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Argumente am Stammtisch
 
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Argumente am Stammtisch [Broschiert]

Klaus-Peter Hufer
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 141 Seiten
  • Verlag: Wochenschau-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Juni 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899742451
  • ISBN-13: 978-3899742459
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 166.198 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Stammtischparolen: Sie kommen plötzlich und aus der Mitte des Alltags. Wer darauf reagieren will, fühlt sich häufig überrumpelt und überfordert. Was sind Stammtischparolen? Wie wirken sie? Warum gibt es sie überhaupt? Und was kann ihnen entgegen gesetzt werden? Das Buch beruht auf einer langjährigen Erfahrung des Autors mit seinem "Argumentationstraining gegen Stammtischparolen".

Über den Autor

PD Dr. Klaus-Peter Hufer lehrt Erwachsenenbildung an der Universität Duisburg-Essen, ist Fachbereichsleiter für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Kreisvolkshochschule Viersen und Verfasser zahlreicher Schriften zur politischen Erwachsenenbildung.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine gute Idee, wie schon beim ersten Band, einen Ratgeber an die Hand zu geben, um gegen die typischen Parolen der vorwiegend rechten Szene argumentieren zu können. (Einige Argumente kann man auch in anderen Bereichen leicht einsetzen.) Trotzdem nimmt im Buch die Analyse ein breiter Raum ein, was evtl. in ein eigenes Buch gesollt hätte. Auch die langatmige Rechtfertigung des "Stammtisch"-Begriffs könnte kürzer sein, dafür der Schwerpunkt auf der Argumentations-Reaktion größer.

Trotzdem ein gutes, lesbares und lesenswertes Buch mit guten Tipps im Umgang mit platten Sprüchen ... trotzdem: ob sich die Sprücheklopfer bzw. deren Publikum überzeugen lassen? Der Autor merkt selbst im Vorwort an, dass die Argumentation meist differenziert und komplex sein muss - im Gegensatz zu den einfachen und glatten Parolen. Um die Entgegnung zu verstehen, braucht es auch die entsprechende kognitive Verfasstheit. Und ob die im Ernstfall gegeben ist ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zielsetzung:
Der Taschenbuchcharakter wie der relativ geringe Umfang von rund 150 Seiten lassen schon bei dieser äußeren Erscheinung die Vermutung reifen, um vorliegende Publikation könne es sich eher um ein themenreflektierendes Sachbuch handeln als um eine situationsbewältigende dynamische Gesprächs-Anleitung in Gestalt eines Lehr- wie Übungsbuches. Ein Eindruck, den die Lektüre des Vorwortes bestätigt.
Denn der Verfasser will hier die Hintergründe wie Entstehungsbedingungen von Stammtischparolen näher beleuchten, um dann umso berechtigter auf entsprechende Gegenstrategien zu deren Abwehr bis hin zur Überwindung hinweisen zu dürfen. Dieses Anliegen wird begründet mit der Sicherung von Werten einer liberalen Demokratie bzw. einer solidarischen Bürger- wie Zivilgesellschaft, welche permanent verdeckt wie offen gefährdet sind durch eben diese Stammtischparolen bis hin zu radikalsten Ausschreitungen.

Aufbau:
Zu Anfang stellt der Autor klar, daß die buchtitelgebende Stammtischparole nicht nur möbelstückbezogene Gesprächskultur im gesellschaftlich abgrenzbaren Gastronomiebereich kennzeichne, sondern auch als leicht handhabbare Metapher für faktenarmes, unplausibles Geschwätz verwendbar ist. Dieses erweiterte Begriffsverständnis gestattet es auch, Medienverlautbarungen (hier vorrangig im Printbereich) auf wohlformulierte, jedoch substanzlos-manipulierte Äußerungen hin zu untersuchen sowie Befunde aufzuzeigen.
Im weiteren Verlauf des Buches wird diese gegenständliche Betrachtungsweise aufgegeben zugunsten einer Erörterung in theoretischer wie wissenschaftlich-experimenteller Perspektive über den umfangreicheren wie übergeordneten soziologischen Begriff des "Vorurteils". Denn die Prägekraft des Vorurteils für gesellschaftliche Meinungsbildung sei nicht zu unterschätzen. Radikale Ideologien wie Theorien, welche unfähig sind zur Diagnose bzw. Gestaltung einer komplexen wie vernetzten Wirklichkeit seien letztendlich nur eine organisierte Form von allseits empfundenen Vorurteilen, aus deren Reservoir die Stammtischparolen ihre Existenz verdanken.
Indem so die einzelne abgrenzbare Stammtischparole in einen gesamtgesellschaftlichen Wirkungszusammenhang integrierbar ist, ist es zum Schutz demokratischer Gestaltungs- wie Beteiligungsrechte umso notwendiger, diese Parolen als populistisches Geschwafel zu entlarven und argumentativ zu entkräften.

Handwerkliches:
Der Autor beläßt es nicht dabei, nur vor der Schädlichkeit dieser Parolen für die demokratische Kultur zu warnen, sondern er katalogisiert wie kommentiert argumentative Gegenformen umfassend und tiefgehend. Desweiteren konfrontiert er ausgewählte Paroleninhalte mit entsprechenden wie wohl recherchierten Fakten. Auskunft darüber geben die allen acht Kapiteln inklusive Vorwort beigefügten Anmerkungs-Verzeichnisse, die ihrerseits beachtenswerte Literatur- wie Sachangaben enthalten. Damit ist die Gefahr gebannt, dieses an sich kurze Buch als emotional aufgeladenen Betroffenheits-Essay zu verunglimpfen.
Diese mögliche Einschätzung ist auch verhindert worden durch die Hereinnahme von thematisch bezogenen Karikaturen, die, den Text durchsetzend, die Argumente des Autors nur umso mehr hervorheben und verdeutlichen.
Ebenfalls erfreulich aus Lesersicht ist die Tatsache, daß der Verlag die häufigen und manchmal auch umfangreichen Zitate, mit denen der Verfasser seine Auffassungen vertieft, nicht in derselben Schriftart wie den Buchtext gesetzt hat, sondern diese schriftbildmäßig wie graphisch eigenständig hervorhebt. Der Lesefluß ist dabei überhaupt nicht gestört, vielmehr gefällt sogar diese Präsentationsart.

Ausblick:
Zugunsten der Stärkung politischen Bewußtseins wie der Bereitschaft, argumentativ für demokratische Werte einzustehen, ist diesem Buch weiteste Verbreitung zu wünschen.
Bedauerlich ist jedoch nur, daß die Stammtisch-Problematik innerhalb des Textes auf soziale, ethnische wie historische Kontroversen beschränkt bleibt und somit die ökonomische Perspektive bis auf eine kleine Ausnahme im letzten Buchviertel ausgeklammert ist. Denn die wirtschaftliche Verfassung eines Gemeinwesens läßt sich auch - zurückhaltend formuliert - sehr wohl mit gemeinwohlzersetzenden Stammtischparolen interpretieren. Bleibt angesichts dessen nur zu hoffen, daß der Autor sich dieses Umstandes in einer weiteren Publikation mit ebenfalls solcher Güte annimmt.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Guter Ansatz 21. Oktober 2008
Von Alp Arun
Ich habe das Buch im Rahmen der politischen Bildung genutzt. Ich habe es aber nur partiell getan, da ich mir mehr von dem Buch erhofft hatte. Nach der Definition des Begriffes und einigen fiktiven Beispielen wird der Versuch unternommen, typische rechte Phrasen und Parolen zu analysieren zu definieren, um dann die Beweisführung zu führen diese zu entkräften.
Dies gelingt dem Autor recht gut, jedoch schließe ich mich der vorhergehenden Rezension an und glaube nicht, dass dies zu dem gewünschten Erfolg führt. Der Autor schreibt selbst zu einem fiktiven Kneipengespräch, dass es kaum möglich ist, in solch einer Atmosphäre Vorurteile zu entkräften, geschweige denn diese zu widerlegen.

Der Ansatz des Buches gefällt mir, jedoch würde ich mir in einer aktuelleren Ausgabe wünschen, dass der Autor sich nicht nur auf die rechte "Argumentation" stützt und sondern auch den linken Aspekt der Gesellschaft betrachtet.
Gerade im Zeitalter des Linksrucks würde ich mir wünschen, dass beide Extreme beleuchtet werden. Links und Rechts.
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