Art Is A Division Of Pain. Man fragt sich, ob Kunst tatsächlich als Teil von Schmerz verstanden werden kann. Lauscht man den Klängen der Tracks, scheint der Abschnitt "Psi Performer" im Leben des Anthony Rother nicht immer sonnig gewesen zu sein. Sie sind voll düster-verhangener Athmosphäre, schleppend, aber auch manchmal von Lichtblicken erleuchtet. Psi Performer ist anders als die ansonsten von Anthony Rother gewohnte, glasklare Präzision einer Fusion von Mensch und Maschine, die Elektro für ihn zum Lebensgefühl machen. Psi Performer ist der Blick nach innen, in eine Welt, in der die statischen Muster aus Snare-Drum und Hi-Hat nicht mehr ausreichen, um sie vollständig beschreiben zu können. Diese Welt scheint keine scharfen Abgrenzungen zwischen schwarz und weiß, gut und schlecht zu kennen. Die komplexe Vielschichtigkeit aus Zwischentönen macht Psi Performer zum elektronischen Kopfkino, den Mut des Einlassens vorausgesetzt. Psi Performer lädt dazu ein, tief einzutauchen und stets mit neuen Impressionen zurückzukehren, was man an den Ergebnissen der Neuinterpretationen einer erlesenen Garde von Produzenten merkt, denen Psi Performer's Werke zum Remixen zur Verfügung gestellt wurden. Das Tracklisting liest sich wie das Who Is Who für anspruchsvolle, elektronische Musik. So unterschiedlich die Interpreten, so unterschiedlich auch die Resultate der Bearbeitung. Herausgekommen ist vor allem eins: Musik, die sich zum Glück dagegen wehrt, in die gängigen Schubladen gesteckt zu werden: emotional und tiefsinnig, aber keineswegs zu Tode betrübt.