In diesem erfrischend leicht und doch keineswegs seicht geschriebenen Roman werden einige turbulente Wochen aus dem Leben des Lorimer Black, alias Milo Blocj, beschrieben. Der Protagonist lebt in London, ist ca. 30 Jahre alt, nicht unattraktiv und hat einen gut dotierten Job: er lebt davon, daß er bei größeren Schadensfällen die Schadenssumme wenn möglich nach unten korrigiert und so der Versicherung, von der er bezahlt wird, hohe Entschädigungen erspart. So weit, so gut. Doch wer würde ahnen, daß Lorimer an Schlaflosigkeit leidet und ganz offensichtlich von seiner Vergangenheit als Milo Blocj eingeholt wird. An der Oberfläche dieses Romans passiert sehr viel: Lorimer findet einen Toten, der sich selbst umgebracht hat, ist einem großen Versicherungsskandal auf der Spur, wird Opfer eines rasend Eifersüchtigen, verliebt sich unsterblich in eine bleiche Schönheit, beherbergt einen ungehobelten, simplen Kollegen, dessen bißchen Verstand in seinem Penis zu stecken scheint, und verbringt ein eher skurriles Wochenende auf dem Landsitz dieses Kollegen. Am Ende des Romans erlebt er einen jähen beruflichen Abstieg, ihm wird gekündigt, da sein Chef mit den Versicherungsbetrügern gemeinsame Sache macht. Doch das sind lediglich die äußeren Erlebnisse des Protagonisten. Mindestens ebenso interessant ist seine innere Entwicklung, die den erfolgreichen Yuppie wieder mit dem Sohn von rumänischen Einwanderern, der er früher war, versöhnt, es ihm erlaubt, den Panzer um seine Seele abzulegen (siehe Titel), und ihn damit zu sich selbst bringt. Doch wie dies geschieht, soll hier nicht verraten werden, denn die Lektüre dieses Romans lohnt sich wirklich. Der Roman ist durch seinen raschen Szenenwechsel leicht zu lesen und dadurch abwechslungsreich gestaltet, daß der Autor den Trick anwendet, in die Darstellung Tagebucheinträge des Protagonisten zu integrieren, so daß eine zweite Erzählperspektive entsteht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)