurde.
Die Autoren
Paul Grushkin und Dennis King sind Leute, die den Rock'n'Roll, das Business, die Macher und die Musik lieben. Sie haben sich ein Leben lang genau dem 'Mythos und Phänomen Rockmusik' verschrieben und arbeiteten drei Jahre an dem Buch.
Paul Grushkin = Co-Autor von „The Art of Rock" (s.o.) und weiteren Büchern zur Rockgeschichte und deren Utensilien ("Memorabilias"), Archivar des legendären Promoters Bill Graham (der 1991 bei Helikopterabsturz ums Leben kam); Crack auf dem Gebiet des Rockmerchandising; führte praktisch alle Interviews des Buches.
Dennis King = seit 1971 im Rockpostergeschäft und anerkannte Koryphäe; hält eine der größten private Rockpostersammlungen der Welt, Besitzer einer Galerie in Berkeley (Kalifornien) und einer der ersten Online-Händler für Poster.
Struktur und Aufbau
Elf große Kapitel, die nicht unbedingt chronologisch, sondern thematisch aufgebaut sind; von den neuen Anfängen der Post-Punk Poster-Ästhetik Anfang der 80er in Austin/Texas, über den Boom in den 90ern, der bis heute anhält (in den letzten 12 Jahren sind so viele Poster entstanden, wie in den 40 Jahren zuvor). Es zeigt die Wurzeln des Posterdrucks in Amerika, macht Ausflüge in prägende Phasen in den Punk und New Wave der 70er und 80er, den Psychedelischen Sound und die Plakatästhetik der 60er, widmet sich Spezialthemen wie Rockbands aus New York, Rockplakate mit satanischen Symbolen und Okkultem sowie den Zwischenwelten aus Wahnsinn, Alptraum und Realität. Den digitalen Möglichkeiten wird ebenso ein Kapitel gegönnt, wie ihrer Verschmelzung mit den alten Techniken. Schließlich wird die Expansion der Rockposterkultur und ihrer internationalen Community aufgezeigt: ein globales Phänomen, dessen Grenzen im Cyberspace zusehends verschwimmen. Schlussbemerkung des Bildbandes: "Rockposter sind eine der ersten weltweit akzeptierten populären Kunstformen."
Persönliche Einschätzung
Dies ist keine streng wissenschaftliche Untersuchung, sondern eine Liebhaberdokumentation. Die vorgestellten Künstler und Handwerker werden im Interview und mit Zitaten vorgestellt. Das macht dieses Kunst-Buch "wunderbar ungekünstelt", authentisch und lebendig - und je mehr man in die zitierten Bemerkungen, unterschiedlichen Ansätze, Philosophien und gegenseitigen Bewunderungen eintaucht, desto lebendiger werden die Motive, Farben und Illustrationen. Mit etwas Vorstellungskraft lässt sich leicht erahnen, welche vibrierende Power diese Poster im Original besitzen müssen. Dies wird noch dadurch erleichtert, dass zu jedem einzelnen der 1800 Plakate (die zum Teil in kleinen Auflagen von manchmal nur 100 Stück gedruckt wurden) die Originalgröße in der amerikanischen Maßeinheit "Inches" angegeben ist (1" = 2,54 cm). Und nebenbei erfährt man solche Details: auf dem Höhepunkt der Grunge-Bewegung in Seattle 1994 wurde das Posterkleben auch auf den hierzulande üblichen Telefonkästen bei Strafe verboten wurde. 500 Dollar Bußgeld für jeden, der auch nur irgendwie an dem Plakat beteiligt war (Veranstalter, Künstler, Drucker, der Plakatierer, usw.)!
Immer wieder werden auch die überwiegend mit Siebdruck arbeitenden Macher selber gezeigt: in ihren Studios, bei der Arbeit, beim Farbe mischen, auftragen und mit der großen Spachtel über Gaze und Seide streichend. Durch die Erzählung der Künstler taucht man zudem ein in das Universum aus Offset, Seiden-, Siebdruck, und Lithographie - und wird so selber zum kleinen Experten dieses Kunsthandwerks.
Unter den Künstlern ist auch ein Deutscher: Lars Krause aus Dresden vom Douze Design-Studio. Seine Arbeit wird in dieser Championsleague der Rockpostergestalter mit einigen Plakaten gewürdigt. Er bleibt der einzige und fast wünscht man sich, dass viele wie er mit ihren Arbeiten hierzulande viel öfter zu sehen wären. Welch große Veränderung für die hiesige Rockszene würde es bedeuten, wenn die Plakate für die Gigs von Künstlern und Leuten wie Krause gemacht werden würden! in Amerika genießen diese Künstler Kult- und Starstatus zugleich, mit einer großen Gefolgschaft von Fans, welche deren Plakate sammeln, als eine eigenständige Kunstform verehren und die, begünstigt durch das Internet, eine lebendige Poster-Community mit regem Handel und Tausch bilden.
Besonderheit
Zum Schluss noch mal zum Anfang des Buches: der Kopf der Band Flaming Lips (1983 in Oklahoma gegründet / 11 Studioalben), Wayne Coyne, berichtet in einem Vorwort, von einem Raveplakat aus Berlin, das zu Hause in seinem Zimmer hängt. Er hat es bei seinem Berlin-Gig von der Wand gerupft und musste es einfach mitnehmen. Es war die perfekte Vorstellung; besser als alles was er jemals auf Raves und Nachtclubs erlebt. Ein Künstler beschreibt hier die magische Power, die solche Plakate über das eigentliche Event hinaus besitzen - und vielleicht sogar der Grund dafür sind, warum man überhaupt eine Band startet. Eine ungewöhnliche, aber glaubwürdige Feststellung. Wayne Coyne war Drucker, bevor er genau das tat: die Flaming Lips gründen!
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