Das Buch beginnt mit zahlreichen Ibo-Namen für Menschen, Gottheiten, Orte, Rituale, Speisen. Wegen der vielsilbigen Ausdrücke kann man diese Protagonisten und Dinge nicht gut auseinanderhalten. Es gibt zahlreiche Ibo-Begriffe, die nicht übersetzt werden und ein paar Sätze verzerrtes Afrika-Englisch, die ich nicht ganz verstehe. Man wünscht sich ein Glossar und eine Personenübersicht.
Die Handlung wird sehr stark von Aberglauben, nicht von Verstand bestimmt, im Dorf geht es zudem recht martialisch zu. Insgesamt wirkt das Buch schwächer als Achebes bekannteres, konzentrierteres "Things Fall Apart".
"Arrow of God" liefert reichlich unterhaltsame Sprichwörter, Metaphern, Erzählungen und Weisheiten. Achebe zeichnet die Charaktere mit kraftvollem Strich. In der zweiten Hälfte bringt ein klarer Konflikt zeitweise Übersichtlichkeit und Konzentration in die Geschichte, das plötzliche dramatische Buchende führt aber von dem Konflikt weg und schwächt die Wirkung. Der große Erzähler Achebe wollte zu viele unterschiedliche Motive in einen Roman packen.