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Besser geht es nicht !, 23. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ariadne auf Naxos (Audio CD)
Wer im November 1976 live in der Staatsoper sein konnte (ich war es) - der konnte spüren, daß diese Ariadne etwas außergewöhnliches war. Eine bessere Besetzung aller Rollen hat meiner Meinung nach auch keine andere Studio-Aufnahme hinbekommen (eine Ghazarian als Echo, ein Berry als Musiklehrer... um auch einige "kleine" Rollen zu nennen !!!). Noch dazu sind alle Sänger der großen Partien in der Blüte ihrer Gesangskultur. Janowitz als hinreißend "große" Ariadne, Baltsa ein wunderbararer Komponist (noch ohne die späteren Batsa-"Glottischläge"), ein heldenhaft strahlender James King als Bacchus - und dann die internationale Geburtsstunde der Gruberova. Besser habe ich die Arie der Zerbinetta ("Großmächtige Prinzessin") nie gehört (einzig: Diana Damrau kommt der Gruberova schon verdammt nahe !). Der Szenenapplaus nach ihrer Arie ist (der CD-Aufnahme geschuldet) gekürzt. Ich kann mich an 10 Minuten bei der Premiere erinnern....
Karl Böhm dirigierte die "Wiener" mit all seinem Gefühl für Strauss (d.h. großartig) und die Tonqualität ist
(für einen Live-Mitschnitt) sehr gut. Gott sei Dank hat sich ORFEO der ORF-Tonbänder angenommen und diese wunderbare Aufführung jetzt veröffentlicht. Jede Minute dieser Aridne ist ein Gewinn.
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4.0 von 5 Sternen
Kempe und Janowitz zaubern, 16. August 2010
Zunächst zu den Aktiva: Kempes Strauss ist wie immer berückend schön, transparent, klar, natürlich- ideal ! Die Dresdner Staatskapelle spielt unter seiner Leitung in Bestform, nicht umsonst wurden in Dresden die meisten Strauss-Opern uraufgeführt, man hört die innige Beziehung sogar 1967 noch. Gundula Janowitz ist sicher eine ideale Ariadne, bis auf ein paar knappe hohe Töne vielleicht, und die Zickigkeit der Primadonna haben Schwarzkopf und Leontyne Price vielleicht noch hemmungsloser ausgespielt. Sylvia Gestztys Zerbinetta ist anständig, hat heute natürlich das Pech, gegen Gruberovas unschlagbares, vielfarbiges Portrait abgewogen zu werden, aber auch gegen Rita Streichs Charme (bei Karajan) fällt die etwas neutrale Darstellung und die nicht sehr attraktive Stimme ab. Zylis-Garas Komponist: Teilweise traumschön gesungen, aber ein sprachlicher Barbarismus am nächsten: neben den teilweise legendären deutschsprachigen Kollegen peinlich. King: präsent und korrekt, Adam, Schreier etc.: etwas unelegantes DDR- Kunsthandhandwerk auf hohem Niveau. An Schöffler, Kunz, Zednik und andere Wiener Größen darf man aber nicht denken.
Fazit: Kempe und die Staatskapelle sowie die Janowitz lohnen die Anschaffung und überwiegen die Schwächen.
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