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  • Arrigo Boito: Mefistofele (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1956)
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Arrigo Boito: Mefistofele (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1956) Doppel-CD

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Produktinformation

  • Komponist: Arrigo Boito
  • Audio CD (15. April 2002)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Maad (Warner)
  • ASIN: B000063X5U
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 931.261 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Preludio (Prolog)
2. Ave, signor degli angeli
3. Ave, signor, perdona se il mio gergo
4. Fratelli, teniami per mano
5. Ave, signor degli angeli
6. Perché di là? (Domenica di Pasqua) (1. Akt)
7. Al soave reggiar di primavera
8. Juhè! Juhè! Juheisa!
9. Sediam sovra quel sasso
10. Dai campi, dai prati (Il patto)
Alle 19 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Popoli!
2. Ecco il mondo
3. Stupor! stupor! Là nel lontano
4. L'altra notte in fondo al mare (Morte di Margherita) (3. Akt)
5. Salvala!
6. Lontano, lontano, lontano
7. Sorge il dì!
8. Spunta l'aurora pallida
9. La luna immobile innonda l'etere (La notte del Sabba classico) (4. Akt)
10. Ecco la notte del classico Sabba
Alle 17 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

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Arrigo Boito (1842 - 1918) ist der Nachwelt vor allem als genialer Librettist von Giuseppe Verdis letzter Oper Falstaff im Gedächtnis geblieben. Er war jedoch nicht nur einer der wenigen Librettisten, deren Texte literarische Qualität erreichten, sondern selbst auch Komponist. Seine auf Goethes Faust zurückgehende Oper Mefistofele, die nach Misserfolgen und Umarbeitungen schließlich in den Jahren 1875 und 1876 einen triumphalen Durchbruch erlebte, ist als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer eigenständigen, modernen Musikdramatik in Italien zu betrachten. Boito konnte als sein eigener Librettist eine tief greifende und bis dahin selten anzutreffende Geschlossenheit von textlichem und musikalischem Konzept verwirklichen.

Die vorliegende historische Aufnahme des Mefistofele entstand 1956 in Turin. Im Mittelpunkt stehen drei heute wohl weitgehend vergessene Sänger, die ihrer jeweiligen Rolle ein sehr individuelles Gepräge zu geben verstehen: Allen voran sei die Sopranistin Marcella Pobbe genannt, deren Margherita große Wärme und einen ganz unverwechselbaren stimmlichen Glanz besitzt; Pobbe, deren Stimme durch zu anstrengende Partien tragischerweise schnell an Brillanz verlor, ist hier noch auf der vollen Höhe ihrer Möglichkeiten, weshalb die Aufnahme auch im Bezug auf diese Künstlerin von historischem Wert ist. Der Tenor Ferrucio Tagliavini in der Rolle des Faust überzeugt durch die große klangliche Bandbreite seiner schönen Stimme vom zartestem Pianissimo bis hin zu dramatischen Ausbrüchen. Sehr ausdrucksstark ist u. a. seine Duettszene mit Margherita vor deren Tod im vierten Akt. Giulio Neri in der Titelpartie beeindruckt durch die bloße Gewalt seines Materials. Gelegentliche Intonationsschwächen verzeiht man ihm, weil die abgrundtiefe Bosheit, die er seiner Figur zu geben vermag, fast unübertrefflich zu sein scheint. --Michael Wersin

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gregor Nagler am 1. Juli 2004
Unter den Studioaufnahmen ist diese vom Sängerensemble die auasgeglichendste. Vor allem Ferruccio Tagliavini überzeugt mich in der Rolle des Faust. Im Piano ist seine Stimme besonders exqisit und zart. "Dai campi, dai prati" habe ich weder von Domingo noch von Pavarotti, am wenigsten von del Monaco stimmlich so berückend gehört. Auch in der Szene "Stupor! stupor! Là nel lontano distanziert er für meine Begriffe alle Faust-Darsteller der Studio-Aufnahmen: 'Tagliavini ist der einzige, der von der Erscheinung Margheritas wirklich hingerissen zu sein scheint. Margherita, das ist in dieser Aufnahme Marcella Pobbe. Die Sängerin ist heute wenig bekannt - zu unrecht: Ihre Stimme war dunkel getönt, sehr weich und opulent. Die obere Lage blieb warm getönt und weich. Leichte Probleme hat Pobbe nur mit den Verzierungen, ansonsten ist sie superb und sehr idiomatisch. Das gleiche gilt für Giulio Neri als Mefiszofele: seine "schwarze" mächtige Stimme ist beeindruckend. Er ist kein eleganter Mephisto (wie Siepi) und bisweilen etwas grob; Dennoch erscheint er immer als "strano figlio del Caos" besonders glaubwürdig und gefährlich. Disma de Cecco war mir als Sängerin nicht bekannt. Ihre Stimme ist sehr schön, noch dunkler und voluminöser als die Stimme Marcella Pobbes. Es war richtig, sie als Elena zu besetzen, auch wenn sie etwas ausdrucksarm bleibt.
Das Dirigat Angelo Questas scheint mir etwas zu behäbig, vor allem in der Gartenszene; bedenken sollte man auch, dass es sich um eine Mono-Aufnahme aus dem Jahr 1956 hanelt: Gerade die Chöre und orchestralen Partien treten dadurch etwas in den Hintergrund: sie konnten nicht raumhaft gestaffelt werden.
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