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"Arschtritt": Mein Weg aus der Depression zurück ins Leben
 
 

"Arschtritt": Mein Weg aus der Depression zurück ins Leben [Kindle Edition]

Holger Senzel
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wie Holger Senzel sein Leben in den Griff bekam

„Sie sind auch liebenswert, wenn Sie schwach sind!“ hörte der Journalist Holger Senzel immer wieder von seinen Therapeuten. Aber sie halfen ihm nicht stark zu werden. Fünfmal begab der Autor sich auf die Reise ins eigene Ich – und bekam sein Leben trotzdem nicht in den Griff. Auch wenn er seine Fehler erkannte und lernte, was schief lief, und wie er es besser machen könnte. Aber was nützt alle Erkenntnis, wenn die Kraft zur Veränderung fehlt. Irgendwann gab er die Seelenbeschau auf und trat sich einfach mal für vier Wochen selbst in den Hintern. Sport, Theater, Museen, Bücher, Aufräumen, Kochen, Steuererklärung machen, nicht trinken, nicht fernsehen... Große Lebensfragen ignorieren und sich nur ums Machbare kümmern. 28 Tage so vollpacken, dass zum Grübeln keine Zeit bleibt; ein konkreter Plan statt guter Vorsätze. Irgendetwas tun, statt immer nur um sich selbst zu kreisen. Weil es im Leben nicht nur darum geht, wie Dinge sich anfühlen – sondern dass sie eben gemacht werden müssen. Einfach mal vier Wochen sich selbst besiegen und stark sein. Vier Wochen, die das Leben des Autors nachhaltiger veränderten als zehn Jahre Therapie.

Über den Autor

Holger Senzel, Jahrgang 1959, hat als Radioreporter die Kriegs- und Krisengebiete der Welt bereist. Berichtete fünf Jahre lang als Korrespondent aus London. Privat lief es lange weniger gut: Gescheiterte Beziehungen, Depression, Therapie, Zusammenbruch, psychosomatische Klinik. Heute ist er überzeugt, dass man sein Herz nicht öffnen kann durch Graben in der eigenen Seele, sondern durch offene Augen und Interesse an Anderen. Senzel ist verheiratet und lebt in Hamburg.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 391 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Südwest Verlag; Auflage: 4 (10. August 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B005G2C0HI
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #28.530 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jochen p
Format:Gebundene Ausgabe
Ob Herrn Senzels Depression schwer oder leicht gewesen ist, kann ich nicht beurteilen, dass soll man daran ermessen, ob er wirklich bereitgewesen wäre, das Jagdgewehr abzuschießen. Aber ich finde, man sollte das Buch lesen. Ob man hinterher dran glaubt oder nicht, ist Privatsache. Es beschreibt eine ernste Sache auf leichte Weise, und wenn man dann will, kann man es als Ratgeber zum Ersatz oder als Ergänzung einer Therapie nutzen. Der Autor erhebt keinen Anspruch auf Wahrheit, der Zeigefinger wird nicht erhoben. Im negativsten aller Fälle verbringt der Leser ein paar amüsante Stunden mit einem herrlich selbstironischen Herrn Senzel. Und sonst kann man immer noch mit seinem Therapeuten sprechen und ihn fragen, war er davon hält.
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88 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Arschtritt wars nicht 5. Juli 2011
Von Mareike VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Punkt eins ist folgender: Wenn ein sogenannter Depressiver fühlt und umsetzt, dass er die Ursache seines Handelns sein kann, wenn dieser Funke wirklich zündet, ist er gesund und zwar unabhängig von Beethoven und Steuererklärungen. Dieser Funken ist aber entsetzlich schwer zu zünden, denn das ganze muss ja nicht nur gedacht, sondern auch zutiefst gefühlt werden. In dem Moment wo er sich entschloss, sich selbst einen Arschtritt zu geben, war der Mann gesund. Der Rest war eine Folge, nicht die Ursache. Kurzum, er wurde gesund, hat dann seine Steuererklärung gemacht und geputzt und das ist gut so.
Es gibt aber eine Kritik, die gehört werden sollte und die ist die an den Therapieverläufen. Ein kassenzugelassener Psychotherapeut ist in Deutschland de facto ein Beamter, auch wenn er offiziell Freiberufler ist. Die Auslastung mit Kienten ist dank der Standespolitik so hoch, dass er es sich leisten kann, völlig ineffektiv zu arbeiten und trotzdem die Raten für die Eigentumswohnung und das Ballett für die Mittelstandskinder zu bezahlen. Veränderung ist eine Milliarden-Euro bzw. Dollarindustrie und wie in jeder Industrie haben die Protagonisten ihre finanziellen Interessen. Ein tiefsitzender und sehr lukrativer Glaubenssatz dieses Systems ist der, dass Veränderungen lange dauern und teuer sein müssen, ein Glaubenssatz den Sigmund Freud einführte, als er einen 16-Personen-Haushalt zu versorgen hatte. Das Problem ist, manchmal dauern Veränderungen lange aber es muss nicht so sein. Was ich aus eigener Erfahrung zutiefst mitempfinden kann ist der Ärger über Therapeuten, die ernsthaft glauben, sie hätten mit Sprüchlein wie "Sie sind auch liebenswert, wenn sie schwach sind" schon ihre Arbeit getan. Es handelt sich eben um Beamte, die ihre Miete trotzdem zahlen können. Das heißt nicht, dass es nicht auch Vertreter dieses Berufsstandes gibt, die ihre Arbeit wirklich ernst nehmen und die sich auch um mehr bemühen als dumme Sprüche. Dennoch, selbst nach einem Psychologiestuidum müssen die entsprechenden Ausbildungen auf einem freien Markt gekauft und teuer bezahlt werden. Und das wirkt sich hinterher so aus, dass Psychologen, die als Therapeuten arbeiten, sehr viele Klienten nehmen müssen, um die gigantischen Investitionen wieder rein zu kriegen, ob diese Leute nun selbst zahlen oder ob die Kasse zahlt. Insofern ist es ein wichtiges Buch, denn nur wenn sich die andere Seite, die Betroffenen melden, kommt es zu Veränderungen.
Der Selbst-Therapie-Plan, den der Autor macht (und durchhält) ist im übrigen in der lösungsorientierten Therapie längst bekannt. Es ist ein bekanntes Prinzip, dass nicht nur Einsichten Taten folgen lassen sondern auch Taten Einsichten. Es ist ein uraltes verhaltenstherapeutisches Prinzip, dass konkrete kleine Schritte zu kleinen Veränderungen führen, die große Veränderungen nach sich ziehen. Aber auch wenn es uralt ist, ist es wirksam.
Es ist sehr unglücklich, dass dieses Prinzip normalerweise viel zu wenig in Therapien beachtet wird. Im Übrigen durchläuft er dann auch wichtige Heilungsphasen, wie beispielsweise Trauerarbeit (Auseinandersetzung mit dem Bruder), das Klären von Beziehung, Entwicklung von Authentizität.
Im Grunde leistet der Autor das, was seine 'Therapien' hätten leisten müssen und nach dem derzeitigen Wissensstand über lösungsorientiertes Vorgehen auch können, bzw. könnten. Der Mann hat offenbar sehr viele Selbsthilfebücher gelesen und auch wenn er einige davon ablehnt, interessanterweise hält er sich an deren Ratschläge und sie funktionieren. Aber letztlich kann eben auch der Autor nicht erklären, warum er gerade in diesem Moment seines Lebens energetisch so weit war, sich diesen Plan zu machen und umzusetzen. Das relativiert seine berechtigte Kritik am Therapiesystem aber nicht.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ursache und Wirkung 16. November 2011
Von Jannis
Format:Gebundene Ausgabe
Mich hat dieses Buch schlicht aus den Schuhen gehauen, obwohl ich erst die erste Hälfte gelesen habe. Der Autor beschreibt fast bis auf das Komma meine eigene Lebensituation, er ist nicht nur gleich alt (und ebenfalls Segler), sondern hat auch einen gleichermaßen stressigen Job. Zudem ist er sogar in den selben Jahren psychisch aus der Kurve geflogen und hat stationäre und klinische Therapien in Anspruch genommen und als nutzlos empfunden. Auch ich habe zum Abschluß der Therapien immer bekundet: "Ja, es geht mir deutlich besser." - Man will ja nicht als Spielverderber und Therapieversager dastehen, denn das Versagen ist Sache des Patienten, der Erfolg gebührt dem Therapeuten. Aber war wirklich alles besser? Wohl eher nicht.

Im lockeren Erzählstil spricht Holger Senzel ein Riesenproblem an, das mit den gängigen Konzepten zur Behandlung der Seele einhergeht: Der Patient koppelt sich vom Alltagsleben ab und ordnet den psychisch kümmerlichen Rest seiner Existenz der Befindlichkeitsstörung unter. Er lebt seine "Krankheit" als Ersatz-Identität. Da diese jetzt die gefühlt einzige Identität ist, ensteht der Drang diese zu erhalten. Darin wird er auch noch von seinen Behandlern unterstützt, indem sie ihn darin bestätigen, dass er aufgrund seines Gemütszustandes für alles und jedes zu schwach ist. Sicher ohne böse Absicht, besteht hier die Gefahr, dass ein Leid chronifiziert wird.

Das Problem ist nur, es gibt halt eine fordernde Umwelt, die ihren Tribut fordert, es müssen die Mieten gezahlt, Behördengänge erledigt und Steuererklärungen gefertigt werden, ansonsten landet man unweigerlich aus anderen Gründen im sozialen Aus und hat dann ein ganz reales Problem, das sich noch schwerer korregieren lässt.

Auch mir, als Freiberufler, wollte man begreiflich machen, einmal ein paar Monate auf meinen beruflichen Stress zu verzichten und stattdessen die Seele baumeln zu lassen. Das Vertrauen meiner Therapeuten in die Belastbarkeit meines Kontos war schier grenzenlos. Es bereitet mir zwar heute erheblich größere Schwierigkeiten, die Anforderungen des Alltags zu stemmen als noch vor ein paar Jahren, aber ich bin nicht bereit, die Verantwortung für meine Person an andere zu delegieren, die mir bei diesen profanen Dingen ohnehin nicht helfen könnten. Also mache ich, was ich kann und das ist trotz aller Einschränkungen doch noch eine ganze Menge.

Akzeptiert man einmal für sich die Patientenkarriere als gangbaren Lebensentwurf, setzt man sich der Gefahr aus, dass dieser Zustand ein bleibender wird. Ich werde daher genauestens prüfen, welche Erkenntnisse des Autors ich für mich ganz praktisch nutzbar machen kann. Gott sei Dank liege ich derzeit nicht am Boden und bin durchaus handlungsfähig, also geht es mir mehr um Optimierung, dieses einen irdischen Lebens, das man hat und um Prävention.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen tolles Buch
Ich hatte auch eine Zeit in der es mir nicht so gut ging. Durch dieses Buch lernt man die Dinge auch anders zu sehen.
Vor 2 Monaten von Kronmüller Melanie veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Ich halte das Buch für gefählich
Ich gebe gerne zu, ich habe das Buch nur bis Seite 60 gelesen. Mehr will ich mir nicht antun.

Der Autor hat einen lockeren Schreibstil. Das ist richtig. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Mike Merten veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Wenn es so einfach wäre...
Der Titel und die Kurzfassung allein sind eine Ohrfeige für jeden depressionskranken Menschen und Öl auf die Mühlen der wohlmeinenden Mitmenschen: Tritt in den... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Leseratte veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch hilft sicher nicht jedem...
---aber mir hat es dass.

Man muss sicher an einem Punkt stehen, an dem Hr.Senzel gestanden hat, um mit diesem Buch etwas anfangen zu können. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Werner Siedler veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach genial!
Auch wenn ich das Buch berufsbedingt gar nicht gut finden dürfte, ich fand es nicht nur gut, ich finde es ist einfach genial. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von gabriele11 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen "Arschtritt" Mein Weg aus der Depression zurück ins Lebe...
Er weiss sehr genau wovon er spricht - und hat so recht . just do it ! keine Ausreden und / oder Ausflüchte
die Idee mit dem Vertrag ist wirklich super - ein Buch, um... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Viktoria veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Toll!
Ein sehr gelungenes, für meinen Geschmack das beste Buch zum Thema Depression- und ich hab sehr viele beschreibende und Selbsthilfebücher gelesen ( ich hab sie alle:-)... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Onthebridge veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr persönliches, interessantes Buch
Mich haben besonders die ersten Kapitel, wo er von seinem Dauerclinch mit sich selbst berichtet, sehr berührt, weil ich einiges von meinen eigenen Problemen wiedergefunden... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Christine Schuster veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen amüsant zu lesen, aber etwas unehrlich
Das Buch ist amüsant zu lesen und kann etwas anregen, selbst mehr zu tun.

Die Verteufelung der Therapien durch den Autor ist aber etwas verlogen, tut und predigt er... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von kagi veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Thema verfehlt!
Ein sehr ärgerliches Buch! Die Verlagswerbung, nach der der Autor dieses Buches einen Bericht darüber schreibt, wie er sich mit Disziplin aus einer Depression heraus... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Felida veröffentlicht
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Beliebte Markierungen

 (Was ist das?)
&quote;
Denken wird maßlos überschätzt, die besten Augenblicke im Leben sind sowieso gedanken-los. Glück ist gefühlt. &quote;
Markiert von 8 Kindle-Nutzern
&quote;
»Wenn du willst, dass etwas erledigt wird, frag einen, der viel zu tun hat. Keinen, der viel Zeit hat.« Der eine hats im Griff, der andere kriegts nicht auf die Reihe. &quote;
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»Alleinsein«, las ich kürzlich, »ist das schönste Gefühl, wenn man es kann, und das Schrecklichste, wenn man es muss.« &quote;
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