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Aristoteles, Einstein & Co. [Taschenbuch]

Ernst P. Fischer
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

2000
Von der Antike bis zur Gegenwart reicht Ernst Peter Fischers Geschichte der Wissenschaft, die er in spannenden und leicht zu lesenden Porträts erzählt. Ein unterhaltsames und lehrreiches Who’s who der großen Wissenschaftler von Aristoteles über Kopernikus und Descartes bis Marie Curie, Albert Einstein und Richard P. Feynman.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Piper (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492230458
  • ISBN-13: 978-3492230452
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,1 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.218.973 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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"Es ist schade, dass so wenig Persönliches aus der Wissenschaft bekannt ist", schreibt Ernst Peter Fischer im Vorwort zu seinem Buch Aristoteles, Einstein & Co.. Da hat er Recht, man kann es nicht oft genug betonen: Wissenschaft wird von Menschen gemacht. Unter den Kitteln, hinter den Messtischen und in den Denkerstübchen steckten, standen und saßen in allen Epochen Menschen wie der Bäcker um die Ecke, Leute, die lispelten (Aristoteles), unter Krankheiten litten, die ihnen das Leben zur Hölle machten (Darwin) oder die ihrer geliebten Frau nachtrauerten (Feynman) -- kurzum, Leute wie du und ich, die eben außerdem noch das Glück hatten, in ihrem Beruf besonders viel Spaß zu finden und so nebenbei die Welt ein wenig voranzubringen.

Eine ganze Reihe dieser Leute stellt Fischer in seinem absolut lesenswerten und unterhaltsamen Buch vor -- nach Gruppen (Amerikaner, Frauen) bzw. "Wissenschaftszeitaltern" (Antike, moderne Klassiker) sortiert. Den einzelnen Kapiteln hat Fischer eine schöne Gliederung mitgegeben: Der Leser findet erst eine Einleitung, in der Leben und Werk des Forschers kurz umrissen und eingeordnet werden, dann gibt es jeweils einen hervorragenden Abschnitt namens "Der Rahmen", in dem Fischer gerafft darstellt, was zu Lebzeiten des Beschriebenen noch so geschah. Sehr schön: Wenn man erfährt, dass Faraday geboren wurde, als Mozart starb, und dahinschied, als Wagner Tristan und Isolde komponierte, rauschen die Jahrzehnte nur so an einem vorbei. Damit finden sich auch Leute, die zum Beispiel mit dem Namen Max Delbrück eher weniger anfangen können, rasch zurecht.

Die Filetstücke des Buchs sind aber die Portraits von Darwin, Kepler, Einstein und Co., die das Wesentliche einer Lebensleistung, die Gründe für ihr Zustandekommen, Randumstände wie Krach mit Kollegen etc. lebendig schildern: Wissenschaftlich gehen sie -- von Ausnahmen abgesehen -- eher weniger ins Detail, stattdessen erfährt man allerlei Anekdötchen und scheinbare Nebensächlichkeiten. Etwa, warum der kleine schottische "Kräftevereinheitlicher" Maxwell, der es ablehnte, Zeitungen zu lesen, mehr Glück als Verstand hatte, als er den ersten Farbfilm entwickelte. Oder warum der "bescheidene Buchbinder" Faraday bis zu seinem Tod alle Auszeichnungen ablehnte, wer Lise Meitner um ihren Nobelpreis gebracht hat und wie der berühmte "Gute Mensch von Kopenhagen", Niels Bohr, sich einmal von einer Bierbrauerei unter die Arme greifen ließ. Und wer immer noch glaubt, dass Newton der "Überphysiker" schlechthin war -- tja, weit gefehlt: Er verbrachte mehr Zeit mit der Suche nach dem Stein der Weisen als mit dem Brüten über seiner Mechanik.

Diese lebendig geschriebenen Porträts (leider, leider fast nur von Physikern) von Teepausenlänge verdichten sich zu einem Pfad der Wissenschaft abseits der Lehrbuchweisheit, die uns berühmte Forscher immer noch zu oft als unnahbare Geistesmenschen präsentieren will. Und mit dem schönsten Lob für ein Sachbuch möchte ich hier auch nicht geizen: Man fängt nach wenigen Seiten an zu schmökern. Uneingeschränkte Empfehlung für Forschungsfans! --Stefan Albus

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Der studierte Physiker und Biologe Ernst Peter Fischer ist Bestsellerautor und »Bildungsentertainer« (Die Zeit) und lehrt als Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Konstanz. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

2.7 von 5 Sternen
2.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Zikkurat
Format:Taschenbuch
Ja, es bleiben gerade mal 15 Seiten pro Persönlichkeit übrig und ja, auf die wissenschaftlichen Leistungen wird kurz und wenig tief (also populärwissenschaftlich) eingegangen. Ernst Peter Fischer verfolgt jedoch mit diesem Buch nicht die Absicht vollständige Biografien oder Gelehriges über das gesamte Schaffen der 26 grossen Forscher zu geben. Viel mehr versucht Fischer den sozialen und philosophischen Kontext dem Leser näher zu bringen. Er will den interessierten Laien ansprechen und nicht den Fachmann. Fischers liebstes Thema (der "gesunde Menschenverstand" und warum die moderne Physik so oft Ergebnisse liefert, die dem gesunden Menschenverstand widersprechen) wird natürlich auch in diesem Buch wieder aufgegriffen und variiert.
Also: wer ein vollständiges Spektum der wissenschaftlichen Leistungen der vorgestellten Personen geboten bekommen möchte sollte sich dieses Buch nicht kaufen sondern hier auf dieser Seite in den jeweiligen Fachbereichen stöbern. Wer daran interessiert ist wie z.B. ein Darwin im wahrsten Sinne des Wortes unter seiner Theorie leidet, warum Newton sagte "auf den Schultern von Riesen" zu stehen und welche Revolution Lavoisier auslöst und später von der politischen "gefressen" wird ist mit diesem Buch bestens bedient.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessante Idee, schwache Umsetzung 18. Juli 2001
Format:Taschenbuch
26 Wissenschaftler, von der Antike bis in die Neuzeit, von Aristoteles bis R.P.Feynman, stellt der Professor der Geschichte der Naturwissenschaftlen in diesem Band vor. Ca. 15 Seiten verbleiben somit für jeden Wissenschaftler, aufgeteilt auf eine Einleitung, eine Schilderung des weltgeschichtlichen Rahmens und auf die eigentliche Schilderung der Biographie und der wissenschaftlichen Leistung - nicht gerade viel für diese besonderen Personen, die neben ihren beruflichen Erfolgen auch oft ein bewegtes Leben mitgemacht haben. Durch diese Kürze schafft der Autor es zwar, viele Wissenschaftler in (ziemlich populärwissenschaftlichen ) Abhandlungen vorzustellen, dagegen verbleibt dann teilweise zu wenig Platz, um ihre Theorien adäquat wiederzugeben: Vielleicht wäre es hier vernünftiger gewesen, die historische Einordnung zu streichen, denn daß der Apotheker Pemberton 1886 erstmals Coca Cola herstellte oder daß die Balfour-Deklaration "die Bildung einer nationalen jüdischen Heimstätte in Palästina" befürwortet hat, ist zwar prinzipiell sehr interessant, scheint mir aber doch nicht allzuviel zum Verständnis des Werkes und der Person von Niels Bohr beizutragen. Den Platz hätte man besser verwenden können.
Viel ärgerlicher sind aber die teilweise sehr schwammigen Formulierungen (vor allem die Physik betreffend), einige Fehler (der Autor scheint mit der modernen Physik etwas auf Kriegsfuß zu stehen) und die teilweise äußerst subjektiven Beurteilungen: "..so stellt man in Feynman ... die platteste Banalität in Kunst und Philosophie fest.
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Von B. Wild
Format:Taschenbuch
Ich fand es eine Qual das Buch zu Ende zu lesen. Würde ich mich nicht aus Prinzip darum bemühen jedes angefangene Buch auch zu beenden, hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft. Den Kritikpunkt der anderen beiden Rezensionen kann ich nur bestätigen und bekräftigen; das Buch ist populärwissenschaftlich geschrieben und noch dazu auf einem Niveau verfasst, dass man nicht einmal aus den "Wissenschafts"-Teilen gängiger Tageszeitungen und Wochenmagazine kennt. Dazwischen kommen immer wieder kurze Augenblicke der Arroganz, wenn Herr Fischer erklärt, dass er das zwar jetzt erklären könnte, aber dass der geneigte Leser damit ja doch nur überfordert wäre; nicht gerade das, was ich von jemand erwartet hatte, der der Durchschnittsbevölkerung die Wissenschaft näher bringen möchte. Das Beispiel aus der vorherigen Rezension, dass die Faszination, die die Radioaktivität auf Menschen ausübt, psychologisch begründet ist, ist auch nur eine von vielen haarsträubenden Ideen, die Herr Fischer von sich gibt.
Am schlimmsten aber finde ich die zahlreichen Rechtschreib, Tipp- und sonstigen Fehler: da fehlen Worte, da stehen Wörter zwei mal hintereinander ("Es ist somit kein Wunder, daß die Gemeinde der Wissenschaftler jemanden wie "Johnny", wie er gerne genannt wurde, für den intelligentesten Menschen der Welt der Welt [sic!] hielt." - aus dem Kapitel über John von Neumann). Ich habe eine Ausgabe von 1995 gelesen; ich hoffe, dass zumindest diese Fehler in folgenden Auflagen verbessert wurden.
Bleiben noch die Fußnoten, die ihren Zweck gänzlich verfehlen.
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