Der Action-Krimi (manche sagen auch Thriller, was ich eher als dramatisch erachte) von 2009 wartet mit einer starken Riege von Darstellern auf. Neben Matt Dillon, Jean Reno, Laurence Fishburne, Fred Ward, Skeet Ulrich oder auch Amaury Nolasco (Prison Break), platzierte man den eher unbekannteren Columbus Short in die Hauptrolle.
HANDLUNG
Mike Cochrane (Matt Dillon) ist so etwas wie das Sprachrohr einer Crew von einer Geldtransport-Firma. Mit dabei sein Patenkind Ty (Columbus Short), der - seitdem seine Eltern tot sind - sich um seinen jüngeren Bruder kümmern muss. Was alle eint: Sie haben ein anspannenden Job, sind an sich gute Typen und schlecht bezahlt. Das kann einen schon in Versuchung bringen, wenn man an einem Tag so viel Geld transportierten muss, wie man in seinem ganzen Leben nie haben wird.
MEINUNG
Bei diesem Aufgebot an Schauspielern geht man erst mal davon aus, dass da nicht nur ein lahmes Drehbuch runter gedreht wird, sondern auch so was wie prägnante Charaktere den Film auf ein höheres Niveau bugsieren. Gelingt nicht ganz oder eher kaum. Matt Dillon müht sich redlich, Columbus Short bleibt blass bis nervend und die anderen dürfen gar nicht richtig mitmachen.
Schuld ist eine Story, die zwar reichlich Blut liefert, aber in sich recht blutleer ist. Die Geschichte ist nach einer halben Stunde ausufernd erzählt und so wundert es auch nicht, dass nach 88 Minuten Schluss ist. Noch mehr hätte man es nicht in die Länge ziehen können.
Dabei gab es einige Fundamente, die man hätte nutzen können. Z. B. der Kampf des Guten gegen das Schlechte, die Schnittmenge davon und die Frage, ob man es nicht nur nachvollziehen kann, sondern sogar die moralische Seite verlässt und den Gaunern alles Gute wünscht. Alles verpasst. Stattdessen malträtiert man die gepanzerten Transporter und die Körper der Insassen. Das ganze mehr oder weniger an einem Ort, der als billiger Filmset jeden Filmverleih-Buchhalter erfreuen dürfte. Wahrscheinlich wurde er auch genau von dem ausgesucht.
FAZIT
Nicht täuschen lassen: Auch die klangvollen Namen tun es für Geld, wahrscheinlich mal eben zwischendurch. Sieht man über den teilweise lächerlichen Pathos, das einsilbige Drehbuch und die ungenaue Ausarbeitung der Charaktere hinweg, ergibt sich: Verdiente zwei Sterne, weil man das ganze dann doch auf angenehme Weise recht schnell durchzieht und so wenigstens eine gewisse Form von Spannung - oder eher einer subversiven Form von Bindung - entsteht.