H.I. McDonnough (fantastisch: Nicolas Cage) ist wohl der trotteligste Kleinkriminelle, den man sich vorstellen kann.
Als er mal wieder im Knast landet, weil er einen Supermarkt übefallen und die Schlüssel seines Autos verbummelt hat, lernt er die junge Polizistin Edwina (absolut nervtötend: Holly Hunter), kurz Ed, kennen.
Da H.I. regelmäßig wieder entlassen und erneut geschnappt wird, sehen sie sich regelmäßig und H.I. verliebt sich in Ed.
Als er mal wieder auf freiem Fuß ist macht er Ed einen Heiratsantrag und will mit ihr eine Familie gründen, den Pfad der Tugend einschlagen und seine Verbrecherkarriere an den Nagel hängen.
Doch dazu soll es nicht kommen.
Es stellt sich heraus, dass Ed unfruchtbar ist.
Was nun?
Ist der Traum von einer Familie endgültig geplatzt?
Da kommt den beiden ein Zufall zu Hilfe: Der Möbel-Fabrikant Nathan Arizona (Trey Wilson) und seine Frau Dot (Frances McDormand) haben Fünflinge zur Welt gebracht. Mehr, als sie vertragen können, denkt sich Ed und spornt H.I. dazu an, eines der Babys zu klauen.
Und hier beginnen alle Turbulenzen.
Denn ausgerechnet jetzt brechen zwei Kumpel von H.I., Gale (John Goodman) und Evelle (William Forsythe) aus dem Knast aus und suchen bei ihm Unterschlupf. Und zu allem Übel sind nicht nur das FBI und die Polizei hinter dem Baby her, sondern auch der Kopfgeldjäger Leonard Smalls (super: Randall "Tex" Cobb), der H.I. sogar in dessen Träumen verfolgt....
Die verrückte und überdrehte Geschichte liefert die Basis für eine grelle Tour de farce auf höchstem Coen'schen Niveau.
Nicolas Cage und Holly Hunter zeigen auf bemerkenswerte Weise, dass sie durchaus ein hohes komödiantisches Potential bergen und John Goodman und William Forsythe brillieren als absurdes Duo in Bestform.
Und während die Geschichte für H.I. und Edwina immer auswegloser erscheint, erleben wir ua. die komischste Schlägerei der Filmgeschichte, den wohl komischsten Banküberfall der Filmgeschichte und die vielleicht absurdeste Verfolgungsjagd der Filmgeschichte.
Und nebenbei wird man noch von der tollen Kameraarbeit von Barry Sonnenfeld (Regisseur von "MIB" und "Schnappt Shorty") begeistert.
"Arizona Junior" ist eine der absudesten Komödien, die ich kenne. Joel und Ethan Coen haben ihrem Namen alle Ehre gemacht, sie präsentieren sich und ihre Schauspieler in Bestform.
Ein echter Tipp für alle, die absurde und toll inszenierte Komödien á la "Big Lebowski" mögen ein Muss!