Wir kommen soeben von einer 4 wöchigen Rundreise durch Argentiniens Norden zurück. Wir hatten uns im Vorfeld für diesen Reiseführer entschieden, u.a. weil er lt. Verlagsangabe im Jahr 2005 akualisiert und erweitert worden war.
Diese Entscheidung stellte sich sehr schnell als sehr grossen Fehler heraus.
Davon mal abgesehen, dass alle Preiseangaben viel zu niedrig waren, weist der aktualisierte Reiseführer erstaunliche handwerkliche Fehler auf - hier einige Beispiele:
- Mar del Plata: hier gestaltete sich die Suche nach einem Hotel der Mittelklasse aussichtslos, wenn man sich auf den Reiseführer verliess.
Ein empfohlenes Hotel gab es schon seit Jahren (!) nicht mehr, 2 weitere Hotels waren selbst mit der Hilfe eines Taxifahreres erst gar nicht aufzufinden ?!
- Cordoba: "Cordoba Hotel ...die vielleicht beste Wahl, mit Garten..." (lt. Reiseführer) entpuppte sich als Jugendherberge mit betoniertem Hinterhof und Blick auf ca. 20-stöckige Wohnsilos, der aber zumindest eine grössere Badewanne - als Pool deklariert - enthielt. Der fehlerstrotzende Stadtplan rundet hier das Bild ab.
- Mendoza: hier entpuppte sich ein Hotel der Mittelklasse als Luxushotel, die restlichen Empfehlungen waren unbrauchbar.
Einziger Ausweg, Urlauber ansprechen, um deren Lonely Planet Reiseführer auszuleihen.
- Santiago del Estero: eine "saubere und freundliche" Empfehlung stellte sich als üble überteuerte Absteige heraus. In unmittelbarer Nachbarschaft waren Unterkünfte zu finden, die der Beschreibung der Empfehlung entsprachen, aber leider keinerlei Erwähnung in diesem Reiseführer wert waren.
- Puerto Iguazu: hier half nur die Empfehlung eines ortsansässigen Taxifahrers!
... und noch ein besonderes Schmankerl, der Autor schafft es tatsächlich eine Buslinie (Andesmar) konequent als Fluglinie anzupreisen (z.B. S. 59, S. 229).
Man fragt sich angesichts dieser eklatanten Fehler nicht nur einmal, wann der Autor zuletzt in Argentinien war.
Dieser Reiseführer ist NICHT zu empfehlen (reine Geldverschwendung) - Stichproben aus dem Lonely Planet Reiseführer lieferten deutlich bessere Informationen bzgl. Unterkunft und Verpflegung.