Produktbeschreibungen
"In den die zentralen Analysen umgebenden Kapiteln entwirft Hansen ein weitgefaßtes Panorama der intellektuellen und künstlerischen Strömungen im Wien der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg sowie der künstlerischen Richtungskämpfe der zwanziger Jahre. Auch hier entspringt Hansens Darstellung stets einem tiefen Verständnis für die künstlerischen Fragstellungen der Zeit." (Neue Zeitschrift für Musik 2/1995)
"... ein sehr dichtes und materialreiches Repetitorium zur Entwicklung von Schönbergs Musik." (dissonanz 5/1995)
Kurzbeschreibung
Mathias Hansens Monographie ist die erste Gesamtdarstellung von Arnold Schönbergs uvre, die auf polemische oder apologetische Etikettierungen des Komponisten als "konservativer Revolutionär" oder "Klassiker der Moderne" verzichtet. In einem ersten Hauptteil wird in bunten Farben ein kunst- und sozialgeschichtliches Portrait Wiens am Anfang des Jahrhunderts entworfen. Man erkennt, wie sehr Schönberg seine kompositorischen Prinzipien und das Konzept der Moderne im engen Austausch mit befreundeten Künstlern wie Wassily Kandinsky, Gustav Klimt, Karl Kraus und Alexander Zemlinsky entwickelte, mit Künstlern also, die ähnliche Ideen in ihrem Metier zu realisieren versuchten. Dieser Annäherung an Schönberg aus seinem künstlerischen Umfeld heraus folgt das Werkportrait, das die "innere" Weiterentwicklung seiner kompositorischen Techniken und künstlerischen Ideen bis 1945 verfolgt. Ausführliche Werkbesprechungen und die Kommentierung zentraler theoretischer Äußerungen Schönbergs ermöglichen es dem Leser, Schritt für Schritt den Zusammenhang der Kompositionen und der Schriften Schönbergs nachzuvollziehen. Eine Chronik und ein Personen- und Werkregister machen das Buch auch zu einem praktischen Handbuch. Hansens klare und fesselnde Sprache erhöht den Lesegenuß.