Aus der Amazon.de-Redaktion
Sandra feierte ihre größten Chartserfolge in den 80er Jahren mit Hits wie "Maria Magdalena" und "In The Heat Of The Night". Seitdem sind über 20 Jahre vergangen. Mit
The Art Of Love, dem ersten Album ihrer Karriere, das ohne ihren langjährigen Kreativ- und Lebenspartner Michael Cretu entstand, wagt sie nun einen Neuanfang. Und auch wenn sie damit nicht sofort an die Spitze der Hitparaden stürmen wird, ist die Platte alles andere als misslungen. Mit Hilfe von Gitarrist und Co-Produzent Jens Gad, in dessen Studio auf Ibiza die 13 Songs entstanden, dringt Sandra nach und nach recht behutsam in neue Klangwelten vor, wobei sie mit dem von schleppenden Beats unterlegten Opener "What D'Ya Think Of Me" erst einmal eine falsche Fährte legt. Doch schon mit Song Nr. 2, "The Way I Am", unterstreicht sie ihr außergewöhnliches Gespür für federleichte Pop-Hymnen. Doch wer erwartet hat, das es von nun an geradlinig so weitergeht, wird überrascht sein, welche musikalische Vielfalt auf ihn wartet. Sandra bricht auf diesem Album konsequent mit ihrer Vergangenheit, ohne dabei ihre alten Fans vor den Kopf zu stoßen. Sie erlaubt sich einfach mehr Freiheiten und nutzt diese, wie zum Beispiel bei dem rhythmisch besonders interessant gestalteten "Once Upon A Time", konsequent aus. Auch wenn man nicht jeder stilistischen Abzweigung, die sie hier anbietet, unbedingt folgen muss, bleiben bis zum Ende der Wegstrecke noch genügend Überraschungen übrig. Dazu zählt nicht nur ihre Verbeugung vor der Figur James Bond im Titel "Casino Royal" sondern vor allem die am Ende des Albums platzierte, mit dezenten Trance-Elementen angereicherte Coverversion von "All You Zombies", des 1985 erstmals erschienenen Hits der Hooters, bei dem ein Kinderchor die entscheidenden Akzenten beisteuert.
--Norbert Schiegl
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