Nach all den Studioquerelen rund um "Arrested Development", hatte ich im Vorfeld schon üble Vorahnungen,
was die Qualität der dritten Staffel betrifft.
Diese umfasst nur noch 13 Episoden und ist weit von den Genialität der ersten Season entfernt. Anstatt mit skurril-giftigem Humor zur punkten, schwingen die Drehbuchschreiber den Holzhammer und greifen tief in die Klamaukkiste. Dieser Art von Humor hat natürlich seine Berechtigung, aber es passt halt nicht zu Arrested Development.
Die Liebesgeschichten rücken in den Vordergrund (Studioeinfluss?) und sind durch die Bank schwach geschrieben und wirken aufgesetzt, siehe die Charlize Theron-Episoden oder George-Michael/Maeby.
Ganz übel: Barry Zuckerkorn wird durch einen neuen farblosen Anwalt ersetzt, Lucille 2 ist verschwunden, Lindsay nervt unaufhörlich und Gob hampelt nur noch mit Franklin rum und hat keinen einzigen denkwürdigen Auftritt. Warum nur???
Fazit: Wer die Bluths mag, findet das eine oder andere Comedy-Juwel (Tobias' Haarverpflanzung) und begleitet Michael&Co. loyal bis zum Ende. Und wer die Bluths nicht kennt, der kaufe sich ganz schnell die erste Staffel. Es gibt im Comedygenre nichts Besseres.