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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein absoluter Knaller - das Buch des Jahres!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Arrivederci amore, ciao (Gebundene Ausgabe)
Massimo Carlotto ist für mich die Entdeckung dieser Saison und wird ganzzurecht hoch gelobt. "Arrivederci, amore ciao" ist ein absolut spannender und sehr tiefgründiger Roman über Kriminalität, Terrorismus und ein Italien jenseits der Kitschkrimis. Ich hab das Buch in einem gelesen und werde es wieder tun. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch über das Böse im Menschen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Arrivederci Amore, Ciao: Roman (Taschenbuch)
Mit "Arrivederci Amore, Ciao" liegt der 186 seitige "Aufschrei eines Autors", laut Zitat von Veit Heinichen, welches auf dem Buchdeckel zu finden ist, im Heyne-Hardcore-Label als Taschenbuch vor.Dass dieses Buch in dieser besagten Rubrik des Randomhouse-Verlages publiziert wurde, ist auch mehr als gerechtfertigt, denn es ist gleichgültig, exzentrisch und brutal. "Arrivederci Amore, Ciao" wurde bereits 2007 im Tropen-Verlag als Hardcover-Version veröffentlicht; der nötige Erfolg blieb aber leider aus. Massimo Carlotto lässt den Ich-Erzähler durch eine vor Korruption und Ekelhaftigkeit trievenden Welt wandern, mit dem Ziel sich von seiner kriminellen Vergangenheit zu distanzieren und ein normales Leben führen zu können. Der Leser verfolgt den Protagonisten Giorgio Pellegrini auf dem, in tagebuch-ähnlicher Form geschilderten Weg zu einem glücklichen Dasein, welcher aber wird mit blutigen Leichen und geschändeten Prostituierten gepflastert wird. Pellegrini schafft es auch sein Leben in geordnete Bahnen zu sortieren, doch dann .... Massimo Carlotto ist ein begnadeter Autor, der den Leser mit seiner Schreibe packt, ihn mit sich reißt und ihm gelingt etwas, was den wenigsten Schriftstellern als künstlerische Nuance zugesprochen werden kann: Er schafft es, dass der Leser mit dem Antihelden mitfiebert, mit ihm leidet und mit ihm bangt. Doch schon im nächsten Satz lässt Carlotto seinen Hauptdarsteller etwas so Grausames und Menschenverachtendes tun, dass man Pellegrini anfängt zu "hassen". In mir ist beim Lesen einiger Szenen förmlich die Aggression und die Wut emporgestiegen. Das Buch hat ein widerwertiges Ende, was aber auf der ganzen Linie überzeugt und die Geschichte um den versuchten Ex-Kriminellen zu etwas Besonderem macht. Ich spreche an dieser Stelle eine definitive Leseempfehlung aus und möchte ebenfalls darauf hinweisen, dass im August '08 - wieder im Tropen-Verlag - ein neu übersetzter Massimo Carlotto-Roman auf den Markt kommt. Der Titel lautet "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" und der Inhalt verspricht wieder eine spannende Geschichte zu werden. Ich hoffe, dass der Erfolg des Buches diesmal schneller und größer ausfällt, denn der Autor ist wirklich richtig gut. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kapitalismusanalyse, blutig,
Von
Rezension bezieht sich auf: Arrivederci amore, ciao (Gebundene Ausgabe)
Der Mann hat die besten Jahre durch sein Engagement in "linken" Zellen verschissen, hat nichts im Leben erreicht und will - vielleicht, vielleicht ist er aber auch psychisch kaputt und wirklich bösartig - eigentlich nur in die bürgerliche Gesellschaft zurück, aus der er sich vor langer Zeit verabschiedete. "Arrivederci, amore, ciao" ist kein Krimi, und schon gar kein pittoresker italienischer Stadtserienkrimi mit "Lokalkolorit". Es gibt zwar jede Menge Verbrechen, großteils begangen vom gar nicht so verrückt wirkenden Ich-Erzähler, aber nichts aufzuklären und auch keine moralisch befriedigende Auflösung. Vielmehr beobachtet man sich dabei, wie man sich zunehmend die Perspektive des gleichsam aus einer Logik der ökonomischen Notwendigkeit handelnden Aufsteigers aneignet und hofft, dass er auf seinem blutigen Weg zurück ins gute Leben nicht zuletzt doch noch scheitern möge. Zunehmend entwickelt dieser negative Entwicklungsroman, der nebenbei noch altlinken Weltverbesserungskitsch demontiert, einen Sog, der diese schlechteste aller Welten geradezu komisch wirken lässt. Dass diese perfide Strategie des Autors aufgeht, zeigt seine schriftstellerische Klasse und die intellektuell-moralische Qualität seiner Bestandsaufnahme, die mich eher an Voltaires Candide denken lässt als an italienische Krimischablonen à la Donna Leon.
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